Längere Züge im Kinzigtal unterwegs

Ab 8. Januar: Stark nachgefragte Verbindungen erhalten ein weiteres Fahrzeug / Batteriefahrzeuge kommen später

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In Absprache mit dem Land Baden-Württemberg werden im Zugverkehr der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) im Netz 8 „Ortenau“ von Montag, 8. Januar  an die Zugkapazitäten angepasst und im Regelfall erweitert. Für die Fahrgäste im Kinzigtal besonders relevant sind laut Pressemitteilung folgende Änderungen:

Schiltach. Im Kinzigtal wird der Zug mit Abfahrt in Offenburg um 5.55 Uhr in Richtung Hausach sowie in der Gegenrichtung der Zug mit Abfahrt in Hornberg um 11.36 Uhr in Richtung Offenburg mit zwei RS1-Fahrzeugen gefahren anstatt mit einem. Das gleiche gilt für den Zug mit Abfahrt um 19.48 Uhr in Hausach in Richtung Offenburg.

Zwischen Hausach und Freudenstadt fahren in beiden Richtungen alle Züge bis 14 Uhr mit zwei RS1-Triebfahrzeugen anstatt mit einem, ebenso die Züge mit Abfahrt um 14, 16 und 18 Uhr in Freudenstadt in Richtung Hausach sowie die Züge mit Abfahrt um 15.11 und 17.11 Uhr in Richtung Freudenstadt.

In Offenburg und Hausach müssen für die Änderungen einzelne durchgehende Zugläufe unterbrochen, andere neu verknüpft werden. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt in den elektronischen Fahrplanauskünften – zum Beispiel auf bahn.de oder in der App DB-Navigator – über ihre Verbindungen zu informieren.

Neuer Verkehrsvertrag ist seit dem Fahrplanwechsel in Kraft

Im Netz 8 („Ortenau“) waren am 10. Dezember 2023 sehr umfangreiche Änderungen in Kraft getreten. Dies hing mit dem neuen Verkehrsvertrag zusammen, der einen neuen Fahrplan vorsieht, der auf den Betrieb mit den Batteriefahrzeugen Mireo Plus B von Siemens Mobility ausgerichtet ist.

Aus diesem Grund fahren die SWEG-Züge seither von Offenburg über Hausach nach Hornberg umsteigefrei durch, während Fahrgäste aus beziehungsweise in Richtung Freudenstadt überwiegend in Hausach umsteigen müssen.

Siemens: „Liefgerengpässe“

Der Einsatz der Batteriefahrzeuge verschiebt sich jedoch auf das Frühjahr 2024, was laut Siemens Mobility auf Engpässe in den Lieferketten zurückzuführen ist. „Die Verzögerungen beim Mireo Plus B sind sehr ärgerlich. Sehr gerne hätten wir von Beginn an für unsere Fahrgäste die neuen Fahrzeuge eingesetzt“, sagt SWEG-Chef Tobias Harms.

„Wir bewerten die Situation sehr genau und versuchen gemeinsam mit dem Land, trotz der Einschränkungen bei den Fahrzeugen, ein für unsere Kundinnen und Kunden bestmögliches Angebot zu bieten. Leider werden wir nicht alle zufrieden stellen können. Das bedauern wir sehr und hoffen, dass Siemens seine Zusagen bezüglich des Einsatztermins nun auch einhält“, so Harms weiter.

Reserveflotte im Einsatz

Seit dem 10. Dezember 2023 hält die SWEG den Verkehr mit der eigentlich nur als Ersatz vorgesehenen Redundanzflotte aufrecht, die aus einer bestimmten Anzahl von RS1-Fahrzeugen besteht. „Dies ist eine Herausforderung, da der vom Land Baden-Württemberg vorgegebene Umfang der Redundanzflotte eine geringere Kapazität aufweist als die eigentlich für den Betrieb vorgesehene Mireo-Flotte“, so die SWEG abschließend.

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