Foto: Lisa Brüstle

Das Open-Air-Fes­ti­vals „Southsi­de“ in Neu­hau­sen ob Eck (Land­kreis Tutt­lin­gen) am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de war auch Ziel der Zöll­ner des Haupt­zoll­am­tes Sin­gen und der Lan­des­po­li­zei. Eine gro­ße Anzahl an Besu­chern sei bei der Anrei­se zum Fes­ti­val­ge­län­de kon­trol­liert wor­den. Dabei sind laut Zoll­be­richt, wie schon in den Vor­jah­ren, zahl­rei­che Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz sowie wei­te­re Ver­ge­hen fest­ge­stellt wor­den. Aller­dings ist deren Gesamt­zahl deut­lich zurück gegan­gen.

Ins­ge­samt wur­den 71 Straf­an­zei­gen wegen Ver­stö­ßen gegen das Betäu­bungs­mit­tel- und das Waf­fen­ge­setz ver­hängt. Zudem wur­den meh­re­re Per­so­nen an die Lan­des­po­li­zei über­ge­ben: In sechs Fäl­len wegen des Ver­dachts des Fah­rens unter Dro­gen­ein­fluss sowie in einem wei­te­ren Fall wegen des Besit­zes meh­re­rer mög­li­cher­wei­se gefälsch­ter Fes­ti­val-Ein­tritts­bän­der. Das berich­tet der Zoll.

Das Gros der Dro­gen­de­lik­te stell­ten dem­nach neben rund 100 Gramm Mari­hua­na zahl­rei­che Klein­men­gen an Haschisch, Amphet­ami­nen, Koka­in und Ecsta­sy-Tablet­ten dar. Dane­ben wur­den noch ein ver­bo­te­nes Mes­ser, ein nicht zuge­las­se­nes Pfef­fer­spray und 600 Gramm Haschisch-Gebäck bei Fes­ti­val­be­su­chern gefun­den und sicher­ge­stellt.

Kon­troll­schwer­punk­te waren der Bahn­hof in Tutt­lin­gen sowie die Zufahrts­rou­ten zum Fes­ti­val. Es wur­den ins­ge­samt mehr als 500 Per­so­nen – inklu­si­ve der Zug­rei­sen­den – und rund 100 Fahr­zeu­ge kon­trol­liert. An den bei­den Kon­troll­ta­gen waren ins­ge­samt 90 Ein­satz­kräf­te vor Ort tätig.

An den Kon­troll­stel­len kamen auch zahl­rei­che Rausch­gift­s­pür­hun­de sowie ein Scan­mo­bil, eine mobi­le Rönt­gen­an­la­ge für Gepäck­stü­cke, zum Ein­satz, berich­tet der Zoll wei­ter.

Gegen­über dem Jahr 2018 sei die Anzahl der Ver­stö­ße um über ein Drit­tel zurück gegan­gen. Dazu der Spre­cher des Haupt­zoll­amts Sin­gen: „Die inten­si­ven Kon­trol­len schei­nen doch ihre Wir­kung zu zei­gen und den ein oder ande­ren Fes­ti­val­be­su­cher davon abge­hal­ten zu haben, mit Betäu­bungs­mit­teln zum Fes­ti­val anzu­rei­sen“.