Kultusministerin: keine verordneten früheren Weihnachtsferien in Baden-Württemberg

Kultusministerin: keine verordneten früheren Weihnachtsferien in Baden-Württemberg

Nordrhein-Westfalen hat damit begonnen, nun läuft in anderen Bundesländern die Diskussion: Sollten die Weihnachtsferien verlängert werden, früher beginnen, um soziale Kontakte zu reduzieren und mit der Familie feiern zu können? In Baden-Württemberg gibt es jetzt eine klare Antwort: Nein – mit möglichen Ausnahmen.

„Wir werden in Baden-Württemberg keine längeren Weihnachtsferien anordnen“, so  Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. „Eine solche Maßnahme von oben verordnet könnte organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen“, erklärte sie. „Das wollen wir vermeiden.“

Sie bietet allerdings einen Lösungsweg an: „Falls Schulgemeinschaften vor Ort bereits am 21. Dezember in die Weihnachtsferien starten wollen, können sie dafür allerdings bewegliche Ferientage einsetzen. Auch dafür kann es gute Gründe geben. Etwa um den Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schüler ein bisschen mehr Zeit zum Durchatmen kurz vor Weihnachten zu ermöglichen und sie dadurch in der herausfordernden Situation zu entlasten.“

In Baden-Württemberg gibt es in diesem Schuljahr vier bewegliche Ferientage. In Gemeinden mit einer Schule werden diese durch den Schulleiter mit Einverständnis des Elternbeirats festgelegt. In Gemeinden mit mehreren Schulen werden die beweglichen Ferientage für alle Schulen einheitlich festgesetzt. Die Entscheidung treffen die Schulleiter auf Veranlassung der geschäftsführenden Schulleiter mehrheitlich mit Einverständnis des Gesamtelternbeirats. So sieht es die Ferienverordnung vor.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 13. November 2020 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/region-rottweil/kultusministerin-keine-verordneten-frueheren-weihnachtsferien-in-baden-wuerttemberg/292043