Die zweite LEADER-Förderperiode in der Region Mittlerer Schwarzwald schreibe laut Pressemitteilung „die Erfolgsgeschichte von LEADER in den beteiligten Mitgliedskommunen fort“.  Weiter heißt es:

Dieses positive Fazit zur Halbzeit der aktuellen Förderperiode 2014-2020 zog der Verein Regionalentwicklung Mittlerer Schwarzwald im Rahmen seiner Zwischenevaluierung am 9. April im Dach der Vereine in Fischerbach.

„Wir haben seit der ersten Sitzung im Dezember 2015 insgesamt 21 Projekte auf den Weg bringen können, die 1,5 Millionen Euro EU-Mittel und knapp 580.000 Euro Landesmittel in die Region geholt haben“, zeigte sich der Erste Vorsitzende, Hans Peter Heizmann, sehr zufrieden. Somit sind die in der ersten Tranche der Förderperiode bis 2018 zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel vollständig in Projekten gebunden.

Das Investitionsvolumen, das diese Projekte im Mittleren Schwarzwald auslösen, liegt bei 5,7 Millionen Euro. Über die Hälfte der beschlossenen Projekte hat bereits die Bewilligung erhalten und davon haben schon fünf Projekte ihre LEADER-Förderplakette nach erfolgreicher Umsetzung empfangen.

Mit so unterschiedlichen Projekten wie die Erweiterung der Küche in der Rad- und Wanderherberge Am Schlossberg in Welschensteinach, die barrierefreie Toilettenanlage im Gasthaus Drei Schneeballen in Hofstetten, das Hermann-Schilli-Haus im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, der Dorfladen in Welschensteinach und der barrierefreie Ausbau im Landhaus Lauble, zeigt LEADER einmal mehr die breite Förderpalette.

Das Ziel, mehr private Projekte über LEADER zu fördern, ist dabei voll aufgegangen, wie die Auswertungen in der Zwischenevaluierung gezeigt haben: mehr als Zweidrittel der Zuwendungsempfänger sind Vereine, Privatpersonen oder Unternehmen bzw. Genossenschaften.

In der zweiten Hälfte der Förderperiode möchte der Verein zusätzlich einen Schwerpunkt auf Jugend und Kultur legen. Hierzu wurden die Handlungsfelder im Regionalen Entwicklungskonzept überarbeitet und neue Projektauswahlkriterien aufgestellt. Änderungen brachte die Zwischenevaluierung auch bei den Fördersätzen: Wie die Auswertung der Projekte ergab, sind es oft die großen privaten Projekte, die besonders viele Punkte auf sich vereinigen können.

Aufgrund des begrenzten Fördermittelbudgets konnten kleinere Projekte mit etwas weniger Punkten nicht mehr berücksichtigt werden. Zukünftig liegt der Fördersatz bei 30 Prozent der Nettokosten, um mehr innovativen privaten Projekten die Chance auf Förderung zu gewähren.

Mit der Zuteilung der zweiten Tranche rechnet der Verein bis Anfang Juni 2018. Dann steht fest, wie viele EU-Fördermittel für die Weiterentwicklung des Mittleren Schwarzwalds eingesetzt werden können.

Und seit dem 16. April 2018 gibt es für Interessierte wieder Gelegenheit, ihre Projektidee für eine Förderung vorzuschlagen. Der Projektaufruf richtet sich an öffentliche Träger und private Ideengeber. Bis zum 1. Juni 2018 nimmt die LEADER-Geschäftsstelle in Schiltach Projektanträge entgegen.

 

 

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