FREIBURG/BLUMBERG (pm) – Das Regie­rungs­prä­si­di­um (RP) Frei­burg hat als Höhe­re Natur­schutz­be­hör­de den Bahn­be­trie­ben Blum­berg eine ein­ma­li­ge Fahrt durch den Tun­nel am Ach­dor­fer Weg wäh­rend des bestehen­den Win­ter­fahr­ver­bots auf der Sau­schwänz­le­bahn geneh­migt.

Hin­ter­grund ist lei­ne Über­füh­rung einer his­to­ri­schen Die­sel­lok aus dem Jahr 1939, die in einer Werk­statt auf­ge­ar­bei­tet wur­de und nun in das Betriebs­werk nach Blum­berg-Füt­zen gebracht wer­den muss, da es in Blum­berg-Zoll­haus kei­ne Unter­stell­mög­lich­keit gibt, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der Behör­de.

Das einst­wei­li­ge Win­ter­fahr­ver­bot für die Sau­schwänz­le­bahn war erst Anfang Novem­ber 2017 vom Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Mann­heim auf den Tun­nel am Ach­dor­fer Weg aus­ge­wei­tet wor­den, nach­dem das Regie­rungs­prä­si­di­um in einem Gut­ach­ten nach­ge­wie­sen hat­te, dass sich auch dort eine erheb­li­che Anzahl streng geschütz­ter Fle­der­mäu­se ange­sie­delt hat­te (wir berich­te­ten).

Auf einen kürz­lich gestell­ten Antrag der Bahn­be­trie­be Blum­berg hin konn­ten die Natur­schutz­ex­per­tin­nen und -exper­ten des Regie­rungs­prä­si­di­ums nun den­noch unter Auf­la­gen eine Aus­nah­me zulas­sen. Die Die­sel­lok muss in das Bahn­be­triebs­werk nach Blum­berg-Füt­zen über­führt wer­den, weil sie ansons­ten Gefahr läuft, Scha­den zu neh­men. Die erfor­der­li­che Über­füh­rung kann nach Mei­nung des RP mit maxi­mal Tem­po 30 und ohne Motor­leis­tung durch den Tun­nel rol­lend erfol­gen, wie es die Bahn­be­trie­be vor­ge­schla­gen haben.

Der Tun­nel am Ach­dor­fer Weg sei zwar bereits durch Fle­der­mäu­se besie­delt, eine „ein­ma­li­ge Fahrt unter den im Antrag genann­ten Mini­mie­rungs­maß­nah­men“ aber nach Anga­ben des Regie­rungs­prä­si­di­ums „noch ver­tret­bar“. Die Über­füh­rung soll nach Emp­feh­lung der Behör­de am bes­ten noch in die­sem Jahr statt­fin­den, bevor stren­ger Frost ein­setzt und von den Exper­tin­nen und Exper­ten des RP beglei­tet wer­den.