Signal auf Stop: Die Sauschwänzlebahn fährt wohl auch in diesem Winter nicht. Archiv-Foto: him

MANNHEIM/FREIBURG/BLUMBERG (him) – Die Sau­schwänz­le­bahn bei Blum­berg wird wohl auch in die­sem Win­ter im Depot blei­ben. Grund dafür ist die sel­te­ne Mops­fle­der­maus.

Der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in Mann­heim hat einem Antrag des Frei­bur­ger Regie­rungs­prä­si­di­ums statt­ge­ge­ben. Die Behör­de möch­te näm­lich einen eige­nen Beschluss vom 29. Novem­ber 2016 ändern. Danach soll der Tun­nel am Ach­dor­fer Weg in das bestehen­de vor­läu­fi­ge Win­ter­fahr­ver­bot auf der Sau­schwänz­le­bahn bei Blum­berg ein­be­zo­gen wer­den.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te das Regie­rungs­prä­si­di­um eine Nie­der­la­ge erlit­ten. Da hat­ten die Mann­hei­mer Rich­ter den Muse­ums­bah­nern  Recht gege­ben und eine „natur­schutz­recht­li­che Beschrän­kung“ des Schwarz­wald-Baar-Krei­ses auf­ge­ho­ben. Der Kreis hat­te wegen der 200 Fle­der­mäu­se den Bahn­be­trieb zwi­schen Novem­ber und März ver­bo­ten. Die Mann­hei­mer Rich­ter erlaub­ten das Befah­ren von drei Tun­neln, drei ande­re aber blie­ben gesperrt.

Streng zu schützende Art“

Die Euro­päi­sche Uni­on hat die Mops­fle­der­maus als „streng zu schüt­zen­de Art“ ein­ge­stuft, für deren Erhalt „beson­de­re Schutz­ge­bie­te aus­ge­wie­sen wer­den müs­sen“.

Nun haben die Frei­bur­ger ein wei­te­res Gut­ach­ten  vor­ge­legt und das hat die Mann­hei­mer Rich­ter  neu nach­den­ken las­sen: In einem am Frei­tag zuge­stell­ten Beschluss stellt das Gericht fest, dass ein von der höhe­ren Natur­schutz­be­hör­de in Auf­trag gege­be­nen neu­en Gut­ach­ten zur Mops­fle­der­maus eine „beacht­li­che Ände­rung der Sach­la­ge“ gel­tend mache und dass der Bahn­be­trieb zu einer „erheb­li­chen Stö­rung der Mops­fle­der­maus“ füh­ren kön­ne. Die Rich­ter bestä­tig­ten so die Rechts­auf­fas­sung der Behör­de, schreibt  Pres­se­spre­cher Mathi­as Adler vom Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg. Eine Ent­schei­dung im Haupt­sa­che­ver­fah­ren ste­he jedoch noch aus.