ROTTWEIL – STUTTGART  (him) – Geduld war ange­sagt am Mon­tag­früh auf der Gäu­bahn­stre­cke zwi­schen Rott­weil und Stutt­gart. Ab kurz vor sechs ging in bei­den Rich­tun­gen gar nichts mehr. Seit 10 Uhr rol­len die Züge wie­der, so ein Bahn­spre­cher vor weni­gen Minu­ten.

Zunächst stopp­te um 5.50 Uhr bei  Epfen­dorf ein „Not­arzt­ein­satz am Gleis“ den gesam­ten Zug­ver­kehr. Laut eines Bahn­spre­chers war es nicht mög­lich, einen Buser­satz­ver­kehr zwi­schen Rott­weil und Obern­dorf anzu­bie­ten, da kein Bus­fah­rer ver­füg­bar war. Um 7.30 Uhr war die Stre­cke bei Epfen­dorf wie­der frei.

Kaum roll­ten die Züge wie­der, mel­de­te die Bahn um 7.40 Uhr einen Ober­lei­tungs­scha­den zwi­schen Gärtrin­gen und Böb­lin­gen. Der Turm­trieb­wa­gen sei auf der Stre­cke, um den Scha­den zu besei­ti­gen. Offen sei, ob ein Baum oder eine Plas­tik­tü­te sich in der Ober­lei­tung ver­fan­gen habe. Sicher sei nur, dass alle Züge  auf der Gäu­bahn erheb­lich ver­spä­tet in bei­den Rich­tun­gen unter­wegs sein wer­den, bedau­ert der Spre­cher.

Stofffetzen bremst die Züge aus

Die Ursa­che für den Stopp bei Gärtrin­gen war ein gro­ßer Stoff­fet­zen, der sich in der Ober­lei­tung ver­fan­gen hat­te, so der Spre­cher auf Nach­fra­ge der NRWZ. „Wenn ein Zug da rein gefah­ren wäre, hät­te die Gefahr bestan­den, dass er die Ober­lei­tung her­un­ter­reißt. Dann wäre der Scha­den noch viel grö­ßer gewe­sen und es hät­te noch län­ger gedau­ert.”

Kurz vor 10 Uhr sei ein Pro­be­zug mit lang­sa­mer Geschwin­dig­keit über die Stre­cke gefah­ren. Nach 10 Uhr habe die Bahn die Stre­cke wie­der frei gege­ben. Bis die Züge wie­der regu­lär nach Fahr­plan fah­ren, wer­de aber noch eini­ge Zeit ver­ge­hen, fürch­tet der Bahn­spre­cher.