Ehemaliger Staatssekretär Ernst Burgbacher wird 70

Erfolgreicher Politiker feiert runden Geburtstag

Er war 15 Jahre lang Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen und vier Jahre Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: Ernst Burgbacher feiert am heutigen Mittwoch seinen 70. Geburtstag. Zusätzlich engagiert er sich ehrenamtlich in Spitzengremien, zuletzt als Präsident der Bundesvereinigung deutscher Orchesterverbände und im deutschen Leichtathletikverband als Vizepräsident.

Schon während seiner Studienzeit engagierte sich „D’r Ernscht“, wie er in Trossingen genannt wird, bei den Jungliberalen und trat bereits 1969 in die FDP ein. Martin Grüner, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und Wahlkreisabgeordneter, erkannte und förderte frühzeitig das politische Talent des Studienrats. So verwunderte es nicht, dass Burgbacher nicht nur Kreisvorsitzender in Tuttlingen wurde, sondern 1992 auch den FDP-Bezirksverband Südbaden übernahm. 1998 wurde er als Nachfolger Grüners in den Bundestag gewählt und stürzte sich mit großem Einsatz in die liberale Bundespolitik. Die Verbindung zur Basis hielt durch sein Kreistagsmandat aufrecht. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Landespolitikern Ernst Pfister (TUT), einem Jugendfreund, und Dieter Kleinmann (RW) führte zu einem Höhenflug der Liberalen in den beiden Landkreisen.

2002 trug der Einsatz erste Früchte. Burgbacher wurde wiedergewählt und lag bei den Erststimmen deutlich über dem Bundesergebnis der FDP. Die Bundestagsfraktion wählte ihn zum Parlamentarischen Geschäftsführer, dieses aufwendige Amt hatte er bis 2009 inne. Die gute Wahlkreisarbeit, die er neben seinem politischen Spitzenjob in der Politik leistete, brachten 12,9 Prozent und damit ein Drittel über dem Ergebnis der Bundespartei.

Dem früheren Mannschaftssportler (Handball) war der Teamgedanke immer wichtig. Mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister, seinem Trossinger Freund aus frühester Jugend und Dieter Kleinmann erreichte er viel für den Mittelstand und für die Wirtschaft und die Bürger im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Dann der Paukenschlag bei der Wahl 2009. Das gute Ergebnis der FDP mit 14,6 Prozent toppte Burgbacher mit dem bundesweit besten Zweitstimmenergebnis auf 21,6 Prozent. In Gunningen und Trossingen rüttelte er gar am Stuhl von Volker Kauder, erreichte als Spitzenwerte 38,1 und 32,9 Prozent. Im Kreis Rottweil gab’s den Spitzenplatz mit knapp 25 Prozent in Fluorn-Winzeln. Dieses Spitzenergebnis und sein hoher Einsatz für die Partei brachten ihn als Parlamentarischer Staatssekretär ins Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. 2013 gab er frühzeitig den Verzicht auf eine weitere Bundestagskandidatur bekannt.

Der Hobbymusiker – immerhin jugendlicher Stadtmeister mit der Mundharmonika in der Mundharmonika-Weltstadt Trossingen – hatte immer frühzeitig ein gutes politisches Gespür. So fordert lange vor der Umsetzung die grundgesetzliche Verankerung eines Verschuldungsverbots für Bund und Länder.

 

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