Amok-Drohungen: Täter weiter unbekannt

Ermittlungen laufen / Staatsanwalt Grundke: "Bin skeptisch"

Die Polizei hat noch keine heiße Spur zu den Absendern der Drohmails in  Freudenstadt und Schramberg.

Ende November und Anfang Dezember hatten Unbekannte in Schramberg und Freudenstadt mit Mails an Schulen für aufsehenerregende Polizeieinsätze gesorgt. In Freudenstadt hatte ein Unbekannter schwere Vorwürfe gegen einen Lehrer  an einer Berufsschule erhoben, die sich „als völlig unbegründet“ erwiesen, so die Polizei.

“Es ist noch kein Täter ermittelt“, so der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Rottweil, Frank Grundke. Es sei auch nicht absehbar, ob die Polizei erfolgreich sein werde. Im Fall der Freudenstädter Mails habe die Polizei schon etliche Vernehmungen durchgeführt.

Rechtliche Einschränkungen

Das Problem sei, dass die Ermittlungsbehörden nicht leicht nachvollziehen könnten, von welchem Rechner aus die Mails versandt wurden. Neben technischen Problemen gäbe es auch „rechtliche Einschränkungen“, so Grundke. Im Freudenstadter Fall gäbe es „Spekulationen, aber keinen Nachweis“.

In Schramberg liefen die Ermittlungen ebenfalls weiter. Hier sei  nur gesichert, dass die Mail „aus dem Ausland“ stamme. Er sei „sehr skeptisch“, was einen Ermittlungserfolg angehe: „Es sieht eher schlecht aus“, so Grundke.

Der Großeinsatz von Polizei, Spezialeinsatzkräften, Rotem Kreuz, Feuerwehr und vielen anderen Kräften in Schramberg am 28. November hatte sehr viel Geld gekostet. Das würde man dem Übeltäter  gerne in Rechnung stellen.

 

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