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Tuttlingen. Am Sonntagnachmittag kam es ab 16 Uhr im Landkreis Tuttlingen zu unwetterartigen Regenfällen mit erheblichen Überschwemmungen und Sachschäden in bislang nicht bezifferbarer Höhe. Er soll nach ersten vorsichtigen Schätzungen in die Hunderttausende gehen. Darüber berichtet die Polizei.








“Extreme lokale Hagel- und Regenfälle verursachten innerhalb von Minuten vollgelaufene Keller, fortgeschwemmte Umzäunungen, Flur-, Fahrzeug- und Gebäudeschäden”, berichtet ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz. “Flüsse und Bäche traten über ihre Ufer.”

Besonderer Schwerpunkt der Unwetter waren demnach die Gemeinden Schura, Durchhausen und Talheim. Allein in zwei Straßen in Trossingen waren laut Polizei 49 Gebäude betroffen. Eine dieser Straßen blieb dem Bericht zufolge über Stunden hinweg einsatzbedingt voll gesperrt.

“Dort fuhr ein Pkw an der im Aufbau befindlichen Feuerwehrabsperrung vorbei in den überfluteten Bereich und erlitt dadurch einen Motorschaden, sodass beide Insassen durch Kräfte der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden mussten”, erklärt der Polizeisprecher weiter.

In Durchhausen waren mindestens 20 Gebäude entlang eines Bachs betroffen. Die Hauptstraße war auch dort über mehrere Stunden einsatzbedingt gesperrt. In Talheim waren mehrere Gebäude und die Festhalle gefährdet. Einsatzschwerpunkte waren auch dort Wohngebäude entlang eines Bachs.

Im Einsatz befanden sich laut Polizei alle verfügbaren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Trossingen, Aldingen, Durchhausen, Gunningen und Talheim. Diese wurden durch das THW Trossingen unterstützt. Beamte des Polizeireviers Spaichingen unterstützten zudem die Hilfs- und Absperrmaßnahmen.

Erste vorsichtige Schadensschätzungen der Einsatzkräfte vor Ort gehen in die Hunderttausende.

Über Personenschäden ist bislang nichts bekannt. Der Polizeisprecher abschließend: “Die Aufräumarbeiten dauern noch bis spät in die Nacht an, mit Verkehrsbehinderungen im Einsatzgebiet ist zu rechnen.”

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