Teurer Einsatz: Polizeibeamtin während der Evakuierung des Schramberger Gymnasiums am 28. November. Foto: him

Die Poli­zei hat noch kei­ne hei­ße Spur zu den Absen­dern der Droh­mails in  Freu­den­stadt und Schram­berg.

Ende Novem­ber und Anfang Dezem­ber hat­ten Unbe­kann­te in Schram­berg und Freu­den­stadt mit Mails an Schu­len für auf­se­hen­er­re­gen­de Poli­zei­ein­sät­ze gesorgt. In Freu­den­stadt hat­te ein Unbe­kann­ter schwe­re Vor­wür­fe gegen einen Leh­rer  an einer Berufs­schu­le erho­ben, die sich „als völ­lig unbe­grün­det“ erwie­sen, so die Poli­zei.

Es ist noch kein Täter ermit­telt“, so der Spre­cher der zustän­di­gen Staats­an­walt­schaft Rott­weil, Frank Grund­ke. Es sei auch nicht abseh­bar, ob die Poli­zei erfolg­reich sein wer­de. Im Fall der Freu­den­städ­ter Mails habe die Poli­zei schon etli­che Ver­neh­mun­gen durch­ge­führt.

Rechtliche Einschränkungen

Das Pro­blem sei, dass die Ermitt­lungs­be­hör­den nicht leicht nach­voll­zie­hen könn­ten, von wel­chem Rech­ner aus die Mails ver­sandt wur­den. Neben tech­ni­schen Pro­ble­men gäbe es auch „recht­li­che Ein­schrän­kun­gen“, so Grund­ke. Im Freu­den­stadter Fall gäbe es „Spe­ku­la­tio­nen, aber kei­nen Nach­weis“.

In Schram­berg lie­fen die Ermitt­lun­gen eben­falls wei­ter. Hier sei  nur gesi­chert, dass die Mail „aus dem Aus­land“ stam­me. Er sei „sehr skep­tisch“, was einen Ermitt­lungs­er­folg ange­he: „Es sieht eher schlecht aus“, so Grund­ke.

Der Groß­ein­satz von Poli­zei, Spe­zi­al­ein­satz­kräf­ten, Rotem Kreuz, Feu­er­wehr und vie­len ande­ren Kräf­ten in Schram­berg am 28. Novem­ber hat­te sehr viel Geld gekos­tet. Das wür­de man dem Übel­tä­ter  ger­ne in Rech­nung stel­len.