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Montag, 6. April 2020
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    Saisonal üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

    Bei 7375 Arbeitslosen in der Region Quote jetzt 2,6 Prozent / Fast 1300 neue Stellenangebote / 3730 Ausbildungsplätze bis Ende Januar

    Auf dem Arbeitsmarkt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg brachte der Januar einen saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Weiter heißt es:

    Im Berichtszeitraum gab es auch wieder kräftige Bewegungen: Es meldeten sich 2785 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos, 1450 unmittelbar aus vorheriger Erwerbstätigkeit. Dem standen 2030 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Davon nahmen 645 Männer und Frauen eine Beschäftigung auf sowie 385 weitere eine Ausbildung oder Trainingsmaßnahme.

     „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember ist mit plus 11,3 Prozent in 2019 etwas kräftiger ausgefallen als im Vorjahr. Die Zunahme ist größtenteils auf die Entwicklung im Bereich der Arbeitslosenversicherung zurückzuführen“, sagt Erika Faust, Chefin der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen im aktuellen Arbeitsmarktbericht. „Ausgelaufene befristete Verträge und Kündigungen zum Jahresende haben im Wesentlichen zum Anstieg beigetragen, während die erst spät einsetzende winterliche Witterung sich am Arbeitsmarkt kaum auswirkte“, erläutert Faust.

    Damit stieg der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 750 auf knapp 7.375 Personen. Der Agenturbezirk Rottweil – Villingen-Schwenningen liegt damit bei der Arbeitslosenquote mit plus zwei Zehntel auf aktuell 2,6 Prozent weiterhin deutlich unter dem Landesschnitt von 3,3 Prozent (plus 0,3). Zum Vergleich: Im Vorjahr waren im Januar in der Region 7445 Arbeitslose gezählt worden, 65 mehr als jetzt. Die Quote betrug vor Jahresfrist 2,7 Prozent.

    Im Januar meldeten Betriebe und Verwaltungen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg dem Arbeitgeber-Service der Agentur Rottweil – Villingen-Schwenningen noch einmal fast 1300 Stellenangebote zur Besetzung, gut 260 weniger als im Vormonat und auch 160 weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand sank auf 6475, mit einem kleinen Plus von 55 Stellen gegenüber dem Vorjahr.

    „Allein in den Fertigungsberufen sind dem Arbeitgeber-Service derzeit fast 2590 Stellenangebote bekannt, 1115 für Verkehrs- und Logistikberufe, 890 für kaufmännische, Vertriebs- und Büroberufe sowie 815 für Gesundheits- und Pflegeberufe“, so Faust.

    Im Landkreis Tuttlingen wurden im Januar knapp 2030 Arbeitslose gezählt, 140 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg dort gegenüber Dezember um ein Zehntel auf 2,5 Prozent. Im Kreis Rottweil stieg die Zahl der Arbeitslosen um 200 auf 1835. Dadurch nahm die Quote um drei Zehntel auf jetzt 2,3 Prozent zu. Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es mit plus 410 auf 3.515 den zahlenmäßig stärksten Anstieg bei den Arbeitslosen. Die Quote kletterte dort um vier Zehntel auf aktuell 3,0 Prozent.

    3405 Arbeitslose zählten im Januar 2019 zu den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), 150 mehr als im Dezember.

    Vom 1. Oktober 2018 bis Ende Januar 2019 haben Unternehmen aus der Region bereits 3730 Ausbildungsstellen für den Herbst gemeldet, 170 mehr als vor Jahresfrist. Damit sind die Chancen für die Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz nochmals deutlich gestiegen.

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