Regionaler Arbeitsmarkt: Fachkräfte dringend gesucht

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Arbeitsmarkt: Zum Stichtag Mitte Februar waren insgesamt 9002 Männer und Frauen ohne Beschäftigung, 376 Personen weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 23,5 Prozent (minus 2770 Personen). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,2 Prozent. Diese Zahlen meldete die Arbeitsagentur am Mittwochmorgen.

Die Zugänge an offenen Arbeitsstellen befinden sich laut einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit auf einem der höchsten Werte der vergangenen fünf Jahre: 2053 zu besetzenden Stellen für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wurden im Februar gemeldet. Die Meldungen von offenen Ausbildungsstellen hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls zugelegt, nachdem sie zwei Jahre in Folge rückläufig gewesen sind. 3584 Berufsausbildungsstellen sind zu besetzen, 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Zahl der Personen, die eine Lehrstelle suchen, setzte sich laut der Arbeitsagentur die rückläufige Entwicklung dagegen fort. Aktuell sind 1810 Bewerber für Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. 215 oder 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen derzeit nur 51 Bewerberinnen und Bewerber.

„Noch nie standen für junge Menschen die Chancen so gut, den eigenen Ausbildungswunsch zu verwirklichen. Wer mehr über die Möglichkeiten für den Start ins Berufsleben erfahren möchte, findet bei der Berufsberatung nicht nur Berufsideen, die zu den eigenen Stärken passen, sondern direkt auch passende Ausbildungsangebote in der Region. Dafür lohnt es sich, einen Termin zu vereinbaren – entweder an der Schule, in der Agentur für Arbeit oder online im Video-Chat“, ermutigt Sylvia Scholz, Leiterin der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen. „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist weiterhin ungebrochen hoch, da sich auch für die kommenden Jahre ein hoher Fachkräftebedarf abzeichnet.“

Woche der Ausbildung

Wie geht es nach der Schule weiter und wie findet man einen Beruf, der zu den eigenen Stärken passt? Im Rahmen der Woche der Ausbildung gibt es viele Aktionen von den Agenturen für Arbeit und ihren Netzwerkpartnern. Schülerinnen und Schüler können sich orientieren, informieren und direkt ihre Fragen an die Berufsberatung stellen. Zum Beispiel bei den Live Sessions auf YouTube am 15. und am 17. März. Weitere Informationen: www.arbeitsagentur.de/ausbildungklarmachen

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den Landkreisen

Im Landkreis Tuttlingen waren im Februar 2.675 Männer und Frauen arbeitslos, 116 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,3 Prozent gesunken. Im Kreis Rottweil ging die Zahl der Arbeitslosen um 69 auf 2.053 Personen zurück. Die Quote nahm um ein Zehntel auf 2,5 Prozent ab. Im Schwarzwald-Baar-Kreis sank die Arbeitslosigkeit ebenfalls: 191 Arbeitslose weniger als im Vormonat, insgesamt 4.274 Arbeitslose im Februar. Die Quote nahm um zwei Zehntel ab und lag bei 3,5 Prozent.

Entwicklung nach Rechtskreisen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten im Februar Personen in der Arbeitslosenversicherung und Personen in der Grundsicherung gleichermaßen: Bei den 4.678 Arbeitslosen, die von der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III) betreut wurden sank die Zahl um 190 Personen, bei Arbeitslosen, die von den Jobcentern betreut wurden sank die Zahl um 186 auf 4.324.

Stellenmarkt

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im Februar deutlich an: Unternehmen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg meldeten 2.053 neue Stellen zur Besetzung, 546 mehr als im Vormonat. Die größte Zahl an offenen Stellen im Februar nach Berufsfeldern: Metallbearbeitung: 324, Maschinenbau- und Betriebstechnik: 147, Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag: 131, Verkauf: 77, Kunststoff- und Kautschukherstellung und Verarbeitung: 75, Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege: 73 sowie Büro und Sekretariat: 65.

Kurzarbeit

Weniger Betriebe melden Kurzarbeit an: Im Februar zeigten 72 Betriebe aus dem Agenturbezirk für 475 Personen konjunkturelle Kurzarbeit an (Januar: 211 Anzeigen für 1.520 Personen). Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis August zur Verfügung: Demnach haben im August 694 Betriebe Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. Es befanden sich 3.398 Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Die Kurzarbeiter-Quote lag im August bei 1,6 Prozent.

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