Dunningen: Feuer in Recyclingbetrieb – Sonderabfallanlage betroffen – Zwei Verletzte

KREIS ROTTWEIL, 14. Okto­ber (gg/him) – Ein Brand in einer Nie­der­las­sung des Recy­cling­be­triebs Alba in Dun­nin­gen hat zwei Ver­letz­te gefor­dert, wie die Poli­zei inzwi­schen bestä­tigt hat. Das Feu­er war am Diens­tag­mit­tag in einem Dach­stuhl eines der Alba-Gebäu­de aus­ge­bro­chen. Es liegt direkt an der neu­en Umge­hungs­stra­ße, wes­halb es vor­über­ge­hend zu lan­gen Staus dort gekom­men ist. An der Nie­der­las­sung betreibt Alba eine Son­der­ab­fall­an­la­ge. Nach Anga­ben von Poli­zei­spre­cher Peter Mehl­er wur­den kei­ne für Mensch oder Natur schäd­li­chen Stof­fe von der Feu­er­wehr gemes­sen. Der Scha­den soll bei bis zu 80.000 Euro lie­gen.

Update 17.37 Uhr: Erst­mals: Auch der neue Dun­nin­ger Bür­ger­meis­ter, Dr. Ste­phan Krö­ger mach­te sich vor Ort ein Bild von der Lage. Dabei auch Haupt­amts­lei­ter Sieg­fried Braun. Bei­de infor­mier­ten sich bei Kreis­brand­meis­ter Mario Rumpf.

Update 17.19 Uhr: Bei den Ver­letz­ten han­delt es sich laut Poli­zei um zwei Beschäf­tig­te der Fir­ma Alba. Sie wur­den mit Ver­dacht auf Rauch­gas­ver­gif­tung ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert. Nach Anga­ben von Poli­zei­spre­cher Peter Mehl­er vom Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen beträgt der Scha­den am Gebäu­de etwa 80.000 Euro. Das Feu­er sei wohl durch Selbst­ent­zün­dung in einer Recy­cling­box ent­stan­den. Die Selbst­lösch­an­la­ge sei zwar aus­ge­löst wor­den, habe die Flam­men aber nicht löschen kön­nen. Das Feu­er habe sich dann bis unters Dach­ge­schoss aus­ge­brei­tet.

Vor Ort waren 40 Feu­er­wehr­leu­te, 13 frei­wil­li­ge Hel­fer des DRK und meh­re­re Strei­fen der Poli­zei, sowie ein Poli­zei­hub­schrau­ber im Ein­satz.

Update 15.37 Uhr: Das Feu­er ist in einem Lager für Kunst­stoff­res­te und ähn­li­che Abfäl­le ent­stan­den. Offen­bar han­delt es sich um eine Selbst­ent­zün­dung. Ein Vor­fall, der sich laut Kreis­brand­meis­ter Mario Rumpf bereits mehr­fach dort ereig­net hat. Bis­lang wur­de aber eine instal­lier­te Lösch­an­la­ge der Situa­ti­on jeweils Herr. Dies­mal soll die Anla­ge nicht aus­ge­reicht haben, wes­halb das Feu­er dra­ma­tisch an Grö­ße gewon­nen hat.

Die bei­den Ver­letz­ten sind mit Ver­dacht auf Rauch­gas­ver­gif­tung ins Kran­ken­haus in Rott­weil ein­ge­lie­fert wor­den.

Die Dun­nin­ger Umge­hungs­stra­ße war wegen des dich­ten Rauchs, der über ihr lag, kurz­fris­tig von der Poli­zei gesperrt wor­den. Es droh­ten offen­bar auch Tei­le des bren­nen­den Dach­stuhls auf die Stra­ße zu stür­zen. Außer­dem hat­te Kreis­brand­meis­ter Rumpf beob­ach­tet, dass Auto­fah­rer wegen des Bran­des Voll­brem­sun­gen hin­leg­ten, um den Brand zu beob­ach­ten.

Die Stra­ße wur­de gegen 15.40 wie­der frei­ge­ge­ben, der Ver­kehr fließt seit­her wie­der.

Update 15.26 Uhr: Im Ein­satz sind die Feu­er­weh­ren aus Dun­nin­gen und Rott­weil. Sie haben den Brand bereits unter Kon­trol­le gebracht. Die Rott­wei­ler Wehr hat­te die Hub­büh­ne im Ein­satz, so Stadt­brand­meis­ter Rai­ner Mül­ler.

Update 15.18 Uhr: Die Rauch­wol­ke lich­tet sich, berich­tet unser Mit­ar­bei­ter. Mög­li­cher­wei­se haben die Feu­er­weh­ren den Brand schon unter Kon­trol­le bekom­men.

Update 15.12 Uhr: Auf der Umge­hungs­tra­ße von Dun­nin­gen geht nichts mehr, es bil­det sich beid­sei­tig der Ein­satz­stel­le ein lan­ger Stau. Zeu­gen vor Ort raten, wie frü­her durch Dun­nin­gen zu fah­ren. Zugleich rücken wei­ter Ein­satz­kräf­te zur Unglücks­stel­le aus.

Update 15.04 Uhr: Wei­ter wer­den Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge etwa aus Rott­weil nach-alar­miert. Die Lage ist unklar.

Stand 14.51 Uhr: Die Feu­er­weh­ren der Gegend, dar­un­ter auch die Feu­er­wehr aus Rott­weil mit ihrer Dreh­lei­ter, rücken in die­sen Minu­ten zur Ein­satz­stel­le aus.