Klinik- und Pflegepersonal im Land: Corona-Tätigkeitsverbot teilweise ausgesetzt

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Baden-Württemberg passt die Regelungen zum Tätigkeitsverbot bei asymptomatischem, positiv getestetem medizinischem Personal an. Dies erfolgt auf ausdrücklichen Wunsch der Krankenhäuser, heißt es aus dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration. Die entsprechende Coronaverordnung Absonderung tritt am kommenden Montag (25. Juli) in Kraft.

Für positiv auf das Coronavirus getestete Beschäftigte in medizinisch-pflegerischen Einrichtungen gilt derzeit ein Tätigkeitsverbot bis zum 15. Tag nach dem Erstnachweis des Erregers. Künftig kann die Einrichtungsleitung im Einzelfall das bisher bestehende Tätigkeitsverbot bei medizinischem Personal in Kliniken und vergleichbaren medizinischen Einrichtungen aussetzen. Voraussetzung ist, dass die Beschäftigten ab dem sechsten Tag des Erstnachweises von SARS-CoV-2 keine typischen Symptome einer Erkrankung mit dem Coronavirus mehr aufweisen.

Für die Beschäftigten besteht jedoch die Pflicht zur Selbstüberwachung auf die typischen SARS-CoV-2-Krankheitssymptome sowie die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) in der jeweiligen Einrichtung bis zum 15. Tag nach dem Erstnachweis.

Mit den Anpassungen wird unter anderem auf die aktuell angespannte Situation in den Klinken reagiert. Von der Ausnahmeregelung zum Tätigkeitsverbot kann nur dann Gebrauch gemacht werden, wenn aufgrund des Personalmangels die Versorgung vor Ort nicht mehr gewährleistet werden kann. Darüber hinaus wird diese Einzelfallentscheidung Einrichtungen eingeräumt, die über eine besonders hohe Hygieneexpertise verfügen.

Info: Die Coronaverordnung Absonderung finden Sie hier: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/

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1 Kommentar

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Stefan Weidle
1 Jahr her

Wie von Anfang an vorausgesagt, die Politik bläst via schwerstverschwurbeltem Amtsmann-Deutsch, zum Rückzugsgefecht auf ganzer Breite der Front.
Das es so kommt war klar, die Personallage war und ist derart desolat, dass man es sogar von der Rückseite des Mondes aus hätte sehen können, wenn man denn nur gewollt hätte.
Nachdem man bei der allgemeinen Impfpflicht, ohne Not und viel zu schnell den Schwa.. eingezogen hatte, wollte man zur Ehrenrettung gegenüber dem Stamm- und Letztwähler, nochmal den strengen, regelnden Staat herauskehren, um Punkte zu sammeln.
Also fing genau der Staat, der für die miesen Personalschlüssel verantwortlich ist an, auf genau auf die Leute loszugehen, die in der Pandemie am schlimmsten gebeutelt wurden.
Nicht das er Ihnen mehr KollegInnen zugestanden hätte, nein, die knappen Personalschlüssel wurden auch in der Pandemie, trotz gewaltiger Zusatzleistungen für Test, Absonderung, Isolierung, von medizinischen Diensten und Aufsichten, auf das Strengste überwacht und rigoros durchgesetzt.
Es geht hier um Geld, viel Geld und politisches Prestige, nicht um die olle Omma.
Nein, er stülpte ihnen auch noch die Alleinige Verantwortung über, für die halbherzig in die Hose gegangene allgemeine Impfpflicht. Es wurden also nicht mehr alle BürgerInnen für Alle in die Pflicht genommen, für uns Alle war es der querdenkende Ärger nicht wert und wir haben uns dadurch stillschweigend auf die Pflegekräfte als Bauernopfer geeinigt.
Natürlich wäre es verantwortungsvoll, wenn alle Pflegekräfte sich durch die Bank hätten vollumfänglich Immunisieren lassen, dass wäre es aber genauso auch für Angehörige und den Rest der Gesellschaft gewesen, oder?
Am Ende hat man es den Amtsleuten überlassen, die Säumigen zu ermitteln und mit gestrengen Mahnungen in ne Bußen zu disziplinieren. Offensichtlich haben nicht wenige dem Berufsstand nun endgültig den Rücken gekehrt und beim Aufsichts- und Durchsetzungsführenden Landratsamt ein neues Wunschkennzeichen beantragt, LM-AA 2022.

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