REGION (pm) – Der Ausbau der Bundesstraßen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg lohnt sich. Jeder in die Straßeninfrastruktur investierte Euro generiert einen durchschnittlichen Nutzen in Höhe von 5,70 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die aktualisierte, dritte verkehrswissenschaftliche Untersuchung, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg in Auftrag gegeben haben und über den es in einer Pressemitteilung weiter heißt.

Untersucht wurden alle Ausbauvorhaben in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, die im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 berücksichtigt wurden und die seit der Verabschiedung der Ausbaugesetze Ende des Jahres 2016 offiziell im „Vordringlichen Bedarf“ gelistet sind. Das Ziel der Untersuchung war es, eine aktuelle Beurteilung der Straßenausbauvorhaben unter gesamtwirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten vorzunehmen. Ebenfalls bewertet wurden Kriterien wie Verkehrssicherheit und Umweltbelastungen. All diese Aspekte wird das Land Baden-Württemberg bei der Festlegung im Herbst 2017 berücksichtigen, welche Ausbauvorhaben zuerst geplant und gebaut werden.

Gutachter Prof. Dr. Wolfgang Schulz vom Lehrstuhl für Mobilität, Handel und Logistik an der Zeppelin Universität Friedrichshafen war bereits an der ersten Studie aus dem Jahr 2003 involviert. Er kommt zu dem Fazit, dass die Einstufung aller Bauprojekte in den Vordringlichen Bedarf mehr als gerechtfertigt sei. In der Tendenz unterschätze die veränderte Bewertungsmethodik des neuen Bundesverkehrswegeplanes sogar den gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Eine weitere Erkenntnis: Je schneller die Projekte umgesetzt würden, desto höher sei der gesamtwirtschaftliche Nutzen.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez: „Das aktualisierte Gutachten bestätigt unseren kontinuierlichen Einsatz für eine bedarfsgerechte Straßeninfrastruktur. Eine gute und schnelle Erreichbarkeit erhöht die Produktivität der ansässigen Wirtschaft und ist unabdingbare Voraussetzung, um Wachstum und Beschäftigung in der Region zu sichern. Das aktualisierte Gutachten ist eine fundierte Gesprächsgrundlage für den engen Austausch mit dem Land Baden-Württemberg und den Planungsbehörden, damit sämtliche Projekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen nun schnellstmöglich bis zur Baureife geplant werden. Die angekündigte Aufstockung der Planungskapazitäten ist das richtige Signal. Offene Fragen im Rahmen der geplanten Infrastrukturgesellschaft dürfen aber keine Ausrede für weitere Verzögerungen sein.“

Jürgen Guse, Vorsitzender des Regionalverbandes: „Die untersuchten Bundesstraßen in der Region übernehmen für die Bevölkerung und für den Güterverkehr wichtige regionale und überregionale Zubringer- bzw. Erschließungsfunktionen. Mit den Ausbaumaßnahmen können viele Verkehre aus stark belasteten Ortslagen herausgehalten und Anwohner von Lärm- und Schadstoffemissionen geschützt werden. Das aktualisierte Gutachten belegt, dass sich Investitionen in unser Bundesstraßennetz lohnen. Jetzt müssen die Planungsaktivitäten verstärkt werden, damit auch in absehbarer Zeit möglichst viele finale Baufreigaben erteilt werden können.“

Die dritte verkehrswissenschaftliche Untersuchung von IHK und Regionalverband zum „Ausbau der Straßeninfrastruktur in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“ ist ab sofort auf der IHK-Webseite unter www.schwarzwald-baar-heuberg.ihk.dein der Rubrik Verkehr abrufbar und kann in gedruckter Fassung bei IHK-Projektleiter Martin Schmidt unter Telefon: 07721 922-207, E-Mail: martin.schmidt@vs.ihk.de angefordert werden.