Kriminalität deutlich unter Landesniveau – und die wenigsten Wohnungseinbrüche seit 1984

Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 des Polizeipräsidiums Tuttlingen

Chef des Polizeipräsidiums Tuttlingen: Gerhard Regele. Foto: wede

Für das Jahr 2017 regis­trier­te das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen einen deut­li­chen Rück­gang der erfass­ten Straf­ta­ten um 2.149 (- 6,9%). In der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik (PKS) sind für die Land­krei­se ins­ge­samt 28.816 Straf­ta­ten erfasst. Damit wird nahe­zu der Zehn-Jah­res-Tief­stand von 2012, als 28.466 Straf­ta­ten regis­triert wur­den, erreicht. Von den Höchst­stän­den der Jah­re 2007 (35.705) und 2008 (33.423) ist man weit ent­fernt.

Das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen liegt mit einer Auf­klä­rungs­quo­te von 64,9 %, zusam­men mit dem Poli­zei­prä­si­di­um Kon­stanz, auf dem Spit­zen­platz im Land. Gegen­über dem Jahr 2017 gelang es die Auf­klä­rungs­quo­te noch­mals leicht zu ver­bes­sern. Ins­ge­samt konn­ten die Beam­tin­nen und Beam­ten 18.691 Straf­ta­ten auf­klä­ren.

Mit 3.645 (Vor­jahr 3.927) regis­trier­ten Straf­ta­ten je 100.000 Ein­woh­ner liegt die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung deut­lich unter dem Lan­des­durch­schnitt (5.295). Das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen weist damit die gerings­te Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung aller Poli­zei­prä­si­di­en in Baden-Würt­tem­berg auf.

Für die auf­ge­klär­ten Straf­ta­ten konn­ten 14.243 Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt wer­den, 161 Tat­ver­däch­ti­ge weni­ger als im Jahr zuvor. Der Anteil der Tat­ver­däch­ti­gen unter 21 Jah­ren ist mini­mal auf 22,7 % gesun­ken, gegen­über 22,8 % im Jahr 2016. Bei den Her­an­wach­sen­den (18- bis unter 21-Jäh­ri­gen) blieb die Anzahl der Tat­ver­däch­ti­gen nahe­zu gleich. Statt 1444 Ver­däch­ti­ger im Jahr 2016 waren 2017 in die­ser Alters­grup­pe 1447 Tat­ver­däch­ti­ge zu ver­zeich­nen. Bei den Jugend­li­chen (14- bis unter 18-Jäh­ri­gen) ging die Zahl um 96 (- 6,9 %) von 1392 auf 1296 zurück. Bei Kin­dern (bis unter 14 Jah­ren) ist eine der­ar­ti­ge Ent­wick­lung lei­der nicht fest­zu­stel­len. Hier kam es zu einem Anstieg von 449 auf 492 Tat­ver­däch­ti­ge. Ein Plus von 9,6 %.

Anteil aus­län­di­scher Tat­ver­däch­ti­ger noch­mals leicht gestie­gen Die Zahl aus­län­di­scher Tat­ver­däch­ti­ger hat sich im Jahr 2017 gering um 47 (- 1,0 %) von 4.770 auf 4.723 Tat­ver­däch­ti­ge ver­rin­gert. Trotz des leich­ten Rück­gangs bei den abso­lu­ten Zah­len hat sich der Anteil nicht­deut­scher Tat­ver­däch­ti­ger indes nicht redu­ziert. Viel­mehr kam es zu einer gerin­gen Zunah­me von 33,1 % auf 33,2 %. Dies stellt im 10-Jah­res-Ver­gleich einen Höchst­stand dar. Außer­dem liegt in etli­chen Delikts­be­rei­chen der Anteil aus­län­di­scher Tat­ver­däch­ti­ger noch höher. So beträgt er bei vor­sätz­li­cher leich­ter Kör­per­ver­let­zung 35,7 %, bei gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung 40,9 %, bei gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung mit Waffe/ gefähr­li­chem Werk­zeug sind es 43,9 % bezie­hungs­wei­se 47,3 %. Auch bei Eigen­tums­kri­mi­na­li­tät ist ein hoher Anteil aus­län­di­scher Tat­ver­däch­ti­ger zu ver­zeich­nen. Bei ein­fa­chem Dieb­stahl beläuft er sich auf 40,3 %, respek­ti­ve auf 49,6 % bei schwe­rem Dieb­stahl. Bei ban­den­mä­ßi­ger Bege­hung ist je nach Deliktsart ein noch höhe­rer Anteil fest­zu­stel­len (60 – 95 % Anteil – je nach Deliktsart). Der Aus­län­der­an­teil an der Gesamt­be­völ­ke­rung beläuft sich auf 12,4 % (inclu­si­ve Asyl­be­wer­ber und Flücht­lin­ge). Dar­über hin­aus waren im Vor­jahr aus­län­di­sche Tat­ver­däch­ti­ge ohne Wohn­sitz in Deutsch­land mit Straf­ta­ten, beson­ders bei Eigen­tums­de­lik­ten, auf­fäl­lig.

