Grafik: Agentur für Arbeit

ROTTWEIL – Auf dem Arbeits­markt in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg brach­te der April erneut einen Rück­gang der Arbeits­lo­sen – trotz vor­an gegan­ge­nem Quar­tals­en­de als Kün­di­gungs­ter­min.

Im Berichts­zeit­raum gab es auch wie­der kräf­ti­ge Bewe­gun­gen: Es mel­de­ten sich 2735 Män­ner und Frau­en erst­mals oder erneut arbeits­los, mehr als 1050 unmit­tel­bar aus vor­he­ri­ger Erwerbs­tä­tig­keit. Dem stan­den 3070 Abmel­dun­gen aus der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über. Davon nah­men 1045 Män­ner und Frau­en eine Beschäf­ti­gung auf sowie 860 wei­te­re eine Aus­bil­dung oder Trai­nings­maß­nah­me.

Unter dem Strich sank der Bestand an Arbeits­lo­sen gegen­über dem Vor­mo­nat um 335 auf gut 8060 Per­so­nen. Die Arbeits­lo­sen­quo­te ver­rin­ger­te sich dadurch um ein wei­te­res Zehn­tel auf jetzt 3,0 Pro­zent. Zum Ver­gleich: Im Vor­jahr waren im April über 8800 Arbeits­lo­se gezählt wor­den, fast 745 mehr als jetzt. Die Quo­te betrug in der Regi­on vor Jah­res­frist 3,3 Pro­zent.

„Der Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über dem Vor­mo­nat März ist fast zu glei­chen Tei­len auf die Ent­wick­lung im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung und in der steu­er­fi­nan­zier­ten Grund­si­che­rung zurück­zu­füh­ren“, sagt Tho­mas Daut­el, Geschäfts­füh­rer Ope­ra­tiv der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen im aktu­el­len Arbeits­markt­be­richt.

Im April mel­de­ten Betrie­be und Ver­wal­tun­gen aus der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur für Arbeit mehr als 1650 neue Stel­len­an­ge­bo­te zur Beset­zung, gleich vie­le wie im März. Der Stel­len­be­stand lag im April die­ses Jah­res bei knapp 6150 und damit um 1020 höher als vor einem Jahr.

„Die­ses Stel­len­an­ge­bot umfasst eine brei­te Palet­te an Beru­fen und Qua­li­fi­ka­tio­nen – vor allem Fach­kräf­te mit Fer­ti­gungs­be­ru­fen sind gefragt. Allein für die­se Fach­kräf­te haben wir 2.860 Ange­bo­te aus der Regi­on. Wei­ter­hin gesucht sind aber auch Bewer­ber mit Gesund­heits- und Sozi­al­be­ru­fen – für sie gibt es der­zeit 615 Stel­len. Für Män­ner und Frau­en mit kauf­män­ni­schen und Büro­be­ru­fen kann der Arbeit­ge­ber-Ser­vice 780 Arbeits­plät­ze anbie­ten. Nicht zuletzt steht Bewer­bern mit Beru­fen aus den Berei­chen Lager, Ver­kehr und Logis­tik ein Ange­bot von 970 Stel­len zur Ver­fü­gung“, beschreibt Daut­el die Lage.

Im Land­kreis Tutt­lin­gen wur­den im April 2210 Arbeits­lo­se gezählt, 25 weni­ger als im Vor­mo­nat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te sank um ein Zehn­tel auf 2,8 Pro­zent. Im Kreis Rott­weil nahm die Zahl der Arbeits­lo­sen um 140 auf 2105 ab. Hier sank die Quo­te um zwei Zehn­tel auf 2,7 Pro­zent. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis gab es mit minus 170 auf 3750 Arbeits­lo­se eben­falls einen leich­ten Rück­gang, die Quo­te sank um zwei Zehn­tel 3,2 Pro­zent.

Knapp 4060 Arbeits­lo­se zähl­ten im April zu den erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten nach dem zwei­ten Sozi­al­ge­setz­buch (SGB II), 140 weni­ger als im März und sogar 545 weni­ger als im April des Vor­jah­res.