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Landkreis Rottweil
Dienstag, 25. Februar 2020

Gäubahnausbau kommt voran

Planfeststellungsbeschluss endlich da / Michel: Ausbau dringend

Der Vorsitzende des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn, Justizminister Guido Wolf, hat den dieser Tage ergangenen Planfeststellungsbeschluss für den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Horb-Neckarhausen begrüßt. Er  erklärt dazu laut Pressemitteilung:

„Ich bin froh, dass das Eisenbahnbundesamt das Bauvorhaben jetzt genehmigt hat, auch wenn wir auf diesen Beschluss sehr lange warten mussten. Letztlich hat sich damit ausgezahlt, dass unser Interessenverband hier über Jahre den Druck aufrechterhalten und auch Verkehrsminister Winfried Hermann dieses Projekt unterstützt hat. Wir werden den Planfeststellungsbeschluss jetzt im Einzelnen auswerten. Klar ist aber auch, dass wir jetzt umgehend eine Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund und der Bahn brauchen, damit das Projekt rasch umgesetzt werden kann“, so Wolf in einer ersten Stellungnahme.

Wolf kritisierte, dass Planung und Genehmigung für den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts nahezu zehn Jahre in Anspruch genommen haben, obwohl der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn und das Land Baden-Württemberg der DB Netz die Planungskosten vorfinanziert hatten. Die Planungen für den knapp sechs Kilometer langen Ausbauabschnitt habe damit dreimal so lange gedauert wie bei vergleichbaren anderen Projekten der DB.

Mit Blick auf den Ausbau der Gäubahn als Ganzes betont Wolf: „Wir haben jetzt ein wichtiges Etappenziel erreicht. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, dass mit den Planungen für die übrigen Ausbaumaßnahmen der Gäubahn noch nicht einmal begonnen wurde. Dabei waren diese doch schon im Bundesverkehrswegeplan 2003 enthalten und sind auch im neuen Bedarfsplan mit höchster Priorität gelistet. Auch hier werden wir nach Kräften versuchen, die Prozesse zu beschleunigen.“

Deutschland hinkt hinterher

Der Ausbau der Gäubahn war vor etlichen Jahren zwischen Deutschland und der Schweiz vereinbart worden, um eine attraktive Verbindung zwischen den Metropolen Stuttgart und Zürich sowie eine Zulaufstrecke zum inzwischen eröffneten Gotthard-Basistunnel zu schaffen. Der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn setzt sich seit vielen Jahren für die Weiterentwicklung des Verkehrsangebots auf der grenzüberschreitenden ICE-Strecke Stuttgart-Zürich („Gäubahn“) ein. 

Inzwischen hat auch Landrat Wolf-Rüdiger Michel sich zum Planfeststellungsbeschluss für den zweigleisigen Streckenausbau Horb-Neckarhausen auf der Gäubahn erfreut gezeigt: „Der Doppelspurabschnitt Horb – Neckarhausen ist dringend erforderlich. Nicht nur für die Verbesserung des Angebots zwischen Stuttgart und Singen, sondern auch mit Blick auf die grenzüberschreitenden Verkehre in die Schweiz und nach Italien.

Mit den geduldigen Anstrengungen des Interessenverbands Neckar-Gäu-Bodensee-Bahn, dem sich auch der Landkreis Rottweil angeschlossen hat und unterstützt durch Wirtschaft und Politik, sei es gelungen, dass die Gäubahn mit Blick auf eine Schieneninfrastruktur für die Zukunft weiter Fahrt aufnehmen könne, so Michel.

 

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