Betrachtung einzelner Deliktsbereiche

All­ge­mein kam es zu deut­li­chen Rück­gän­gen bei einfachen/schweren Dieb­stäh­len, Betrugs­de­lik­ten, Sach­be­schä­di­gun­gen sowie Delik­ten der Stra­ßen­kri­mi­na­li­tät.

Diebstahlskriminalität

Die Gesamt­zahl der Dieb­stahls­de­lik­te hat ent­spre­chend dem Lan­des­trend im Bereich des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen abge­nom­men um 1.152 Fäl­le oder 11,1% auf 9.231 (2016: 10.383). Die Auf­klä­rungs­quo­te liegt bei 37,3 % und ist damit nahe­zu gleich wie im Vor­jahr mit 37,4 %. Sie ist damit deut­lich höher als die lan­des­wei­te Auf­klä­rungs­quo­te von 31,5 %.

Wohnungseinbrüche – niedrigste Zahl seit 1984

Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che nahm im Jahr 2017 deut­lich um 39.4 % von 439 auf 266 Fäl­le und damit auf den nied­rigs­ten Stand seit 34 Jah­ren ab. Der Rück­gang ist damit deut­lich aus­ge­präg­ter als der Lan­des­schnitt mit 24,0 %. Auf­ge­klärt wur­den 106 Woh­nungs­ein­brü­che, das ent­spricht einer Auf­klä­rungs­quo­te von 39,8 % (Vor­jahr 25,5 %). Lan­des­weit liegt die Auf­klä­rungs­quo­te bei 21,7 %. Die Grün­de für den Rück­gang lie­gen beson­ders in den kon­zen­trier­ten poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen. Die seit 2015 bestehen­de „Beson­de­re Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on zur Bekämp­fung der Woh­nungs­ein­brü­che” bei der Kri­mi­nal­po­li­zei Rott­weil, mit einer zen­tra­len Ermitt­lungs­ein­heit und dezen­tral arbei­ten­den Ermitt­lungs­be­am­ten in jedem Land­kreis, hat­te im Jahr 2017 eini­ge Täter­grup­pie­run­gen ermit­teln, zer­schla­gen und deren Mit­glie­der fest­neh­men kön­nen. Der Anteil der aus­län­di­schen Tat­ver­däch­ti­gen lag hier bei 64,7 % (44 von 68 TV). Die meis­ten waren nicht in Deutsch­land wohn­haft. Eine wei­te­re erfreu­li­che Ten­denz: 44 Pro­zent der Woh­nungs­ein­brü­che (117 Fäl­le) blie­ben im Ver­suchs­sta­di­um ste­cken, was zu einem gro­ßen Teil auf tech­ni­sche Siche­rungs­maß­nah­men zurück­zu­füh­ren ist.

