EU verklagt Deutschland wegen zu wenig Naturschutz – wie sieht es im Landkreis Rottweil aus?

EU verklagt Deutschland wegen zu wenig Naturschutz – wie sieht es im Landkreis Rottweil aus?

(Anzeige). Die Europäische Union hat Deutschland wegen zu weniger Maßnahmen für den Naturschutz verklagt. Doch wie schneidet der Landkreis Rottweil ab? „Nicht schlecht, aber es gibt Einiges zu tun“, meint Sonja Rajsp, Grüne Landtagskandidatin bei den Wahlen in drei Wochen.

Baden-Württemberg ist dank seines Biodiversitätsschutzgesetzes bundesweiter Vorreiter, wenn es um Naturschutz geht. Und der Landkreis Rottweil, eingebettet zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, ist zusätzlich eine UNESCO-Modellregion für nachhaltige Entwicklung. Das Land hat sich ambitionierte Ziele gesetzt. Und die können nur erreicht werden, wenn in Zukunft Landwirtschaft und Naturschutz mehr zusammen gedacht werden, so Rajsp. Ihre volle Stellungnahme finden Sie auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/sonjarajsp und ihrem Instagram Account www.instagram.com/sonjarajsp.

Landwirtschaft und Naturschutz

Als Kandidatin für den Landkreis Rottweil ist die Entwicklung des Ländlichen Raums natürlich eines von Rajsps Hauptthemen. „Und zu dem gehören gerade bei uns eben die Landwirtschaft und unsere schöne Natur gleichermaßen.“ In der Tat besteht der Kreis Rottweil zu fast gleichen Anteilen aus Wald- (42,9%) und Landwirtschaftsfläche (42,6 %).  Doch gerade einmal 0,57 % des Landkreis Rottweils stehen unter Naturschutz. Rajsp arbeitete als Grünes Vorstandsmitglied am Wahlprogramm mit zu den Aspekten Landwirtschaft, ländlicher Raum, Verbraucherschutz, Wald und Wein, Tierschutz und Tourismus und war über drei Jahre lang Sprecherin der Grünen Landesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und Ländlicher Raum. „Ich weiß, dass es ein schmaler Grat ist, eine gute Lösung für beide Seiten, Landwirt*innen und Naturschützer*innen, zu finden. Doch ich bin fest davon überzeugt, es ist möglich.“ Auch lokale Initiativen wie die „Ackernative Solidarische Landwirtschaft“ in Hardt, wo Rajsp Vorständin ist, zeigten dies.

Wirtschaft und Nachhaltigkeit

Überhaupt steht die Wahl-Lauterbacherin für das Miteinander und nicht Gegeneinander wichtiger Aspekte und von Politik und Bürger*innen. Sie ist selbständig, „deshalb weiß ich, was es heißt, wenn die Internetverbindung schlecht ist.“ Aber wenn endlich Vollgas bei der Digitalisierung gegeben werde, ist die Diplom Betriebswirtin vom Wirtschaftsstandort Landkreis Rottweil überzeugt. „Wir verbinden traditionelle Unternehmen mit innovativen High-Tech-Firmen.“ Und sie ist sicher, dass auch hier Ökonomie und Ökologie langfristig zusammengebracht werden kann. „Die Energiewende zum Beispiel bringt auch neue Arbeitsplätze,“ so Rajsp.

Mobilität und Klima

Außerdem setzt die Politikerin auf durchdachte Mobilitätskonzepte. Denn als Mutter von drei Kindern weiß sie, dass „Taxi Mama oft das einzige Fortbewegungsmittel ist, wenn keine Busse fahren.“ Unter anderem bringt sie sich deshalb für durchdachte ÖPNV-Verbindungen auf dem Land und die Gäubahn als wichtige Mobilitätsachse ein. „All das hilft natürlich nicht nur den Menschen im Landkreis, sondern auch unserem Klima. Und ich sag ja immer, im Herzen ist unser Landkreis Rottweil eh grün,“ so Rajsp.

Schwäbisches, Badisches & Interkulturelles

Ein weiteres Hauptthema der Landtagskandidatin ist die Integration von Geflüchteten und Immigrant*innen. „Wir haben so viele tolle Traditionen, zum Beispiel die Fasnet. Selbst im Corona-Jahr haben es die Zünfte geschafft, Zeitungen zu füllen und innovative Formate anzubieten, das ist klasse,“ meint Rajsp. Das zeige, bewahren heißt auch verändern. Deshalb setzt sich Rajsp politisch als auch privat für ein gutes interkulturelles Zusammenleben ein. „Den Geflüchteten einen angenehmeren Start in ihr neues Leben bei uns zu ermöglichen ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Hierfür mitbegründete sie das „Netzwerk Willkommen Schramberg-Lauterbach“ und betreibt das integrative und inklusive Begegnungsrestaurant „Aladin & Frieda“ in Lauterbach, wo das Motto „Spätzle trifft Falafel“ jeden Tag gelebt wird.

Alt und Jung

Zu einem guten Zusammenleben gehört auch die Gemeinschaft der Generationen. Gerade auf dem Land bedürfe es guter Unterstützungsstrukturen und kommunaler Modelle, um älteren Mitbürger*innen den Verbleib zuhause zu ermöglichen. „Pflegedienste, Sozialinstitutionen und Bürger*innen müssen gleichermaßen eingebunden werden, um unsere Dorfstrukturen auch tatsächlich fürs lebendige Zusammenleben zu nutzen.“ Selbstverständlich gehöre hierzu auch die Entwicklung und Haltung attraktiver, modernen Schulstandorte im Ländlichen Raum. Anstöße für ein gutes Zusammenleben aller gibt zum Beispiel das Landesprojekt „Quartier 2030“, welches die Landtagskandidatin in ihrem Wahlkreis weiterdenken möchte.

Frauen und Power

Alles in allem ist Rajsp vor allem eines: eine Powerfrau mit viel Einsatz für die Menschen vor Ort. Und da ist es ein schöner Zufall, dass gerade in ihrem Wahlkreis, in der Alten Kirchen in Fluorn-Winzeln, im Vorfeld des ersten regulären Grünen Parteitags 1980 eine Erklärung zur Gleichberechtigung von Mann und Frau formuliert wurde, welche letztlich zum Parteibeschluss zur Parität führte. Und tatsächlich ist Rajsp eine von nur zwei Kandidatinnen im Landkreis (neun Männer kandidieren). Deshalb müsse auch bei den Frauen mehr zusammen- als gegeneinander gedacht werden. Aus diesem Grund veranstaltet sie zum Beispiel regelmäßige überparteiliche Frauenstammtische mit starken Frauen aus dem Kreis, wie sie selber eine ist.

Weitere Themen der Landtagskandidatin und Informationen rund um den ökologisch-ökonomisch-sozialen Strukturwandel, für den sie steht, finden Sie auf ihrer Webseite www.sonja-rajsp.de, auf www.facebook.com/sonjarajsp und auf www.instagram.com/sonjarajsp

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 19. Februar 2021 von Promotion. Erschienen unter https://www.nrwz.de/region-rottweil/eu-verklagt-deutschland-wegen-zu-wenig-naturschutz-wie-sieht-es-im-landkreis-rottweil-aus/300277