Bezirkstagung der Senioren-Union mit Dr. Andreas Schwab

Der christdemokratische Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab bei der Senioren-Union des Bezirks in Rottweil: mit (von links) Roland Ströbele, Karl-Heinz Glowalla und Eberhard Niethammer. Foto: King

ROTTWEIL – „Euro­pa muss welt­po­li­tik­fä­hig wer­den. Und in die­ser tur­bu­len­ten, so unüber­sicht­lich gewor­de­nen Welt erwar­ten die Men­schen von uns, dass wir in einer sta­bi­len Euro­päi­schen Uni­on  Lösun­gen her­bei­füh­ren,“ sag­te der süd­ba­di­sche CDU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Dr. Andre­as Schwab bei einer Bezirks­ta­gung der Senio­ren-Uni­on in Rott­weil, der Stadt, in der er gebo­ren wur­de und auf­ge­wach­sen ist.

In der Bil­dungs­aka­de­mie hat­te Karl-Heinz Glow­al­la, der Vor­sit­zen­de der   Senio­ren-Uni­on im  Kreis Rott­weil den geeig­ne­ten Tagungs­ort her­aus­ge­sucht: denn alle, die dabei sein konn­ten, kamen mit deut­lich mehr nach­voll­zieh­ba­rem und pro­fun­dem Wis­sen aus einer Ver­an­stal­tung, in der der 45-jäh­ri­ge Euro­pa­po­li­ti­ker kein Blatt vor den Mund nahm.

Viel­mehr drängt er dar­auf, dass end­lich gehan­delt wird, „dass die Leu­te spü­ren und erle­ben, dass nicht nur gere­det wird, son­dern dass wir in Euro­pa eine gemein­sa­me Asyl­po­li­tik machen, bei der es gerecht zugeht: schnel­les, zügi­ges Ent­schei­den und Abschie­ben, wo kein Asyl­grund vor­liegt.“ Bei aller Kom­pli­ziert­heit und jeweils unter­schied­li­cher Vor­stel­lun­gen in den ein­zel­nen Län­dern der EU und dem Zwang zur Ein­stim­mig­keit sei es ein guter und hoff­nungs­vol­ler Impuls, mit dem Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker in sei­ner letz­ten gro­ßen Rede sei­ner Amts­zeit vor weni­gen Tagen die Not­wen­dig­keit der Grenz­si­che­rung am Mit­tel­meer betont habe.

Dar­aus haben dann alle wei­te­ren Maß­nah­men zu fol­gen: „Wir müs­sen kon­kret wer­den. Viel zu lan­ge ist zu wenig gesche­hen‘“, ener­gisch und mit aller Über­zeu­gungs­kraft beschrieb Dr. Schwab sei­ne Visi­on  eines gemein­sa­men Vor­ge­hens. In dem wich­ti­gen Bereich und bei vie­len wei­te­ren The­men: bei denen jeweils die Vor­ga­be lau­tet, „dass wir in einer Welt sind, in der das Recht die Macht hat und nicht umge­kehrt.“ Dies gilt für ihn auch im Ver­hält­nis zu Russ­land: „Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass der Kern­ge­dan­ke der frei­en Welt­ord­nung, der Demo­kra­tie und der Selbst­be­stim­mung in Fra­ge gestellt  wird.“

Ein­ge­bet­tet in dem staats- und völ­ker­recht­li­chen Ver­ständ­nis als der Grund­la­ge sei­nes Den­kens und Han­delns, bei dem er auch das ganz beson­de­re Ver­hält­nis zur Schweiz  (er gehört im Euro­päi­schen Par­la­ment auch der Dele­ga­ti­on für die Bezie­hung zu den Eid­ge­nos­sen an) beleuch­te­te der Jurist die ganz kon­kre­te Poli­tik, die für jeden sicht- und spür­bar wer­den müs­se: „Wir wol­len auch kei­ne Pul­ver­fäs­ser mehr in unse­rer Nach­bar­schaft mehr.“ Und, ganz aktu­ell, mit Bezug auf die Prä­sen­ta­ti­on der bei­den im rus­si­schen Fern­se­hen prä­sen­tier­ten „Eng­land­tou­ris­ten“: Was uns da gebo­ten wer­de, sei intel­lek­tu­ell zu dürf­tig“, als dass wir uns damit auch nur beschäf­ti­gen müs­sen.“ Also: „Wir las­sen uns nicht an der Nase her­um­füh­ren.“

Was dage­gen not­tue, sei seri­ös mit­ein­an­der umzu­ge­hen. Und so gel­te in allen  Berei­chen: mit Wahr­heit und Klar­heit und mit Ver­stand und Ratio Poli­tik zu betrei­ben, „aber ganz sicher auch mit Gefühl und mit Herz und in der Freu­de dar­über, dass wir in Euro­pa seit Jahr­zehn­ten im Frie­den leben“, bekräf­tig­te Andre­as Schwab einen Bei­trag eines Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer der sehr gut besuch­ten Ver­an­stal­tung.

Denn wenn selbst in einem nicht klei­nen Tagungs­raum noch Stüh­le und Tische her­bei­ge­bracht wer­den muss­ten, dann zeigt dies nicht nur dem gast­ge­ben­den SU-Kreis­vor­sit­zen­den Karl-Heinz Glow­al­la und sei­nem Tutt­lin­ger Kol­le­gen Roland Strö­be­le sowie dem Bezirks­vor­sit­zen­den Eber­hard Nietham­mer, wie sehr die Zukunft von Euro­pa und einer Euro­päi­schen Uni­on in dem so unru­hi­gen Umfeld, den Men­schen wich­tig ist.  Und das ganz beson­ders gut ein hal­bes Jahr vor der nächs­ten Euro­pa­wahl. Mit bes­ten Wün­schen an Andre­as Schwab, „der uns und unse­re Regi­on in Brüs­sel und in Straß­burg bes­tens und mit gro­ßem Ein­satz ver­tritt”, wie Karl-Heinz Glow­al­la fest­stell­te.