Exhibitionist seit Monaten aktiv

1276
Symbolbild: privat

Im Raum Dorn­stet­ten-Aach (Kreis Freu­den­stadt) treibt sich ein Exhi­bi­tio­nist her­um. Er habe seit Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res drei­mal mit ent­blöß­tem Unter­leib vor Frau­en posiert und sich zum Teil selbst befrie­digt. Das berich­tet die Poli­zei. Die Kri­po Freu­den­stadt ermit­telt und sucht nach Zeu­gen sowie wei­te­ren Geschä­dig­ten, die bis­lang kei­ne Anzei­ge erstat­tet haben. Der Exhi­bi­tio­nist wird als etwa 60 Jah­re alter Mann mit lan­gen grau­en Haa­ren beschrie­ben.

Erst­mals trat der locken­haa­ri­ge Bart­trä­ger im September/Oktober 2018 auf einem Feld­weg zwi­schen Witt­lens­wei­ler und Aach, über dem Etten­bach, in Erschei­nung. Er über­hol­te mit sei­nem Fahr­rad eine Fuß­gän­ge­rin, blieb kurz dar­auf ste­hen, war­te­te auf die Frau und begann vor ihren Augen, sich selbst zu befrie­di­gen. Als die Betrof­fe­ne ihr Han­dy zück­te, mach­te er sich aus dem Staub. Das berich­tet die Poli­zei.

Im April 2019 soill dann eine Frau auf einer Sitz­bank am Weges­rand ober­halb des Aacher Fried­hofs geses­sen haben. Es war gegen 15.30 Uhr, als ein Rad­fah­rer an ihr vor­bei­fuhr. Nach zir­ka 100 Metern hielt der Mann an, dreh­te um und kam zu der Frau zurück. Er war unter­halb der Gür­tel­li­nie bereits ent­blößt und sprach die Betrof­fe­ne „lüs­tern” an. Sie been­de­te das Gespräch und ging weg, wor­auf sich der Rad­fah­rer in Rich­tung Witt­lens­wei­ler ent­fern­te.

Der drit­te und bis­her letz­te bekannt gewor­de­ne Fall ereig­ne­te sich am 1. Juni auf dem Weg zur All­man­dhüt­te bei Dorn­stet­ten. Kurz nach 13 Uhr über­hol­te der Unbe­kann­te mit sei­nem Fahr­rad beim Stein­bruch eine mit ihrem Kind Spa­zie­ren gehen­de Mut­ter. Er hielt dann kurz an, mus­ter­te die jun­ge Frau von oben bis unten, um gleich dar­auf wei­ter zu fah­ren.

Er soll sich auf eine etwas ent­fernt ste­hen­de Bank gesetzt und mit ent­blöß­tem Ober­kör­per und weit aus­ge­streck­ten Armen und Bei­nen auf die Spa­zier­gän­ge­rin gewar­tet haben. „Als die Frau an ihm vor­bei ging, begann er eine wol­lüs­ti­ge Anspra­che, auf die die Betrof­fe­ne nicht reagier­te”, so die Poli­zei. Wenig spä­ter über­hol­te sie der Rad­fah­rer erneut, sprach sie noch ein­mal an und fuhr danach wei­ter. In eini­ger Ent­fer­nung posier­te der Unbe­kann­te dann auf einer Sitz­bank und mani­pu­lier­te, für die Frau deut­lich sicht­bar, an sei­nem Geschlechts­teil.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei Freu­den­stadt konn­te den Täter bis­her trotz inten­si­ver Bemü­hun­gen nicht ermit­teln. Des­we­gen wer­den drin­gend Zeu­gen gesucht, die Hin­wei­se zu dem Mann geben kön­nen. Sie sucht zudem nach mög­li­chen wei­te­ren Opfern, die bis­her kei­ne Anzei­ge erstat­tet haben.

Betrof­fe­ne Frau­en wer­den gebe­ten sich eben­falls zu mel­den und die Vor­komm­nis­se nach­träg­lich anzu­zei­gen.

In den drei bekannt gewor­de­nen Fäl­len trat der Unbe­kann­te jeweils als „Rad­fah­rer” auf. Die vor­lie­gen­den Täter­be­schrei­bun­gen sind iden­tisch: etwa 60 Jah­re alt, um die 180 cm groß, Bart­trä­ger, das Haar grau, lang und lockig. Des­we­gen gehen die Ermitt­ler von ein und dem­sel­ben Täter aus. Ansprech­part­ner ist die Poli­zei Freu­den­stadt, die nach­träg­li­che Anzei­gen und Hin­wei­se unter der Ruf­num­mer 07441 536 0 ent­ge­gen­nimmt.

Diesen Beitrag teilen …