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Rottweil
Sonntag, 8. Dezember 2019
Start Regi­on Rott­weil Schwe­re Zei­ten für Apo­the­ken

Schwere Zeiten für Apotheken

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Die Schlie­ßung von Arzt­pra­xen, das Feh­len von geeig­ne­tem Per­so­nal, der Wett­be­werb mit Online-Apo­the­ken: Das sind die drei größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für die Apo­the­ken in der Regi­on.

Zu die­sem Fazit kommt eine Kurz-Umfra­ge der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg unter den 105 Apo­the­ken der Regi­on. Anlass war die jüngs­te Debat­te im Bun­des­rat zum soge­nann­ten Apo­the­ken-Stär­kungs­­ge­­setz.

Lösungs­an­sät­ze sehen die befrag­ten Apo­the­ker laut IHK vor allem bei der Schaf­fung von glei­chen Wett­be­werbs­be­din­gun­gen zu Online-Apo­the­ken. Gera­de bei nicht­ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Medi­ka­men­ten neh­me der Druck auf inha­ber­ge­führ­te Unter­neh­men zu. Einen wei­te­ren Lösungs­an­satz sehen die Befrag­ten bei einer rechts­si­che­ren Digi­ta­li­sie­rung von Pro­zess­ab­läu­fen mit den Arzt­pra­xen. Jede zwei­te Apo­the­ke for­mu­liert den Wunsch nach einer Arzt­quo­te für den nichtur­ba­nen Raum.

Für die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung unse­rer Regi­on sind die Apo­the­ken von unschätz­ba­rem Wert”, so das Fazit von IHK-Haupt­ge­­schäfts­­­füh­­rer Tho­mas Albiez. Als inha­ber­ge­führ­te Unter­neh­men sei ihr Bei­trag für Kom­mu­nen, Bür­ger und das Gemein­we­sen noch unzu­rei­chend im Fokus der Öffent­lich­keit. Tho­mas Albiez: „Die­se Unter­neh­men sind indi­vi­du­el­ler Ver­trau­ens­part­ner für die Bür­ger, sie bil­den aus und beschäf­ti­gen Mit­ar­bei­ter. Gera­de für die Not­ver­sor­gung und die Prä­ven­ti­on ist ihre Arbeit zen­tral.”

Top-Stärken der regionalen Apotheken

(O‑Töne aus der Umfra­ge)

  • Medi­ka­men­te sind inner­halb eines hal­ben Tages lie­fer­bar.
  • Boten­diens­te gewähr­leis­ten die Lie­fe­rung.
  • Ein Not­dienst wird Tag und Nacht gesi­chert.
  • Per­sön­li­che Bera­tung und Indi­vi­dua­li­tät ste­hen im Vor­der­grund.
  • Indi­vi­­du­al-Reze­p­­te sichern indi­vi­du­el­le Leis­tung.

„Das Span­nungs­feld der Apo­the­ken deckt sich an vie­len Stel­len mit den Anlie­gen von Dienst­leis­tern oder Indus­trie­be­trie­ben: weni­ger Papier­kram, mehr Rechts­si­cher­heit, kei­ne Schwä­chung bestehen­der Netz­wer­ke”, so Albiez abschlie­ßend. Gera­de Letz­te­res sei im Sin­ne einer wirk­li­chen Stand­ort­po­li­tik pro Länd­li­cher Raum in den Fokus zu neh­men.

 

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