Betrunkene junge Audifahrerin rast in Fahrzeugkontrolle – drei Polizisten verletzt

Beamte hatten Kontrollstelle aufgebaut / Polizeihunde verschreckt

Audi rammt in Polizeifahrzeuge: mehrere Verletzte. Foto: Presseservice-Pressebüro Bartler-Team

Am frühen Sonntagmorgen sind drei Polizisten offenbar bei einem Auffahrunfall schwer verletzt worden. Der Unfall geschah bei Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Eine offenbar betrunkene, 21-jährige Audi-Fahrerin ist aus unbekanntem Grund in die Polizeifahrzeuge gerast. Der Audi rammte dabei zwei Fahrzeuge der Polizei. Diese hatte eine Kontrollstelle aufgebaut. Auch Polizeihunde waren in den Unfall verwickelt.

Lediglich aufgrund glücklicher Umstände wurden am frühen Sonntagmorgen auf der Bundesstraße 27 zwei Polizeibeamtinnen und ein Beamter bei einem Verkehrsunfall nur leicht verletzt. Die Polizisten waren gerade im Begriff, auf Höhe des Messegeländes Personen- und Fahrzeugkontrollen durchzuführen, als sich aus Richtung Bad Dürrheim eine 21-jährige Audi-Fahrerin der Kontrollstelle näherte und mit großer Wucht ins Heck des Dienst-Mercedes fuhr, an dem sowohl die Beleuchtung als auch das Blaulicht eingeschaltet war.

Der Streifenwagen wurde nach der Kollision nach vorne geschleudert und erfasste eine Beamtin und einen Beamten, die am rechten Fahrbahnrand standen. Außerdem wurde der gerammte Dienstwagen auf ein zweites Einsatzfahrzeug geschoben.

Durch diesen zweiten Aufprall bewegte sich der Dienstkombi, in dem sich zwei Polizeihunde befanden, ruckartig nach vorne und traf eine junge Beamtin, die sich an der Front des Fahrzeuges positioniert hatte.

Nachdem zunächst von schwereren Verletzungen ausgegangen wurde, stellte sich heraus, dass die Beteiligten mit leichteren Blessuren davon gekommen sind, so die Polizei am Mittag. In verschiedenen Medienberichten war von einer Panne die Rede, wegen der die Polizei die Straße abgesichert habe. Das stellte sich als falsch heraus.

Die Unfallverursacherin, die unverletzt blieb, stand deutlich unter Alkoholeinwirkung. „Nur so ist es erklärbar, dass die junge Frau den Streifenwagen auf der übersichtlichen Strecke zu spät erkannte und ihn schließlich rammte“, berichtet Michael Aschenbrenner vom Polizeipräsidium Tuttlingen.

Der Führerschein der Unfallverursacherin wurde beschlagnahmt. Sie wird wegen Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung bei der Staatsanwaltschaft in Konstanz angezeigt.

Der Sachschaden bei dem Unfall beläuft sich auf mindestens 25.000 Euro. Die beiden Polizeihunde blieben im Übrigen unversehrt – dürften jedoch zumindest leicht geschockt gewesen sein, wie der Polizeibericht vermerkt.

 

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