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Montag, 3. August 2020
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    AfD nimmt zu „menschenverachtender Hasstirade“ Stellung: Der Admin sei im Urlaub, Manipulation werde geprüft

    Der AfD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Rottweil/Tuttlingen, Emil Sänze, hat gegenüber der NRWZ auf ein Hetz-Posting seines AfD-Kreisverbands, dessen Sprecher er ist, reagiert. Darin wurde die Forderung aufgestellt, „Frontex sofort“ zu „beenden“, da dann „mehr Migranten ersaufen“. Sänze nennt diesen Beitrag eine „menschenverachtenden Hasstirade.“ Nun beginne die Suche nach dem Verantwortlichen, er selbst sei’s nicht gewesen, der Administrator der Kreisverbandsseite sei im Urlaub, ergänzte Sänze. Der AfD-Abgeordnete Lars Patrick Berg spricht in einer Stellungnahme von einer möglichen Manipulation der AfD-Facebookseite. Die Landtagsfraktion der Partei hat sich außerdem zu Wort gemeldet. Sie distanziert sich „ausdrücklich von genau solchen Aussagen.“ HINWEIS: Zu diesem Thema gibt es hier einen aktuelleren Beitrag.

    „Frontex sofort beenden. Je mehr Migranten ersaufen, desto eher begreifen selbst afrikanische Ziegenhirten, dass es sich nicht lohnt, nach Europa aufzubrechen. Sollen sie ihren ‚Staat‘ säubern, bis auch sie ein ’normales Leben‘ führen können. Die frz. Revolution hat es vorgemacht. Spanien übrigens macht es vor, wie man Bootsfahrten verhindert. Nur unsere autistische Kanzlerin weiß nicht, wie das geht.“

    Dieser Hetz-Beitrag war am 29. Juli auf der Facebookseite des AfD-Kreisverbands Rottweil/Tuttlingen erschienen. Heute schlug das Wellen, der Post wurde vom Netz genommen, die ganze Facebookseite verschwand. Nachdem sich „Kapitän Schwandt„, ein selbsterklärter Kämpfer gegen die Rechten mit sehr großer Fanbasis, der Sache angenommen hatte, nahm die Geschichte online Fahrt auf.

    Der Kommentar des Kapitäns.
    Der Kommentar des Kapitäns.

    Spät am Abend folgt eine erste Reaktion des inhaltlich für die Kreisverbands-Facebookseite Verantwortlichen, vom Wahlkreisabgeordneten Emil Sänze. Gegenüber der NRWZ erklärt er, der Administrator der Seite befinde sich im Urlaub. Er selbst habe nun dafür gesorgt, dass sie gesperrt werde.

    Sänze wörtlich: 

    Nachdem ich von diesem Vorgang am 03.08. Kenntnis bekommen habe, wurde die Seite sofort gesperrt. Solche menschenverachtenden Hasstiraden kann und werde ich nicht tolerieren. Wer diesen Beitrag eingestellt hat, kann ich zurzeit nicht beantworten, da sich der Administrator im Urlaub/Ausland befindet und ich selbst keine Administratorenrechte besitze, hat die Sperrung der Seite auch länger gedauert.

    „Solche Beiträge“, so Sänze in seiner E-Mail an die NRWZ weiter, „sind ein schnöder Angriff auf jedwede humanistische Gesellschaft und können kein Pardon erfahren.“ Man dürfe davon ausgehen, „dass wir alles tun werden, den Urheber dieser verachtenden Zeilen zu ermitteln.“

    Arno Specht, im Hauptberuf Pressesprecher der Stadt Tuttlingen, sieht den Ablauf völlig anders. Er schreibt privat auf Facebook, das sei „ein drolliger Erklärungsversuch“ der AfD. Und weiter:

    Der Post stand seit dem 29. Juli auf der Seite, und offenbar störte sich niemand daran. Gestern abend habe ich ihn kommentiert, weitere ablehnende Kommentare folgten, worauf wir kollektiv vom AfD-Kreisverband als „Feinde des Grundgesetzes“ beschimpft wurden. Das ganze ging dann noch ein paar mal hin und her, bis meine gesamten Kommentare gelöscht und ich gesperrt wurde. Da muss der anonyme Hacker also für längere Zeit schwer aktiv gewesen sein…

    Am 3. August jedenfalls verschwand der Post, dann die ganze AfD-Facebookseite, auf der er am 29. Juli um 10.46 Uhr veröffentlicht worden war. Von der AfD vom Netz genommen, wie jetzt bekannt wurde.

