Moria: Stiftung St. Franziskus will helfen

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“Vor dem Hintergrund wachsender globaler Krisen und der Notwendigkeit von gemeinsamer Solidarität sind die „Vereinten Nationen“ wichtiger denn je”, erklärt die Stiftung St. Franziskus anlässlich der Unterzeichnung der Charta der Vereinten Nationen vor 75 Jahren. Für die Stiftung gelte in allen ihren Arbeitsfeldern das humanitäre und christliche Gebot, Menschen in Not zu helfen, heißt es in einer Pressemitteilung. Angesichts der katastrophalen Bedingungen auf den griechischen Inseln und insbesondere auf Lesbos erkläre sich die Kinder- und Jugendhilfe der Stiftung bereit, bis zu zehn geflüchtete junge Menschen kurzfristig aufnehmen zu können.

Menschen in den Flüchtlingslagern in Griechenland benötigten aufgrund der aktuellen Ereignisse im Flüchtlingslager Moria dringend schnelle Hilfe. Die durch die Bundesregierung zugesagte Aufnahme von rund 1500 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und Familien mit bereits anerkanntem Flüchtlingsstatus sei ein Anfang. Es bedürfe aber einer gesamteuropäischen Lösung zum Schutz aller besonders schutzbedürftigen geflüchteten Menschen, die an den Außengrenzen der EU um Asyl bitten, heißt es weiter.

„In Griechenland ist aufgrund des verheerenden Brandes im Lager von Moria eine humanitäre Notsituation für viele tausende geflüchtete Menschen entstanden. Insbesondere Kinder und Jugendliche und kranke und alte Menschen leiden unter der Situation vor Ort. Ihre Sicherheit, Versorgung und Gesundheit können derzeit nicht ausreichend gewährleistet werden. Dazu kommt die Corona-Pandemie, die weitere Gefährdungen für die Menschen bedeutet. Als Stiftung wollen wir deshalb ein Signal setzen und schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive gewähren“, erläutert Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Hinz das Angebot der Stiftung.

Die Kinder- und Jugendhilfe der Stiftung St. Franziskus, die bereits während der Flüchtlingswanderungen 2015 minderjährige Geflüchtete aufgenommen hatte, sehe sich gut vorbereitet, um erneut zu helfen.

„Wir plädieren dafür, dass die Politik und die zuständigen Behörden nicht wegschauen, sondern auf Grundlage der Menschenrechte konkrete Maßnahmen vereinbaren, die allen Beteiligten helfen“, unterstreicht Vorstandskollege Stefan Guhl. „Nur durch geordnete Verfahren und klare Verantwortlichkeiten ließen sich schnelle Hilfe und weitere Zuspitzungen für die betroffenen Menschen vermeiden.“, so Stefan Guhl.

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