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Rottweil
Dienstag, 18. Februar 2020

Innungsbetriebe stellen sich traditionsbewusst und innovativ den heutigen Marktverhältnissen

Jahreshauptversammlung der Bildhauer- und Steinmetz-Innung Tuttlingen-Rottweil

TUTTLINGEN /ROTTWEIL – Im Vorfeld der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bildhauer- und Steinmetz-Innung Tuttlingen-Rottweil fand eine Führung im Werkforum & Fossilienmuseum Holcim in Dotternhausen statt. Dabei erhielten die zahlreich erschienenen Innungsmitglieder einen Einblick in den Abbau des Ölschiefers und die Herstellung von Zement unter Einbeziehung des Rohstoffs Kalkstein, welcher ebenfalls vor Ort abgebaut wird.

Beim Abbau des Ölschiefers kommen wiederholt gut erhaltene Fossilien ans Tageslicht. Fachleute bergen und präparieren diese Versteinerungen und bearbeiten sie wissenschaftlich.

Der zweite Teil der Versammlung fand dann im Restaurant „Schiefersee“ in Dormettingen statt. Obermeister Eduard Schnell, Fridingen, ging in seinem Jahresrückblick auf die Innungsaktivitäten ein. Neben der Abarbeitung von fachlichen Themen fand auch eine gesellige Veranstaltung in Form einer Fachexkursion nach Breslau statt. Hier wurde neben der Stadtführung in Breslau auch ein Besuch zu den schlesischen Marmorbrüchen unternommen. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

In diesem Zusammenhang erwähnte der Obermeister, dass zwei Innungsbetriebe aus dem Landkreis Rottweil aktuell jeweils einen Steinbruch im Bereich Trichtingen und Renfrizhausen reaktiviert haben. Eine Besichtigung der beiden Steinbrüche seitens der Innungsmitglieder wird für das laufende Jahr fest eingeplant, so der Obermeister.

Der Obermeister ist aber auch Stolz darauf, dass sich die Innungsbetriebe traditionsbewusst und innovativ den heutigen Marktverhältnissen stellen. Sei es der Steinmetz am Bau oder aber auch auf dem Friedhof. Gerade das Anfertigen von Grabmalen erfordert neben einfühlenden Eigenschaften für Trauernde, die handwerkliche Umsetzung in den Stein, als bleibende Erinnerung an den Verstorbenen. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der Bereich Denkmalschutz, bei dem der Steinmetz sein Können unter Beweis stellt.

Schnell erwähnte in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Landes- bzw. Bundesverband. Hierbei hob Geschäftsführer Kurt Scherfer die umfassende Dienstleistungspalette hervor, die allen Innungsmitgliedern zur Verfügung steht. Gerade die Bereiche Technik, Recht und Betriebswirtschaft zeichnen sich hier aus. Außerdem bieten zahlreiche Rahmenabkommen deutliche geldwerte Vorteile.

Scherfer oblag es dann auch, die Finanzen der Innung vorzutragen. Er wusste von geordneten Verhältnissen zu berichten, so dass Jahresrechnung und Haushaltsplan jeweils einstimmig abgenommen und verabschiedet wurden.

Obermeister Eduard Schnell wies in seinem Jahresausblick unter anderem auch auf die Bundesgartenschau ab 17. April in Heilbronn hin, bei der sich das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk mit Mustergrabanlagen und einer lebenden Werkstätte präsentiert.

Abschließend ging der Bevollmächtige für das Handwerk von der „ikk classic“, Jürgen Schleicher, in einem Kurzreferat auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich des Krankenkassenwesens in der Bundesrepublik Deutschland ein.

 

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