Organspendeausweis. Foto: AOK

REGION (pm) – Bei der Jah­res­ab­schluss­sit­zung des AOK-Bezirks­rats gab es einen his­to­ri­schen Rekord zu wür­di­gen: Mit einem Ver­si­cher­ten­stand von aktu­ell über 252.000 Men­schen wur­de im ablau­fen­den Jahr die Vier­tel­mil­lion­gren­ze in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg über­schrit­ten. Über dei Tagung berich­tet die AOK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Die AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg befin­det sich seit vie­len Jah­ren auf einem sta­bi­len Wachs­tums­kurs. Allein im Jahr 2017 ist die AOK bis­lang um 7300 Men­schen gewach­sen, das ist eben­falls der Höchst­wert im Ver­gleichs­zeit­raum der ver­gan­ge­nen Jah­re“, bewer­te­te Oli­ver Böh­me, alter­nie­ren­der Vor­sit­zen­der des AOK-Bezirks­rats von der Ver­si­cher­ten­sei­te, die Ent­wick­lung.

(Von links): Oli­ver Böh­me, alter­nie­ren­der Bezirks­rats­vor­sit­zen­der von der Ver­si­cher­ten­sei­te, Roland Eck­hardt, alter­nie­ren­der Bezirks­rats­vor­sit­zen­der von der Arbeit­ge­ber­sei­te, Harald Ret­ten­mai­er, stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und Klaus Herr­mann, Geschäfts­füh­rer der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Foto: AOK

Im Rück­gang begrif­fen ist dage­gen die Anzahl der Organ­spen­der in Deutsch­land. Zu die­sem The­ma hat der Bezirks­rat als exter­nen Exper­ten Dr. med. Rama­zan Celik zur Sit­zung ein­ge­la­den. Der Medi­zi­ner ist Funk­ti­ons­ober­arzt in der Abtei­lung Anäs­the­sie und Inten­siv­me­di­zin am Kli­ni­kum Land­kreis Tutt­lin­gen und der dor­ti­ge Trans­plan­ta­ti­ons­be­auf­trag­te.

Im ver­gan­ge­nen Jahr gab es laut Deut­scher Stif­tung Organ­trans­plan­ta­ti­on in Baden-Würt­tem­berg ledig­lich 97 Organ­spen­der, in ganz Deutsch­land waren es 857 Spen­der. Ihnen gegen­über stan­den deutsch­land­weit 10.128 Men­schen auf der War­te­lis­te für ein Organ. Im Süd­wes­ten ging ähn­lich wie im Bun­des­trend die Organ­spen­de­quo­te zurück: von 2007 bis 2015 um 19,8 Pro­zent. Als einen der Grün­de mach­te Dr. Celik neben dem gerin­gen Auf­klä­rungs­grad in der Bevöl­ke­rung zum The­ma Organ­spen­de die zurück­lie­gen­den Mani­pu­la­tio­nen bei Pati­en­ten­da­ten auf der War­te­lis­te an ver­ein­zel­ten Kli­ni­ken aus. Inzwi­schen lie­ge Deutsch­land bei Organ­spen­den auf dem vor­letz­ten Platz in Euro­pa.

Wir wol­len, dass sich die Men­schen mit der Fra­ge einer Organ­spen­de beschäf­ti­gen kön­nen und ihre ganz per­sön­li­che Ent­schei­dung dafür oder dage­gen tref­fen“, mein­te Roland Eck­hardt, alter­nie­ren­der Bezirks­rats­vor­sit­zen­der von der Arbeit­ge­ber­sei­te. „Sei­ne Ent­schei­dung für oder gegen eine Spen­de hält man am bes­ten in einem Organ­spen­de­aus­weis fest. Damit erspart man auch sei­nen Ange­hö­ri­gen, die­se Ent­schei­dung im Sin­ne des Ver­stor­be­nen in einer sehr schwie­ri­gen Situa­ti­on tref­fen zu müs­sen.“

Die AOK wirkt dem Trend mit Infor­ma­ti­ons­maß­nah­men ent­ge­gen. So erhiel­ten nun alle Ver­si­cher­ten einen Blan­ko-Organ­spen­de­aus­weis sowie Infor­ma­tio­nen zum The­ma. „Man kann sich auf unse­ren AOK-Kun­den­Cen­tern einen Infofly­er mit Organ­spen­de­aus­weis direkt abho­len“, so Klaus Herr­mann, Geschäfts­füh­rer der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Er selbst habe wie ande­re die Ent­schei­dung bereits für sich getrof­fen und tra­ge einen Organ­spen­de­aus­weis.

 

Info:

Unter www.aok-bw.de/organspende ist neben all­ge­mei­nen Infor­ma­tio­nen zum The­ma Organ­spen­de auch eine Online-Ent­schei­dungs­hil­fe abruf­bar. Für Fra­gen zu die­sem The­ma hat die AOK eine kos­ten­lo­se 24-h-Hot­line ein­ge­rich­tet: 0800 10 50 501.