Segelflugvereine fusionieren und starten gemeinsam in die neue Saison

REGION ROTTWEIL (pm) – Mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Spaichingen ist die Fusion der bei­den Vereine am 18. März  offi­zi­ell voll­zo­gen. Ein gan­zes Jahr dau­er­te es, bis alle Einzelheiten geklärt waren. Dabei ging es um die Zusammenführung der bei­den Flugzeugparks, um das Ausarbeiten einer Vereinssatzung und nicht zuletzt um die Findung eines neu­en Namens für den gemein­sa­men Verein.

Ein neu­es Kunstwort zu kre­ieren, wie wir es vor zehn Jahren bei der Fusion der Rottweiler, Balinger und Oberndorfer Segelflieger gemacht haben, hät­te nicht viel Sinn gemacht. Einen vier­ten Ortsnamen unter­zu­brin­gen schien unmög­lich und so lag es nahe, den Namen des Segelfluggeländes zu ver­wen­den, auf dem wir unse­ren Sport betrei­ben“, sagt Harald Blocher, Vorstand des Aeroclub ROBA und nun neu­er Vorstand beim Aeroclub Klippeneck.

„ Wobei ich dar­auf hin­wei­sen möch­te, dass es noch eine gan­ze Reihe ande­rer Vereine gibt, wel­che auch auf dem Klippeneck behei­ma­tet sind und mit denen wir schon seit Jahren in der ARGE Klippeneck freund­schaft­lich zusam­men­ar­bei­ten“, führt Harald Blocher wei­ter aus.

Bei zwei außer­or­dent­li­chen Hauptversammlungen der bei­den Vereine im November ver­gan­ge­nen Jahres war es dann soweit: Der Zusammenschluss wur­de jeweils ein­stim­mig von den Mitgliedern beschlos­sen. Unter den Augen von Notar Hubert Baum setz­ten die Vorstände der bei­den Vereine ihre Unterschriften unter den Verschmelzungsvertrag. Jetzt war es ganz die Aufgabe des Notars, die Fusion mit der Auflösung der alten Vereine und der Eintragung des neu­en Vereins zum Abschluss zu brin­gen.

Der neue Verein wird von 109 Mitgliedern getra­gen. 60 davon sind akti­ve Piloten und kön­nen nun auf einen Flugzeugpark von elf Flugzeugen zugrei­fen. Davon sind zwei Schulungsdoppelsitzer und zwei ein­sit­zi­ge Schulungsflugzeuge, die aber auch zum Leistungssegelflug tau­gen. Die Sparte Motorflug ist mit einem Ultraleichtflieger und zwei Reisemotorseglern gut aus­ge­stat­tet, so dass ein brei­tes Spektrum abge­deckt ist.

Die Zeit bis zur end­gül­ti­gen Ummeldung der Vereine wur­de, wie in der Wintersaison bei den Segelfliegern üblich, zur Überholung der Flugzeuge genutzt. In den Werkstätten in Rottweil und Balingen haben die Vereinsmitglieder ihre Flieger geputzt, auf­po­liert und klei­ne­re Reparaturen vor­ge­nom­men, damit der Fachmann vom Luftfahrttechnischen Betrieb bei der Jahresabnahme – so etwas wie der TÜV für Flugzeuge – nichts zu bean­stan­den hat­te.

Bei gutem Wetter steht dem Start in die neue Saison am kom­men­den Wochenende also nichts mehr im Wege. Gleich zu Anfang ist ein Fluglager wäh­rend der Osterferien auf dem Klippeneck geplant. In den Pfingstferien geht es dann zu einem Fluglager nach Bad Sobernheim in Rheinland-Pfalz. Hierbei bekom­men die Flugschüler und auch die erfah­re­ne­ren Piloten die Möglichkeit, eine frem­den Platz und ein neu­es Segelfluggebiet ken­nen zu ler­nen.

Auch einen Schnupperkurs nach dem Motto „Pilot für einen Tag“ soll es in die­sem Jahr wie­der geben. Dabei kön­nen Interessenten unter fach­män­ni­scher Unterstützung durch einen Fluglehrer auf dem Pilotensitz Platz neh­men und erfah­ren, wie es ist, mit dem Steuerknüppel in der Hand ein Segelflugzeug zu len­ken. Der Termin für die­se Aktion steht noch nicht fest, wird aber recht­zei­tig bekannt gege­ben. Zum Saisonabschluss fin­det im Herbst wie­der der tra­di­tio­nel­le Ziellandewettbewerb statt, bei dem es dar­auf ankommt, in einer bestimm­ten Zeit eine Runde um den Flugplatz zu flie­gen und mög­lichst genau in einem mar­kier­ten Feld auf der Landebahn auf­zu­set­zen.