Gäubahn an den Hauptbahnhof und den Flughafen anschließen

Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn erneuert seine Hauptforderung

Thomas S. Bopp (Verbandsvorsitzender Verband Region Stuttgart), Justizminister Guido Wolf MdL (Vorsitzender Interessenverband Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn). Foto: pm

REGION (pm) — Der Inter­essen­ver­band Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn fordert im Zuge des Pro­jek­tes S21 den direk­ten Anschluss der Gäubahn an den Stuttgarter Flughafen. Der Inter­essen­ver­band fasste am Mon­tag, 4. Dezem­ber einen entsprechen­den Beschluss. In ein­er Pressemit­teilung heißt es weit­er:

Der Min­is­ter der Jus­tiz und für Europa, Gui­do Wolf, der Vor­sitzen­der des Inter­essen­ver­bands ist, sagte: „Die Gäubahn braucht die Streck­en­führung über den Flughafen ohne weit­eren Zeitver­lust. Das ist uns und den betrof­fe­nen Städten und Gemein­den zuge­sagt und darauf beste­hen wir. Die Gäubahn als Teil der europaweit bedeut­samen Verbindung Stuttgart-Mai­land muss direkt an den Flughafen ange­bun­den wer­den — und zwar nicht irgend­wann, son­dern zeit­nah mit der Inbe­trieb­nahme des Tief­bahn­hofs. Wenn das nicht gelingt, dro­ht die Gäubahn über Jahre abge­hängt zu wer­den. Das muss allen Beteiligten klar sein. Und das ist den lei­dgeprüften Gäubahn-Nutzern und -Anliegern nicht zumut­bar“.

Inten­sive Debat­te (von links): Gerd Hick­mann (Abteilungsleit­er Öffentlich­er Verkehr im Verkehrsmin­is­teri­um BW), Sven Hantel (Konz­ern­bevollmächtigter für das Land Baden-Würt­tem­berg, Deutsche Bahn AG), Dr. Kris­t­ian Wei­land (Großpro­jek­te Süd­west, DB Netz AG), Dr. Flo­ri­an Bitzer (DB Pro­jekt Stuttgart-Ulm GmbH), Thomas S. Bopp (Ver­bandsvor­sitzen­der Ver­band Region Stuttgart), Jus­tizmin­is­ter Gui­do Wolf MdL (Vor­sitzen­der Inter­essen­ver­band Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn) und Rain­er Kauf­mann (Geschäfts­führer Inter­essen­ver­band Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn). Foto: pm

Der Beschluss im Wort­laut:

Angesichts der bekan­nten Fak­ten und mit Blick auf mögliche Entwick­lun­gen fordert der Inter­essen­ver­band Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn die am Pro­jekt S21 Beteiligten auf, alles zu unternehmen, damit die Führung der  Gäubahnzüge über Flughafen und Messezeit­gle­ich oder zumin­d­est sehr zeit­nah mit der Inbe­trieb­nahme des Tief­bahn­hofs erfol­gen kann und alles zu unter­lassen, was dies gefährdet. 

Der Inter­essen­ver­band Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn hat vor nun­mehr über acht Jahren gemein­sam mit dem Land Pla­nun­gen für den Aus­bau der Gäubahn zur besseren Anbindung an den Verkehrsknoten Stuttgart vor­fi­nanziert, damit dieser Aus­bau schneller erfol­gen kann. Deshalb ist es wed­er akzept­abel, noch den Anliegerkom­munen ver­mit­tel­bar, dass sich die Umset­zung dieses Pro­jek­tes weit­er verzögert. 

Im Inter­esse der Fahrgäste auf der Gäubahn müssen die durch die S21-Bauar­beit­en entste­hen­den Beein­träch­ti­gun­gen und Umsteigezwänge möglichst ger­ingge­hal­ten wer­den. Ein mehrjähriges Abhän­gen der Gäubahn vom Stuttgarter Haupt­bahn­hof ist nicht hin­nehm­bar.