Gefahrgutunfall in Aldingen

Großeinsatz für die Rettungskräfte

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde die Feuerwehr Spaichingen kurz nach drei Uhr zu einem Gefahrguteinsatz nach Aldingen alarmiert. Das berichtet die Feuerwehr in einer Pressemitteilung. Weitere Feuerwehren aus dem Landkreis sind zur Unfallstelle ausgerückt.

Auf dem Gelände einer Spedition war es demnach im Auflieger eines Lastkraftwagens zur Leckage eines 1000-Liter Behälters gekommen, welcher mit einem Säuregemisch befüllt war. Durch die Leckage kam es zum Austritt des Stoffes, worauf die Mitarbeiter die Rettungskräfte über den Notruf 112 alarmierten.

Wegen der zu erwartenden Lage setzte die Integrierte Leitstelle in Tuttlingen neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Aldingen auch den Gefahrgutzug des Landkreises in Gang.

Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle wurde der Hof der Spedition großräumig abgesperrt, um eine Gefährdung der Mitarbeiter und Einsatzkräfte auszuschließen. Zudem ergab eine erste Erkundung der Schadenstelle, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren.

In der Folge rüsteten sich Feuerwehrangehörige mit so genannten Chemikalienschutzanzügen aus. „Dadurch waren diese in der Lage, bis unmittelbar zum betroffenen Behälter vorzudringen“, heißt es im Bericht der Feuerwehr Spaichingen. Am Behälter sei dann lediglich ein geringfügiger Stoffaustritt festgestellt worden. Die Einsatzkräfte haben das weitere Austreten des Stoffes unterbunden und die bereits ausgetretene Flüssigkeit aufgenommen.

Als sie ihren Einsatzauftrag erledigt hatten, mussten die mit dem Stoff in Berührung gekommenen Einsatzkräfte beziehungsweise deren Schutzanzüge intensiv gereinigt werden. „Dazu baute die Spaichinger Feuerwehr bereits früh im Einsatzverlauf einen so genannten Dekontaminationsplatz auf“, teilen deren Sprecher mit. Kernstück dieses Platzes ist eine so genannte Personendusche zur Nassreinigung der Einsatzkräfte. Da trotz der intensiven Säuberung eine Kontamination der Gerätschaften nicht auszuschließen war, wurden diese darüber hinaus den Kräften abgenommen und in Foliensäcke verpackt.

Nachdem die Reinigungsarbeiten der Gerätschaften der Feuerwehren abgeschlossen waren und die Einsatzstelle zurückgebaut war, konnten die Einsatzkräfte gegen 6.30 Uhr nach und nach einrücken. Die Einsatzstelle wurde an den Betrieb übergeben.

Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt.

Die Spaichinger Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort. Daneben waren die Feuerwehren Aldingen, Gosheim, Trossingen und Tuttlingen sowie Polizei und Rettungsdienst an der Einsatzstelle, sodass insgesamt über 80 Kräfte unter der Leitung des Aldinger Feuerwehrkommandanten Gerd Borchert im Einsatz waren.

Hintergrund: Im Landkreis Tuttlingen werden Einsätze dieser Art durch den Gefahrgutzug, bestehend aus Einheiten mehrerer Feuerwehren des Landkreis Tuttlingen abgearbeitet. Der Gefahrgutzug im Landkreis ist dezentral organisiert. Das heißt, die Feuerwehren aus Gosheim, Spaichingen, Trossingen und Tuttlingen stellen diese Spezialeinheit gemeinsam auf. Die Feuerwehr Spaichingen stellt hierbei die Komponenten für den Einsatzabschnitt „Dekontamination und Atemschutz“. Die einzelnen Komponenten fahren den Schadensort direkt an. Vor Ort erfolgt dann die räumliche und taktische Strukturierung der Einsatzstelle.

 

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