Ohne Fra­ge berüh­ren Woh­nungs­ein­brü­che in beson­de­rem Maße das Sicher­heits­emp­fin­den der Bevöl­ke­rung, wird doch der Kern­be­reich der Pri­vat­sphä­re unmit­tel­bar ver­letzt. Oft wer­den die psy­chi­schen Fol­gen schlim­mer emp­fun­den als die mate­ri­el­len Schä­den. Nicht ohne Grund spre­chen Opfer­schutz­ex­per­ten von „Lebens­lang für die Betrof­fe­nen”. Nicht zuletzt aus die­sem Grund nimmt hier das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen seit 2015 eine poli­zei­li­che Schwer­punkt­set­zung vor: Neben der Ein­rich­tung der bereits erwähn­ten „Beson­de­ren Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on” für Woh­nungs­ein­brü­che wur­den zahl­rei­che Brenn­punkt­ein­sät­ze, bei denen die ört­li­chen Poli­zei­re­vie­re und Poli­zei­pos­ten von Beam­ten des Poli­zei­prä­si­di­ums Ein­satz unter­stützt wur­den, durch­ge­führt. Ver­stärk­te Kon­trol­len soll­ten nicht nur poten­zi­el­le Ein­bre­cher abschre­cken, son­dern auch das Sicher­heits­ge­fühl der Bevöl­ke­rung stär­ken.

In Refe­rat Prä­ven­ti­on, gemes­sen an der Gesamt­stär­ke des Poli­zei­prä­si­di­ums übri­gens das stärks­te in Baden-Würt­tem­berg, genießt Ein­bruchs­vor­beu­gung obers­te Prio­ri­tät. Die Beam­ten bera­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Sachen Ein­bruchs­vor­beu­gung und -schutz kos­ten­los und auf Wunsch vor Ort. So wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr 1300 kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Bera­tun­gen durch­ge­führt. In jedem unse­rer fünf Land­krei­se ist eine Kri­mi­nal­po­li­zei­li­che Bera­tungs­stel­le ein­ge­rich­tet. Anruf genügt!

Opferdelikte und Zahl der Opfer von Straftaten leicht rückläufig auf hohem Niveau

Auch bei den soge­nann­ten Opfer­de­lik­ten sind rück­läu­fi­ge Fall­zah­len fest­zu­stel­len, wenn auch nur leich­te Rück­gän­ge zu ver­zeich­nen sind. Das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen wird sich auf die Bekämp­fung die­ser Delik­te, mit Schwer­punkt­set­zung „Sicher­heit im öffent­li­chen Raum”, noch stär­ker kon­zen­trie­ren. Dies ist auch lan­des­weit ein Hand­lungs­schwer­punkt. Es ist unbe­strit­ten, Gewalt in der Öffent­lich­keit hat stets nega­ti­ve Aus­wir­kung auf das sub­jek­ti­ve Sicher­heits­ge­fühl der Bevöl­ke­rung. Der Rück­gang der Opfer­zah­len um 52 oder 0,9%, von 5.707 auf 5.655 ist gering und die Opfer­zah­len bewe­gen sich lei­der immer noch auf ver­gleichs­wei­se hohem Niveau.

Straftaten gegen das Leben

Ermit­telt wur­de im Jahr 2017 in fünf Fäl­len wegen Mor­des und in drei­zehn Fäl­len wegen Tot­schlags. Bei den Mord­de­lik­ten han­del­te es sich um drei ver­such­te Taten. Beim Tot­schlag waren es zehn Ver­suchs­hand­lun­gen. Gera­de bei die­sen Delik­ten ist es von ent­schei­den­der Bedeu­tung, inner­halb kür­zes­ter Zeit eine per­so­nell gut aus­ge­stat­te­te Ermitt­lungs­grup­pe oder Son­der­kom­mis­si­on ein­rich­ten zu kön­nen. Vor­aus­set­zun­gen hier­für sind leis­tungs­star­ke Poli­zei­prä­si­di­en, wie sie seit 2014 bestehen. Alle Tötungs­de­lik­te konn­ten im Prä­si­di­ums­be­reich auf­ge­klärt wer­den.