    Gegen 20 Uhr reagierte der AfD-Landtagsabgeordnete und Landesvorstandsmitglied Lars Patrick Berg öffentlich:

    Bergs Posting.
    Bergs Posting.

    Der Abgeordnete erklärt: „Sprache und Inhalt dieses Eintrags sind menschenverachtend und spiegeln in keinster Weise meine politische Einstellung wider. Ob die Facebookseite des AfD Kreisverbands RW-TUT manipuliert wurde, wird überprüft.“

    Facebooknutzer sehen das kritisch. Einer schreibt:

    Armselig.
    Bewusst provozierend Grenzen überschreiten und hinterher will man’s nicht gewesen sein.
    Widerlich, rechtsextrem – und erbärmliche Lügner noch dazu.

    Bereits am Mittag antwortete die Landtagsfraktion in Baden-Württemberg direkt auf Kapitän Schwandts Seite. Wer das Folgende schrieb, ist unklar. Doch heißt es: Wir „distanzieren uns ausdrücklich von genau solchen Aussagen.“

    Dem Vertreter der AfD-Landtagsfraktion, der namentlich nicht in Erscheinung tritt, liegt das Original-Posting des Rottweil/Tuttlinger Kreisverbands nicht vor. Er schreibt daher:

    Leider bin ich bei einer ersten Recherche nicht fündig geworden, was die obige Aussage des KVs angeht. Haben Sie mir hier zufällig Informationen, dass ich dem nachgehen kann? Denn wer so etwas sagt, vergisst eines ganz klar: Wir setzen uns für Deutschland und den Erhalt der Werte ein. Dazu gehört aber eben auch der humanitäre Gedanke. Menschen ertrinken zu lassen, ist definitiv nicht humanitär.“

    Der AfD-Vertreter verspricht: „Ich gehe der Sache auf jeden Fall nach. Gerne biete ich Ihnen auch an, dass wir uns einmal zusammen setzen ob nun mit oder ohne Kamera und über unsere zum Teil kontroversen Punkte diskutieren. Ich denke zumindest teilweise liegen wir näher beieinander als man auf den ersten Moment glaubt.“

    Eine der Reaktionen auf diese Stellungnahme:

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    Zudem schildert der AfD-Mann, das soll auch nicht verschwiegen werden, seine Sicht der Dinge (O-Ton): 

    Ganz kurz gefasst: Wir setzen uns für die Einrichtung von Pufferzonen und Aufstockung der humanitären Hilfe vor Ort ein. Die Kürzung der UN Zuschüsse hat unter anderem erst zu diesem Chaos geführt. Wir müssen uns um Flüchtlinge (gemäß der Definition) kümmern. Aber das menschenwürdig. In den letzten Jahren sind über 30.000 Menschen bei der Flucht im Meer gestorben. Jeder einzelne einer zu viel. Aber es könnten auch 200.000 sein und die Menschen würden weiter fliehen. Denn wer die Wahl zwischen Tod in einem Kriegsgebiet hat und ,vielleicht Tod oder in einem besseren Land‘ hat, wird sich immer für Antwort B entscheiden. Das würden wohl die meisten von uns so machen.
    Aber genau diese gefährliche Flucht sollte so kurz wie möglich sein. So dass nichts passieren kann. Denn nicht nur der Seetod ist eine Gefahr. Auch Sklaverei, Zwangsprostitution und schießwütigen Grenzsoldaten wie zum Beispiel in der Türkei gefährden das Wohl der Menschen.

    Info: Hier sind alle unsere Beiträge zum Thema.

     

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    2 Kommentare

    1. Die Ausreden der AfD werden täglich unglaubwürdiger und schlechter.
      Wenn ein Artikel 5 Tage auf dem Profil erscheint, dann sehen das zumindest die Anhänger. Ergo beweist die lange Verfügbarkeit, dass dies keiner innerhalb der Gefolgschaft abstoßend oder sonst wie daneben empfand. Einen besseren Nachweis, dass die Partei als auch seinen Anhänger wirklich solche Gedankengänge haben, gibt es wohl kaum.

    2. Kommentare und Seiten sperren hin oder her – die AfD ist und bleibt ein rechtsextremer Verein, dem so viele wie blinde Schafe nachlaufen. Es gab diese Situation schon einmal. Hinterher will wieder keiner davon gewußt haben. Angst und bange kann einem werden!

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