Am vergangenen Donnerstag gelang der Kriminalpolizei Rottweil nach intensiven Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen die Festnahme von drei Tatverdächtigen, die als Geldabholer als „falsche Polizeibeamte“ unterwegs waren.

Die drei Tatverdächtigen wurden im Verlauf des Freitags dem Haftrichter vorgeführt und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Ein angeblicher Polizeibeamter hatte eine 78-jährige Frau aus einer Kreisgemeinde war bereits am Dienstagabend mehrmals telefonisch kontaktiert. Der Anrufer hatte behauptet, dass Einbrecher unterwegs seien. Die Polizei müsse ihr Vermögen sichern, da die Gefahr bestehe, dass bei ihr eingebrochen werde. Die Geschädigte sei telefonisch derart bedrängt worden, „dass sie am Folgetag einen hohen Bargeldbetrag abheben wollte, um diesen der Polizei zu übergeben“, meldet die Polizei.

Nun habe sich die polizeiliche Präventionsarbeit ausgezahlt: Ein Angestellter der Bank vermutete zu Recht eine Straftat hinter der Geldabhebung und informierte die Polizei. Die Beamten konnten die alte Dame davon überzeugen, dass sie betrogen werden sollte.

In die Falle getappt

Am Donnerstag meldete sich der falsche Polizeibeamte erneut mehrfach telefonisch bei der Frau und vereinbarte einen Geldübergabetermin für den späten Abend. Tatsächlich kamen drei Männer zur Wohnung der 78-Jährigen und übernahmen das Geld. Die Polizei hat aber die drei Tatverdächtigen observiert und letztendlich festgenommen. Sie waren eigens aus Norddeutschland angereist, um, ihrem Opfer das Geld abzunehmen.

Als die Beamten das Auto der Männer durchsuchte, fanden sie einen Pfefferspray, Messer sowie eine Kleinmenge Betäubungsmittel.

In den vergangenen Wochen hat die Polizrei gehäuft solche Betrugsversuche festgestellt. In zwei Fällen kam es tatsächlich zur Übergabe größerer Bargeldsummen durch Geschädigte.

Das Polizeipräsidium Tuttlingen weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Polizei keine Vermögenswerte wegen angeblicher Einbrüche sichert. „Sollten Sie telefonisch kontaktiert werden, wenden Sie sich bitte an die Polizei.“

 

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