Kultusministerin: „Bleiben Sie gesund, bleiben Sie zu Hause und genießen Sie die Ostertage“

Dr. Susanne Eisenmann: „Herzlichen Dank allen Lehrkräften, Schulleitungen, Kitaleitungen, Erzieherinnen und Erziehern, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern, die in der aktuellen Situation mit anpacken und solidarisch sind.“

Seit dem 17. März sind die Schulen in Baden-Württemberg geschlossen. Hinter Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitungen, Kitaleitungen, Eltern, Schülerinnen und Schülern liegen damit nun drei außergewöhnliche und besonders fordernde Wochen. „Mein herzlicher Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnen und Erziehern und alle weiteren am Schulleben Beteiligten. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen dafür bedanken, die sich in der Notbetreuung um die Schülerinnen und Schüler kümmern und damit unseren Krankenschwestern, unseren Ärzten, dem Pflegepersonal und vielen weiteren Menschen, die unser Land am Laufen halten, den Rücken freihalten“, betont Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Sie ergänzt: „Es verdient größten Respekt, wie sich die Lehrkräfte in der schwierigen Zeit auf die etwas ungewöhnliche Art des Unterrichts eingelassen haben und die Kinder und Jugendlichen per Telefon, per E-Mail, über digitale Medien oder auch ganz klassisch per Post mit Material und Aufgaben versorgt haben. Diese Leistung ist bemerkenswert.“ Speziell diejenigen, die sich freiwillig engagieren, verdienten große Anerkennung. So erklärt die Ministerin: „Ein ganz besonders großes Dankeschön möchte ich auch denjenigen Lehrerinnen und Lehrern aussprechen, welche die Notbetreuung in den Osterferien übernehmen oder sich nach unserem Aufruf an Lehrkräfte mit medizinischer oder pflegerischer Vorbildung dazu bereit erklärt haben, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämter zu unterstützen.“

Eisenmann dankbar für Einsatz der Eltern

Die Ministerin wendet sich zudem an die Eltern und drückt ihre Anerkennung dafür aus, dass auch sie das Bestmögliche aus dieser völlig ungewöhnlichen Situation machen:„ Es ist mir bewusst, dass dies eine herausfordernde und schwierige Zeit auch für alle Eltern im Land ist. Ich weiß, dass sie mit viel Einsatz aktuell eine Doppelbelastung aus Beruf und Kinderbetreuung schultern. Das ist nicht einfach, umso dankbarer bin ich, dass auch sie in dieser schwierigen Situation einen Weg gefunden haben. Ich möchte ihnen versichern, dass wir uns sehr viele Gedanken über die Zeit nach den Osterferien machen und auch für die Prüfungen eine gute und vor allem faire Lösung für die Schülerinnen und Schüler finden werden.“

Den Schülerinnen und Schülern dankt die Ministerin ebenfalls für ihr Verständnis. „Auch für die Schülerinnen und Schüler waren die letzten Wochen keine einfache Zeit. Viele waren in dieser Zeit sehr engagiert, haben toll und teils in ganz neuer Form mit den Lehrkräften zusammengearbeitet und auch neue Arten des Unterrichts intensiv genutzt, und ungewohnte Möglichkeiten ausgetestet. Ich weiß, dass es auch für die Schüler keine einfachen Zeiten sind. Viele vermissen ihre Schule, ihre Lehrer und ihre Mitschüler und zahlreiche lieb gewonnene Freizeitaktivitäten. Vielen ist in den vergangenen Wochen klar geworden, wie wertvoll der direkte gegenseitige Kontakt ist“, betont die Ministerin und fügt hinzu: „Den Schülerinnen und Schülern, die bald vor den Prüfungen stehen, möchte ich mitgeben: Nutzt die Zeit zur Vorbereitung für die Prüfung ‑ dafür wünsche ich viel Erfolg und möchte nochmal versichern, dass wir alles dafür tun, damit keine Schülerin und kein Schüler einen Nachteil aus der Corona-Krise haben wird.“

Dank auch an besonders geforderte Führungskräfte

Schließlich ist es der Ministerin ein wichtiges Anliegen, auch den Schulleiterinnen und Schuleitern, den Kitaleiterinnen und Kitaleitern Dank und Anerkennung auszusprechen: „Sie alle sind in dieser Krise besonders geforderte Führungskräfte, die gemeinsam mit uns in der schwierigen Situation konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Sie halten den Schulbetrieb vor Ort am Laufen, organisieren die Notbetreuung, verfolgen die Lage und stehen parat an den Schulen und in den Kitas. Ich kann allen versichern, dass wir mit Hochdruck an Lösungen arbeiten und dass wir die Schulen und Kitas so zeitnah wie möglich mit weiteren Informationen versorgen werden.“

An alle am Schulleben Beteiligten geht der Wunsch der Kultusministerin: „Ich wünsche allen in dieser schwierigen Zeit alles Gute. Halten wir gemeinsam durch und beachten wir die Restriktionen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bleiben Sie gesund, bleiben Sie zu Hause und genießen Sie die Ostertage, so gut es Ihnen und Ihren Familien unter diesen Bedingungen möglich ist.“

Info: Hier hat das Kultusministerium digitale Bildungs- und Sportangebote für Zuhause zusammengestellt. Videos zum Sportprogramm des Kultusministeriums „Mach mit – bleib fit!“, das in Zusammenarbeit mit Regio TV, dem Sportlehrer Axel Strienz und der Kunstturnerin Elisabeth Seitz entstanden ist, gibt es hier. Die erste Sportstunde wird am Montag, den 6. April 2020 erscheinen.



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Viele Bundesländer unterstützen deren Pfleger, Ärzte etc. / relev. Berufe mit der Kinderbetreuung, damit diese sich auf die Arbeit konzentrieren können und damit es mehr Kapazitäten in dem Gesundheitswesen gibt. Bei BW ist eine Notkinderbetreuung nur möglich, wenn beide Eltern "systemrelevante" Berufe ausüben. Also fast nie. Wenn nur einer ist, muss er gucken, wie die Kinder betreut sind, damit man sich doch nicht freistellt, aber der Arbeitgeber von dem Ehepartner nicht allein überstrapaziert wird. Wie kann es in Bayern oder NRW funktionieren, und in BW ist nicht möglich. Wenn man die Massnahmen verlängert, dann weiss ich nicht, wie wir als Familie weitermachen. Dann wird mir nichts anderes übrig, als mich vom Arzt in Hausfrau und Mutter Vollzeit zu verwandeln. Freiwilligen zu suchen, und gleichzeitig ausgebildete Arbeitskräfte nach Hause zu schicken ist eine Diskrepanz, die ich nicht verstehen kann.