Arbeitslosen-Quote steigt um drei Zehntel auf 2,7 Prozent

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„Schul- und Betriebsferien und das Ende von schulischen und betrieblichen Ausbildungsgängen beeinflussten im August das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg deutlich. Bei jetzt 7.490 Arbeitslosen –  670 mehr als Ende Juli – stieg daher die Arbeitslosenquote um drei Zehntel auf 2,7 Prozent“, sagt Erika Faust, Leiterin der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen, im jüngsten Arbeitsmarktbericht.

Im Vergleich zum Vorjahr waren im August 820 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug vor Jahresfrist 3,0 Prozent. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg stieg die Quote gegenüber Juli 2018 um zwei Zehntel auf aktuell 3,3 Prozent.

Eine deutliche Zunahme gab es bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren im Vergleich mit dem Juli. Deren Zahl stieg um 230 oder 27,5 Pro-zent auf jetzt wieder 1.055 Personen. „Um diese jungen Frauen und Männer werden wir uns intensiv kümmern“, erläutert Faust. „Unser Ziel ist, möglichst vielen von ihnen einen raschen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu er-möglichen. Schließlich sind dies gut ausgebildete junge Leute, die in der Regel als Fachkräfte am Markt gefragt sind und nur eine relativ kurze Zeit der Arbeitslosigkeit zwischen zwei Beschäftigungen überbrücken müssen. Das sollte unter den derzeitigen konjunkturellen Bedingungen in der Region auch gelingen. Derzeit werden die meisten Verträge für den September – also für die Zeit nach den Betriebsferien abgeschlossen“, so Faust zuversichtlich.

„1470 Zugänge an offenen Stellen – zwar fast 820 weniger als im Juli – zeigen dennoch, dass trotz der Betriebsferien weiter Personalbedarf besteht“, beobachtet Faust und hebt hervor: „Im Stellenbestand von derzeit rund 7.260 Angeboten fällt ein Bereich besonders ins Auge: Allein in den Fertigungsberufen sind dem Arbeitgeber-Service derzeit 3380 Stellenangebote bekannt sowie 1020 für Verkehrs- und Logistikberufe, 980 für Kaufleute und 740 für Gesundheits- und Pflegeberufe.“

2915 Personen meldeten sich im Laufe des Monats neu oder erneut arbeitslos, 420 mehr als im Juli. Davon kamen 1105 direkt aus Erwerbstätigkeit. 2235 Männer und Frauen konnten sich im Gegenzug aus der Arbeitslosigkeit abmelden, 760 von ihnen in Arbeit sowie weitere 415 in Ausbildung oder Qualifizierung.

Im Landkreis Tuttlingen wurden im August 2075 Arbeitslose gezählt, 155 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um zwei Zehntel auf 2,6 Prozent. Im Kreis Rottweil erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 285 auf 1920. Die Quote stieg hier um vier Zehntel auf 2,4 Prozent. Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es mit plus 235 auf 3490 ebenfalls einen An-stieg bei den Arbeitslosen. Die Quote liegt dort mit aktuell 2,9 Prozent um zwei Zehntel höher als im Vormonat.

3630 Arbeitslose zählten im August zu den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Das waren 210 mehr als im Juli aber 480 weniger als vor zwölf Monaten.

 

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