Abgesperrt: der "real"-Markt in Horb am Donnerstagmittag. Foto: Blaulichtnews Horb am Neckar

Nach einem tödlichen Streit zwischen zwei Männern, der am Donnerstag, kurz vor 13.20 Uhr, im Eingangsbereich des “real”-Einkaufsmarktes in der Hahnerstraße in Horb ausgebrochen war (wir berichteten bereits), sucht die ermittelnde Kriminalpolizei dringend weitere Zeugen.

Personen, die zu der tätlichen Auseinandersetzung der beiden Männer oder auch zu möglichen und relevanten Beobachtung vor dem Geschehen Angaben machen können und von der Polizei noch nicht als Zeugen erfasst sind, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeidirektion Rottweil (Tel. 0741 477-0) oder mit der für sie zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Das ist die knappe gemeinsame Pressemitteilungen der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Weitere Angaben zur Tat und deren Hintergründen machen die Ermittlungsbehörden derzeit nicht.

Auf Nachfrage bestätigt das Polizeipräsidium Tuttlingen der NRWZ, dass die hier veröffentlichten Nationalitäten von mutmaßlichem Täter und Opfer korrekt seien. Wobei es sich um einen gebürtigen Deutschen türkischer Herkunft handele, der getötet worden ist.

Die Polizei war nach der Tat mit einem Großaufgebot zur Stelle – etwa 20 Beamte seien im Einsatz gewesen. Das, um einerseits den Tatort vor Schaulustigen zu sichern, andererseits aber auch, um sich um die Angehörigen des Opfers zu kümmern. Diese waren nach der Tat bald am “real”-Markt erschienen. Die Beamten hatten eine gewisse Mühe, die Gemüter zu beruhigen, heißt es seitens des Tuttlinger Polizeipräsidiums.

Nun seien umfangreiche Hintergrund- und Umfeldermittlungen nötig, um den Fall aufzuklären, heißt es aus der Tuttlinger Pressestelle weiter. Die Gerichtsmedizin untersuche derzeit das Opfer.

Der betroffene “real”-Markt war am Vormittag noch geschlossen. Er soll nach Informationen von “Blaulichtnews Horb am Neckar” am Freitagmittag wieder öffnen, die Rede ist von 12 Uhr.