Einbrecher bei der Tat. Foto: Flickr

Am Frei­tag ver­gan­ge­ner Woche haben Ein­satz­kräf­te eines Mobi­len Ein­satz­kom­man­dos (MEK) aus Frei­burg das Trei­ben von vier pro­fes­sio­nel­len Ein­bre­chern been­det. Das berich­ten die Staats­an­walt­schaft Kon­stanz und das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen in einer gemein­sa­men Mit­tei­lung.

Die vier Män­ner im Alter von 35 bis 44 Jah­ren, alle rumä­ni­sche Staat­an­ge­hö­ri­ge, konn­ten von der Spe­zi­al­ein­heit in Bad Dür­rheim und Rott­weil fest­ge­nom­men wer­den. Bereits am Sams­tag erließ eine Rich­te­rin beim Amts­ge­richt in Kon­stanz auf Antrag der Kon­stan­zer Staats­an­walt­schaft Haft­be­fehl gegen die vier mut­maß­li­chen Täter.

Die Fest­nah­me der Män­ner ist ein gro­ßer Ermitt­lungs­er­folg der ‚Beson­de­ren Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on Woh­nungs­ein­bruch­dieb­stahl‘, deren Beam­tin­nen und Beam­ten, unter Feder­füh­rung der Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on Rott­weil, sich um Woh­nungs­ein­brü­che im Prä­si­di­ums­be­reich Tutt­lin­gen küm­mern”, so Micha­el Aschen­bren­ner, Lei­ter der Abtei­lung Öffent­lich­keits­ar­beit im Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen.

Bereits im April kam es im Schwarz­wald-Baar-Kreis zu meh­re­ren Ein­brü­chen in Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser. Auch in Tübin­gen, Sin­del­fin­gen, Ehnin­gen und Heil­bronn wur­de in die­sem Zeit­raum in Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser ein­ge­bro­chen. Kri­mi­nal­tech­ni­sche Unter­su­chun­gen erga­ben, dass alle Taten von der­sel­ben Täter­schaft began­gen wor­den waren. Schließ­lich kam es im Mai zu wei­te­ren ähn­lich gela­ger­ten Ein­brü­chen im Schwarz­wald-Baar-Kreis. Den Ermitt­lern gelang es in der Fol­ge auf­grund von Zeu­gen­aus­sa­gen, gesi­cher­ten Tat­ort­spu­ren sowie inten­si­ven poli­zei­li­chen Kon­troll- und Fahn­dungs­maß­nah­men der Ban­de auf die Schli­che zu kom­men.

Anfang Juni setz­ten sich zwei der Beschul­dig­ten ins Aus­land ab. Bereits im Juli waren sie aber wie­der tat­kräf­tig am Werk und bra­chen in Woh­nun­gen in Nor­we­gen ein. Ende Juli waren die vier wie­der in Deutsch­land auf Ein­bre­cher­tour und bra­chen in Freu­den­stadt, Tros­sin­gen sowie am Boden­see in Woh­nun­gen ein. „Nach inten­si­ven Über­wa­chungs­maß­nah­men sowie beharr­li­chen Ermitt­lun­gen setz­ten die Beam­tin­nen und Beam­ten der ‚Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on Woh­nungs­ein­bruch‘ den kri­mi­nel­len Umtrie­ben der vier Beschul­dig­ten schließ­lich ein Ende”,so Poli­zist Aschen­bren­ner.

Ein Mobi­les Ein­satz­kom­man­do aus Frei­burg sei beauf­tragt wor­den, die vier fest­zu­neh­men. Die Fest­nah­men indes ver­lie­fen ohne Zwi­schen­fäl­le.

Mitt­ler­wei­le wer­den den Beschul­dig­ten min­des­tens 50 Ein­brü­che mit einem Dieb­stahls­scha­den von rund 70.000 Euro zur Last gelegt. Beson­ders hat­ten sie es auf Bar­geld und Schmuck abge­se­hen.

Wäh­rend den lang­wie­ri­gen Ermitt­lun­gen hät­ten die Rott­wei­ler Fahn­der sehr eng mit zahl­rei­chen Poli­zei­dienst­stel­len im Bun­des­ge­biet sowie auch inten­siv mit der nor­we­gi­schen Poli­zei zusam­men gear­bei­tet. Aschen­bren­ner: „Akri­bi­sche Tat­or­termitt­lun­gen, Ein­satz moderns­ter Poli­zei­tech­nik sowie die die schnel­le und enge poli­zei­li­che Zusam­men­ar­beit, auch auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne, waren ein­mal mehr die Garan­ten für erfolg­rei­che Poli­zei­ar­beit im Kampf gegen pro­fes­sio­nell und euro­pa­weit agie­ren­de Ein­bre­cher.”