Vor anderthalb Jahren traf sich die Lenkungsgruppe Mobilität in Schramberg (von links): IHK Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Landrat Stefan Bär, der Vorsitzende des Regionalverbands Jürgen Guse, im E-Smart Minister Winfried Hermann, Landrat Wolf-Rüdiger Michel, B.A.U.M. Berater Michael Wedler, OB Thomas Herzog, Landrat Sven Hinterseh und KL-Chef Udo Schnell. Jetzt liegt der Abschlusbericht vor. Archiv-Foto: him

REGION (pm) – Die 3mo­bil-Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat nun eine Stra­te­gie, wie sie künf­tig bedarfs­ge­rech­te Mobi­li­tät in ihren drei Land­krei­sen sichern und ent­wi­ckeln wird. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Gute Erreich­bar­keit gilt heu­te als wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor im Wett­be­werb um Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Unter­neh­men und Beschäf­tig­te sowie im Tou­ris­mus. Der Leit­fa­den zeigt Wege, wie dies mit ambi­tio­nier­ten Zie­len des Kli­ma­schut­zes ver­bun­den wer­den kann“, sagt Chris­toph Mosch­ber­ger von der Geschäfts­stel­le 3mobil.

Das Pro­jekt „3mobil – Modell­re­gi­on für nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät im länd­li­chen Raum“ ist ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der drei Land­krei­se Rott­weil, Tutt­lin­gen und des Schwarz­wald-Baar-Krei­ses sowie der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und des Regio­nal­ver­bands Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Das Pro­jekt wird vom Minis­te­ri­um für Ver­kehr (VM) Baden-Würt­tem­berg geför­dert.

Ziel war es, gemein­sam mit Exper­ten aus der Regi­on inno­va­ti­ve und zukunfts­ge­rich­te­te Lösungs­an­sät­ze auf­zu­stel­len, die in öko­lo­gi­scher, öko­no­mi­scher und sozia­ler Hin­sicht trag­fä­hig sind. Zudem soll­te ein räum­li­cher Aus­gleich zwi­schen Städ­ten, dem Umland sowie länd­lich gepräg­ten Räu­men durch geeig­ne­te, ange­pass­te Mobi­li­täts­lö­sun­gen geschaf­fen wer­den.

Mit die­ser Ziel­set­zung wur­de im Rah­men des Pro­jek­tes 3mobil ein stra­te­gi­scher Leit­fa­den erar­bei­tet, der nun vor­liegt und auf der Inter­net­prä­senz www.3mobil.netabrufbar ist.

Der stra­te­gi­sche Leit­fa­den wur­de vom Fraun­ho­fer Insti­tut für Arbeits­wirt­schaft und Orga­ni­sa­ti­on (IAO) seit Anfang 2015 mit­tels eines umset­zungs- und anwen­dungs­ori­en­tier­ten Ansat­zes erar­bei­tet. Das Ergeb­nis ist ein gemein­sam mit den regio­na­len Akteu­ren sowie der Bevöl­ke­rung ent­wi­ckel­ter Mobi­li­täts­leit­fa­den, der mög­li­che Stra­te­gi­en und Hand­lungs­we­ge zum Errei­chen der gesteck­ten Zie­le auf­zeigt.

Auf dem Weg zu einer nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg soll der Leit­fa­den als Ori­en­tie­rungs- und Ent­schei­dungs­hil­fe für Pla­ner und Ent­schei­der die­nen“, so Mar­cel Herz­berg, Direk­tor des Regio­nal­ver­ban­des und Pro­jekt­part­ner. Dar­über hin­aus tra­ge der Hand­lungs­leit­fa­den zur Sen­si­bi­li­sie­rung der regio­na­len Akteu­re bei.

Mit Hil­fe des Leit­fa­dens wer­den bestehen­de Defi­zi­te und Hand­lungs­be­dar­fe im Mobi­li­täts­sys­tem und die zen­tra­len Her­aus­for­de­run­gen auf­ge­zeigt. Es wer­den stra­te­gi­sche Zie­le und Leit­plan­ken für die Regi­on for­mu­liert sowie Lösungs­an­sät­ze und regi­ons­spe­zi­fi­sche Maß­nah­men­kon­zep­te beschrie­ben. Zudem wur­den Kenn­zah­len gebil­det, um den spä­te­ren Erfolg zu mes­sen und den Nut­zen für den Kli­ma­schutz deut­lich zu machen.


Die Leucht­turm­pro­jek­te

Kon­kret zäh­len dazu die fol­gen­den Leucht­turm-Pro­jek­te. Die­se sind aus­ge­wähl­te regio­na­le Pro­jek­te auf dem Weg zu einer nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät, die eng mit­ein­an­der ver­netzt ihr Poten­zi­al ent­fal­ten wer­den.
• Mobil­punk­te: Auf­wer­tung unter ande­rem von Hal­te­stel­len durch inter­mo­da­le Ver­knüp­fung.
• Mobi­li­täts­in­for­ma­ti­ons­pa­ke­te: Unter­stüt­zung bei Infor­ma­ti­on, Bewusst­seins­bil­dung und Sen­si­bi­li­sie­rung für nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät durch unter­schied­li­che Mul­ti­pli­ka­to­ren (unter ande­rem Arbeit­ge­ber und Kom­mu­nen).
• Elek­tri­fi­zie­rung kom­mu­na­ler und betrieb­li­cher Fuhr­park­flot­ten.
• Mit­fah­ren: unter ande­rem För­de­rung von Mit­fahr-Por­ta­len und Attrak­ti­vie­rung von Pend­ler­park­plät­zen.
• 3mo­bil-Car­d/-App: Schaf­fung eines ein­fa­chen, regi­ons­weit ein­heit­li­chen Zugangs- und Abrech­nungs­sys­tems.
• Echt­zeit­in­for­ma­ti­ons­sys­tem im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr: Anga­be von Echt­zeit­in­for­ma­tio­nen über Anzei­ge­ta­feln an aus­ge­wähl­ten Stand­or­ten und über eine App.
• Rad­ver­kehrs­för­de­rung beim Arbeit­ge­ber: Die Poten­zia­le von Fahr­rä­dern und Pedel­ecs für den Pen­del­ver­kehr för­dern.