Die Gäubahn. Foto: him
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Das derzeitige Betriebsprogramm der Gäubahn wechselt ab 18. August und der Bahnhof Horb wird komplett gesperrt. Hierfür ist eine Sperrung des Streckenabschnitts Eutingen <> Horb erforderlich. Der Ersatzverkehr Horb – Rottweil – Singen wird bis/von Eutingen im Gäu verlängert, dies meldet die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung.








Region Rottweil. In Eutingen im Gäu halten auch die IC Busse. In diesem Zeitraum sind auch die Züge der Kulturbahn Pforzheim – Horb – Tübingen (RB 74) betroffen. Es fährt zwischen Hochdorf und Horb sowie zwischen Horb und Eyach ein Ersatzverkehr mit Bussen. Informationen zum Ersatzverkehr der Linie RB 74.

Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn (DB) für den zweigleisigen Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen sowie für das neue elektronische Stellwerk (ESTW) in Horb schreiten voran: Die Gründungsarbeiten für Lärmschutzwände, Stützwände und Oberleitungsmasten hat die DB bereits abgeschlossen, die ersten neuen Oberleitungsmasten stehen. Im Bahnhof Horb ist das 6×36 Meter große Modulgebäude des neuen ESTW entstanden. Für die Inbetriebnahme sind im Anschluss an die Bauarbeiten intensive Prüfungen und Abnahmen erforderlich. Aufgrund eines bundesweiten Personalengpasses bei Plan- und Abnahmeprüfer:innen können diese Tests erst von Montag, 8. Januar, bis Donnerstag, 29. Februar 2024, während einer Sperrung der Bahnstrecke durchgeführt werden. Die dünne Personaldecke – hervorgerufen unter anderem durch den Fachkräftemangel – führt zu längeren Wartezeiten auf die Einsätze der Prüfer:innen.

Während der noch bis Donnerstag, 26. Oktober 2023, andauernden Sperrung setzt die DB alle für die Inbetriebnahme der neuen Anlagen erforderlichen Arbeiten um: An der Bahnstrecke zwischen Horb und Neckarhausen errichtet die DB nun das durchgehende zweite Streckengleis, erneuert das Bestandsgleis und baut neue Weichen. Es entstehen drei weitere Stützwände, mehrere Durchlässe sowie Schutzvorrichtungen an der Straßenbrücke der K4761. Die Bahn stellt die neue Oberleitungsanlage entlang des zweiten Streckengleises her und erneuert die Bestandsoberleitungen.

Für den Neubau des ESTW Horb führte die Bahn bereits umfangreiche Kabeltiefbauarbeiten aus und erstellte Kabelkanäle, Querungen und Signale. Bis Ende Oktober finden weitere Kabeltiefbauarbeiten im Bahnhof Horb am Neckar sowie entlang der Gleise Richtung Eutingen im Gäu und Eyach statt. Die DB verlegt die notwendigen Kabel und stellt die noch fehlenden Signale.

Bei der Erneuerung des Würmviadukts in Ehningen kam es in einer späten Planungsphase zu Änderungen am Entwurf, sowohl an der Bauweise der Widerlager als auch an der Position der Spannseile am Brückenüberbau. Dadurch hat sich der Umfang der durchzuführenden Arbeiten vergrößert. Trotz des Engagements aller Beteiligten ist es nicht möglich, den ursprünglichen Zeitplan einzuhalten. Die Arbeiten können während der aktuellen Sperrung der Bahnstrecke Herrenberg–Ehningen bis Samstag, 9. September 2023, nicht fertiggestellt werden. Der Abbruch der bestehenden Brücke und der Einschub des neuen Überbaus erfolgen im Januar und Februar 2024. In diesem Sommer stellt die DB den neuen, rund 100 Meter langen Brückenüberbau seitlich neben der bestehenden Brücke auf einer Stützkonstruktion her und errichtet die Widerlager der neuen Brücke. Zudem finden Arbeiten an den Lärmschutzwänden und Signalanlagen sowie Kabelarbeiten statt.

Um den Verkehr auf der Gäubahn möglichst wenig zu beeinträchtigen, bündelt die DB die neu zu planende Prüf- und Abnahmephase für den zweigleisigen Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen sowie den Einschub des Würmviadukts gezielt mit Baumaßnahmen für den Digitalen Knoten Stuttgart im Bereich Stuttgart-Vaihingen/Flughafen/Böblingen und Instandhaltungsarbeiten am Oberbau.

 

 

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3 Kommentare
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Stefan Weidle
1 Monat her

Mmmmhhhh, der gute alte „Fachkräftemangel“. Wer über den klagt, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, aus der Vergangenheit noch einen schlechten Ruf als Arbeitgeber. Vor noch nicht einmal zehn Jahren war es noch üblich, angehende Mitarbeitende von der psychologisch durchleuchteten Handschriftprobe, bis zum „Kampf im Sande der Arena“ ähnlichen „Assessment Center“ Ausleseverfahren, mit allen erdenklichen Schikanen zu piesacken. Die dabei „gewonnenen“ Arbeitsstellen, waren häufig mit aus Betriebsinteresse gratis zu leistenden Überstunden und durch Austritt aus Arbeitgeberverbänden, „moderater“ Teilhabe an den allgemeinen Lohnzuwächsen, verbunden. Die heute fehlenden „Prüfenden“, hat man sich genau vor einer Entwicklungsspanne zu einer solchen Befähigung, quasi „versaut“. Aber wie Sprachen Politik und Wirtschaftsverbände damals noch unisono? Es ist eben ein Markt und das freie Wechselspiel der Märkte führt dazu, dass für ein reichlich verfügbares Gut, bei mäßiger Nachfrage, auch nur wenig bezahlt wird. Ein knappes und begehrtes Gut, ist dafür um so teurer. Stimmt, aus der selbstgegrabenen Grube kommt Häschen nur noch raus, wenn Andere schuld sind, bspw. den Akademisierungswahn erfolgsgeiler Eltern (nachdem man ihnen 30 Jahre eingebleut hat, dass nur Bildung vor Arbeitslosigkeit schützt), oder die Faulheit einer ganzen Generation, welche sich erdreistet sich als das wahrzunehmen was sie auf dem „Markt“ ist, ein knappes und begehrtes Gut.

Schuttigbiss
1 Monat her

Bei den vielen Sperrungen steigt man wohl nicht auf die DB um ..

Lou
1 Monat her

Echt top diese DB