Die Jungmeister (Gruppe Donaueschingen) mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (zweite von links) . Foto: Hans Hörl

FREIBURG (pm) – Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer und der BLHV-Vize­prä­si­dent Karl Sil­be­rer haben bei einer Fei­er­stun­de in Frei­burg 34 erfolg­rei­chen Jung­land­wir­tin­nen und Jung­land­wir­ten sowie einem Win­zer ihren Meis­ter­brief über­reicht, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des Regie­rungs­prä­si­di­ums Frei­burg. Unter den Jung­meis­tern war auch Lukas Bur­kard aus Dun­nin­gen.

Dane­ben gab es die Ver­lei­hung der sil­ber­nen Urkun­den an elf Agrar­be­triebs­wir­te aus dem Jahr­gang 1992 sowie einen gol­de­nen Meis­ter­brief für 50 Jah­re für Wal­ter Otto Schnei­der.

Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer gra­tu­lier­te nach der Begrü­ßung durch Abtei­lungs­prä­si­dent Die­ter Blaeß den 33 neu­en Land­wirt­schafts­meis­te­rin­nen und Land­wirt­schafts­meis­tern sowie einem Win­zer­meis­ter. Jeweils die Hälf­te von ihnen hat­te die Fach­schu­len für Land­wirt­schaft in Emmen­din­gen sowie in Donau­eschin­gen besucht.

Mit rund 280 bestan­de­nen Meis­ter­prü­fun­gen in ganz Baden-Würt­tem­berg sei die Zahl der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ziem­lich kon­stant. „Ich bin davon über­zeugt, dass die meis­ten Men­schen, die in der Land­wirt­schaft und im Wein­bau arbei­ten, mit ihrem Beruf, den Sie als Beru­fung ver­ste­hen, sehr zufrie­den sind“, sag­te Bär­bel Schä­fer.

Sie rief die frisch gekür­ten qua­li­fi­zier­ten Meis­te­rin­nen und Meis­ter dazu auf, ihr Wis­sen und ihre Wer­te an den Nach­wuchs wei­ter­zu­ge­ben und dabei auch ein Vor­bild für ihren Berufs­stand zu sein. Dabei gel­te es, die bestehen­den Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men und auch in einen Dia­log mit den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern ein­zu­stei­gen: „Geben Sie inter­es­sier­ten Men­schen die Chan­ce, sich bei Ihnen aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren, wie moder­ne und nach­hal­ti­ge Land­wirt­schaft heu­te funk­tio­niert.“ Die Regie­rungs­prä­si­den­tin setz­te sich auch für einen ver­stärk­ten Aus­tausch zwi­schen kon­ven­tio­nel­ler und öko­lo­gi­scher Land­wirt­schaft ein.

Gleich­zei­tig ver­wies Bär­bel Schä­fer auf eine Kul­tur des Aus­tauschs, den sie sich auch für die Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Land­wirt­schaft und Natur­schutz wünscht. Hier­zu ist ein „Dia­log­fo­rum Land­wirt­schaft – Natur­schutz“ kürz­lich ins Leben geru­fen wor­den. „In die­sen Ver­an­stal­tun­gen soll zukünf­tig auf Kreis­ebe­ne unter Betei­li­gung der ver­schie­de­nen Hand­lungs­trä­ge­rin­nen und Hand­lungs­trä­ger eine Mög­lich­keit zur Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Land­wirt­schaft und Natur­schutz geschaf­fen wer­den“, sag­te sie.

Die jun­gen Meis­te­rin­nen und Meis­ter der Land­wirt­schaft sei­en aber auch auf­ge­for­dert, sich zu ver­net­zen, sich mit ihren guten Ide­en ein­zu­brin­gen und dabei auch den Aus­tausch mit den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus Frank­reich und der Schweiz zu suchen. „Der­zeit läuft bei uns ein INTER­REG-Pro­jekt für Agrar­öko­lo­gie, in dem wir grenz­über­schrei­tend mit unse­ren elsäs­si­schen und schwei­ze­ri­schen Nach­barn nach guten Ansät­zen suchen. Die Regi­on am Ober­rhein ist prä­de­sti­niert dafür zu zei­gen, dass wir gemein­sam vie­les bes­ser kön­nen“, beton­te Schä­fer.

Als Preis­trä­ger ehr­te Bil­dungs­re­fe­rent Hel­mut Leh­mann vom Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg Manu­el Wald­vo­gel und Flo­ri­an Wurst­horn mit einem Buch­prä­sent. Stell­ver­tre­tend für die Prüf­lin­ge rich­te­te Wald­vo­gel eini­ge Wor­te an die Ver­samm­lung, ehe auch Karl Sil­be­rer für den BLHV und Hel­mut Leh­mann den erfolg­rei­chen Meis­te­rin­nen und Meis­tern gra­tu­lier­ten. Elf Jubi­la­re erhiel­ten die sil­ber­ne Urkun­de und Wal­ter Otto Schnei­der sogar den gol­de­nen Meis­ter­brief für 50 Jah­re Erfah­rung als Land­wirt­schafts­meis­ter. Die Fei­er wur­de musi­ka­lisch unter­malt vom Blä­ser­quar­tett „Sona­re Tubis“.