Sexualdelikte

Die Zunah­me bei den Sexu­al­de­lik­ten ist ins­be­son­de­re auch vor dem Hin­ter­grund des Geset­zes zur Ver­bes­se­rung des Schut­zes der sexu­el­len Selbst­be­stim­mung zu sehen, das am 10.11.2016 in Kraft getre­ten ist und Straf­bar­keits­lü­cken ins­be­son­de­re im Bereich der sexu­el­len Nöti­gung und Ver­ge­wal­ti­gung schloss. Nach dem Grund­satz „Nein heißt Nein” macht sich nicht nur straf­bar, wer sexu­el­le Hand­lun­gen mit Gewalt oder Andro­hung von Gewalt erzwingt. Straf­bar ist bereits, wenn sich der Täter über den erkenn­ba­ren Wil­len des Opfers hin­weg­setzt. Bei den Sexu­al­de­lik­ten ist ein Anstieg um 67 Fäl­le (22,5 %) von 298 auf 365 zu ver­zeich­nen. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 86,3 %. Bei 315 Delik­ten konn­ten Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt wer­den. Inner­halb des Delikts­fel­des der Sexu­al­straf­ta­ten zeig­te sich kei­ne ein­heit­li­che Ent­wick­lung. Beim sexu­el­len Miss­brauch ist ein Rück­gang von 139 auf 102 Fäl­le (- 26,6 %) zu ver­zeich­nen; dar­un­ter sind der sexu­el­le Miss­brauch von Kin­dern von 70 auf 57 Fäl­le und exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen von 56 auf 41 Fäl­le gefal­len.

Dage­gen ist eine deut­li­che Zunah­me von Vergewaltigungen/sexuellen Nötigungen/sexuellen Über­grif­fen, von 30 auf 66 Fäl­le, fest­zu­stel­len. Die­ser Anstieg ist zum einen auf die gesetz­li­chen Ver­än­de­run­gen im Sexu­al­straf­recht zurück­zu­füh­ren, zum ande­ren war die Zahl der erfass­ten Vergewaltigungen/sexuelle Nöti­gun­gen und Über­grif­fe im Jahr 2016 auf­fal­lend gering im Ver­gleich zum lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt. Der Anteil aus­län­di­scher Tat­ver­däch­ti­ger bei die­sen Sexu­al­straf­ta­ten beläuft sich auf 40.7 %.

Gefährliche und schwere Körperverletzung

Die gefähr­li­chen und schwe­ren Kör­per­ver­let­zun­gen nah­men, ent­spre­chend dem Lan­des­trend, um 47 Fäl­le auf 789 Delik­te ab. Dies ent­spricht einem Rück­gang um 5,6 %. Bei den vor­sätz­li­chen leich­ten Kör­per­ver­let­zun­gen konn­te ein Rück­gang um 37 Fäl­le oder 1,6 % ver­zeich­net wer­den.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Die Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te nahm eben­falls ab. In 174 Fäl­len kam es zu gewalt­tä­ti­gen Angrif­fen. Im Jahr 2016 waren es noch 187 Delik­te, was ein abso­lu­ter Höchst­stand dar­stell­te. Damit ist ein seit Jah­ren anhal­ten­der Trend zwar gebro­chen, das Niveau ist jedoch nach wie vor sehr hoch.

Gewalt gegen Rettungskräfte

Im Jahr 2018 wur­den 18 Ermitt­lungs­ver­fah­ren von Gewalt gegen Ret­tungs­kräf­te, ins­be­son­de­re wegen Kör­per­ver­let­zun­gen, geführt. Über­wie­gend waren Ret­tungs­diens­te und ver­ein­zelt Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge betrof­fen.

