Mädchenchöre in der Johanneskirche: Beeindruckendes Adventskonzert

REGION ROTTWEIL – Langanhaltenden Beifall und Standing Ovations gab es am Sonntagabend in der Villinger Johanneskirche für die Mädchenchöre aus Rottweil und Villingen unter der Leitung von Andreas Puttkammer. Denn wie in jedem Jahr am dritten Advent hatten die Sängerinnen einen beeindruckendes Programm einstudiert, das von barocken Werken bis hin zu sehr modernen Kompositionen reichte.

Dabei war auch ganz neue Musik von Stephan Wehrle, der den Psalm 23, Davids Loblied „Der Herr ist mein Hirte“ vertont hat, das Werk wurde 2016 in Reutlingen uraufgeführt – mit den beiden Mädchenchören. Nun war es wieder zu hören, ein beeindruckendes Werk, in dem die hellen Mädchenstimmen zunächst a capella die lateinischen Verse singen, dann wird es ziemlich dissonant, die Orgel untermalt mit nur einem Bass-Ton, und schließlich, im dritten Teil, „Et habitabo“ sehr rhythmisch und akzentuiert, begleitet von Percussion: Mitreißend. Dass die Sängerinnen dafür eigens auf die Empore stiegen und von oben sangen, machte das Ganze noch einmal besonders ausdrucksstark.

Doch zunächst ging es mit Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach und Giovanni Battista Pergolesi barock und romantisch durch die Zeit der Erwartung, wurde das wachsende, gedeihende Leben musikalisch widergespiegelt ebenso wie die Flüchtigkeit des Lebens, Gefühle, die in Pergolesis „Amen“ zusammengefasst wurden. Der zweite Konzertteil war Maria gewidmet, der Erwartung der Geburt und ihres Lobgesangs unter anderem mit Dvoraks „Lobe den Herren“ und dem wundervollen „Breath of Heaven“ von Amy Grant. Den Abschluss machte das rührende Schlaflied einer Robbenmama: „The Seal Lullaby“ von Eric Whitacre.

Nach Wehrles Werk, das den dritten Teil füllte und besonders viel Beifall bekam, schloss sich der Abend mit einem gefühlvollen Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest: „Alleluja“ von Sally Albrecht, „Et in Terra Pax“ von John Purifoy, „Ever in my Heart“ von Audrey Snyder und Engelbert Humperdincks „Abendsegen“, und schließlich „Glory to thee“, für das die Sängerinnen sich im Chorraum um den Altar stellten, in dieser besonderen Akustik klang dieses Werk noch beeindruckender. Ohne Zugabe durften die Mädchen auch diesesmal nicht gehen, und die gab es auch und sorgte für noch mehr Beifall. Eine wunderbare Einstimmung auf die letzte Adventswoche, zu der auch Gerlinde Putkammer an Orgel und Piano sowie Vincent Löbner mit Posaune und Percussion beitrugen.

 

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