REGION (him) –  Beim Neujahrsempfang der IHK in der Schwenninger Messehalle warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor einem „Rückfall in den Nationalismus“.

Mit Blick auf die neue US-Regierung sagte er, eine Abkehr vom Freihandel könne ein wirtschaftliches Strohfeuer auslösen. „Aber hinterher wird‘s umso kälter.“  Nun sei die Stunde Europas. „Wir müssen uns zusammenraufen und Stärke zeigen“, forderte der Grünen-Politiker.

Keine Besen für die Kehrwoch‘

Erfolgsfaktoren der Vergangenheit seien  die internationale Kooperation, regelbasierte Zusammenarbeit und der freie Handel  gewesen. „Das ist die Grundlage unseres Geschäftsmodells.“ Am Ende profitierten alle davon, ist Kretschmann überzeugt. Denn:
„Wir liefern keine Besen für die Kehrwoch‘ oder sonst einen Kruscht, den keiner braucht.“

Mit Spitzenprodukten aus dem Land, die oft gar nicht ersetzt werden könnten, könnten Unternehmen in andren Ländern ihrerseits produktiver werden. „Wir müssen deshalb alles Erdenkliche tun, um diese Errungenschaften zu schützen“, so Kretschmann.

Ohne den neuen US-Präsidenten beim Namen zu nennen, meinte er unter dem Beifall der etwa 2500 Gästen aus der Wirtschaft: „Die USA haben es schon aus ganz anderen Krisen geschafft – und sie werden auch aus dieser Krise herauskommen.“

Wir berichten noch ausführlich vom Neujahrstreff.

 

 

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1 Kommentar

  1. Viele Bürger haben zwischenzeitlich offensichtlich ein Problem mit den sogenannten Volksparteien, zu denen man zumindest in Baden-Württemberg die GRÜNEN auch dazu zählen kann. Die Parteien und insbesondere deren Vertreter sind sehr viel mit sich selbst beschäftigt. Die Reformen seit der Agenda2010 dienen im wesentlichen der Wirtschaft und weniger den Personen die in dieser beschäftigt sind. Die gesetzliche Rentenversicherung wurde eingeschränkt und der Versicherte zu eine ergänzenden privaten Altersversorgung verdonnert. Bei genauerer Betrachtung dieser Riester-Rente muss man dann feststellen, dass sie in großen Teilen ein Geschäftsmodel der Versicherungswirtschaft ist, verstärkt durch die Zinspolitik der EZB seit vielen Jahren. Um mehr Bürgernähe zu demonstrieren hat der Landtag im April 2008 mit großer Mehrheit eine Parlamentsreform beschlossen und aus dem Abgeordneten wurde ein Vollzeitparlamentarier und für die künftigen Abgeordneten wurde die bisherige staatliche Altersvorsorge durch eine private Altersvorsorge ersetzt für die es damals einen monatlichen Zuschuss von € 1.500,00 gab. Dieser Tage nun wurde in den Landtag von den besagten Parteien ein Entwurf eingebracht für eine Anpassung zur Vergütungsregelung. Die Diät bleibt unverändert aber die steuerfreie Zahlung für Mitarbeiter des Abgeordneten wird verdoppelt und insbesondere bei der Altersversorgung wird ein Wahlrecht eingeführt. Der Abgeordnete kann wieder eine staatliche Versorgung wählen, was dann sicherlich auch alle bisher ausgeschlossenen machen werden. – das ist Bürgernähe oder besser gesagt, das Hemd ist eben näher wie der Kittel – und eine nichtstaatliche Altersvorsorge wird zur Armutsfalle. Wenn nun Leute dieser Politik der besagten Volksparteien nicht mehr folgen wollen, dann sind sie, so habe ich den Eindruck – Populisten und Nazis vor denen man warnen muss.

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