Erfolgreiche Bekämpfung der organisierten Kriminalität

Auch im ver­gan­gen Jahr führ­te die Kri­mi­nal­po­li­zei­di­rek­ti­on in Rott­weil meh­re­re Ver­fah­ren gegen die orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät (OK). Vier direk­te OK-Ver­fah­ren und sieb­zehn Vor­feld-Ver­fah­ren stel­len in Rela­ti­on zur Grö­ße des Prä­si­di­ums eine außer­ge­wöhn­lich hohe Anzahl dar. Beson­ders erwähnt sei der erfolg­rei­che Schlag gegen eine im Umfeld der ita­lie­ni­schen Mafia agie­ren­de kri­mi­nel­le Orga­ni­sa­ti­on. In enger Koope­ra­ti­on zwi­schen Ita­li­en und Deutsch­land kam es im Juni 2017 in bei­den Län­dern zu groß ange­leg­ten Durch­su­chungs­ak­tio­nen und zahl­rei­chen Fest­nah­men. Mehr als drei­hun­dert Poli­zei­be­am­te aus bei­den Län­dern waren an den Maß­nah­men betei­ligt.

Resümee

Poli­zei­prä­si­dent Ger­hard Rege­le kon­sta­tier­te, der Rück­gang der Kri­mi­na­li­tät auf vie­len Kri­mi­na­li­täts­fel­dern ist aus­ge­spro­chen posi­tiv zu bewer­ten. Beson­ders erfreu­lich: Die erfolg­rei­che Bekämp­fung des Woh­nungs­ein­bruchs. Eine Auf­klä­rungs­quo­te von nahe 40 % auf die­sem Sek­tor beweist auf ein­drucks­vol­le Wei­se, dass die Poli­zei in der Lage ist, mit intel­li­gen­ten Kon­zep­ten und Maß­nah­men, dazu gehört selbst­ver­ständ­lich auch eine enge inter­na­tio­na­le poli­zei­li­che Zusam­men­ar­beit, pro­fes­sio­nell agie­ren­den Ein­bre­cher­ban­den das Hand­werk zu legen. Hin­ge­gen ist Ger­hard Rege­le über den noch­mals leicht gestie­ge­nen Aus­län­der­an­teil bei den Tat­ver­däch­ti­gen besorgt. Die weit über­wie­gen­de Mehr­heit der Aus­län­der hält sich an Recht und Gesetz. Lei­der gibt es jedoch, so der Poli­zei­prä­si­dent, in der Regi­on leben­de Aus­län­der, die wie­der­holt gra­vie­ren­de Straf­ta­ten bege­hen und unse­re Rechts­ord­nung mit Füßen tre­ten. Um sol­che Per­so­nen oder Grup­pie­run­gen wer­den wir uns inten­siv küm­mern und kon­se­quent gegen sie vor­ge­hen. Dies ist nach Auf­fas­sung von Rege­le ein ers­ter wich­ti­ger Schritt, um gefähr­li­che Straf­tä­ter so schnell wie mög­lich aus­zu­wei­sen oder abzu­schie­ben. Jus­tiz, Aus­län­der­be­hör­den und Poli­zei müss­ten des­halb sehr inten­siv und vor allem ohne Zeit­ver­zug zusam­men­wir­ken. So habe das Poli­zei­prä­si­di­um bereits mit meh­re­ren Aus­län­der­be­hör­den unmit­tel­ba­re Gesprä­che geführt, um die ohne­hin bestehen­de gute Zusam­men­ar­beit hin­sicht­lich der Aus­wei­sung straf­fäl­li­ger Aus­län­der zu ver­bes­sern, so Rege­le. Wich­tig sei in die­sem Kon­text auch die Ver­hin­de­rung wei­te­rer Straf­ta­ten. Das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen arbei­te dar­über hin­aus eng mit dem seit 02.01.2018 bestehen­den Son­der­stab „Gefähr­li­che Aus­län­der” beim Innen­mi­nis­te­ri­um, zur Beschleu­ni­gung von Aus­wei­sun­gen und Abschie­bun­gen straf­fäl­li­ger Aus­län­der, zusam­men. Poli­zei­prä­si­dent Rege­le bekräf­tig­te: „Wir sind auf dem rich­ti­gen Weg. Den Spit­zen­platz in punc­to Inne­rer Sicher­heit las­sen wir uns nicht neh­men. Dafür ste­hen alle Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen.”