Der Messeturm bei strahlendem Sonnenschein.

Tra­di­ti­on trifft Inno­va­ti­on“ – So über­schrieb Mes­se­che­fin Ste­fa­ny Gosch­mann den  Rund­gang mit Jour­na­lis­ten auf der dies­jäh­ri­gen Süd­west­mes­se, die eine „Mes­se aus der Regi­on für die Regi­on“ sei.

Vil­lin­gen-Schwen­nin­gens Ober­bür­ger­meis­ter Rupert Kubon beglei­te­te die Jour­na­lis­ten und freu­te sich auf ein ganz neu­es Fest­zelt. Die Süd­west­mes­se blei­be „das Flagg­schiff” unter den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen auf dem Mes­se­ge­län­de. Auch die­ses Jahr rech­ne er mit „deut­lich mehr als 100.000 Besu­chern”.

Pres­se­spre­cher Ulrich Cra­mer führ­te dann an eini­gen der gut 700 Aus­stel­lungs­stän­den vor­bei, von denen etli­che noch auf ihre Aus­stel­ler war­te­ten. Im Frei­ge­län­de waren neben vie­len Trak­to­ren aller Grö­ßen auch Tele­skop­stap­ler zu bestau­nen, die in Höhen bis 30 Meter rei­chen und auf dem Bau oder in der Land­wirt­schaft gebraucht wer­den.

Schin­del­ge­deck­te klei­ne Wochen­end­häus­chen oder Gar­ten­sau­nen zeig­te ein ande­res Unter­neh­men. Mit dem Micro­car aus Frank­reich darf man schon ab 16  mit dem Moped­füh­rer­schein  fah­ren. Der klei­ne Fran­zo­se fährt bis zu 45 Stun­den­ki­lo­me­ter und kos­tet knapp 9000 Euro. Eine Brenn­stoff­zel­le für zu Hau­se haben die Stadt­wer­ke VS an ihrem Stand, die Stadt Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen wirbt für ihre Part­ner­städ­te und ihre neue Stadt­App.

Der Back­kunst und dem Brot mehr Gel­tung ver­schaf­fen will Jörg Schmid. Als „Wild Baker“ möch­te der die Süd­west­mes­se „rocken“. Eine Fir­ma aus Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen zeigt, wie Glas­tü­ren per Laser­tech­nik gestal­tet wer­den kön­nen und hat dazu Fotos von Jochen Scher­zin­ger mit Schwarz­wald­mo­ti­ven aus­ge­wählt.

Ein Tutt­lin­ger Unter­neh­men zeigt, wie Glas­schei­ben dank einer Flüs­sig­kris­tall­fo­lie per Knopf­druck  undurch­sich­tig gemacht wer­den kön­nen. Bei einem Qua­drat­me­ter­preis um 1000 Euro eine kost­spie­li­ge Ange­le­gen­heit. Das Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um wirbt für Lebens­mit­tel „von daheim“. Wegen des Genera­tio­nen­wech­sels haben es die Land­frau­en die­ses Jahr nicht geschafft, ihren belieb­ten Stand in Hal­le N  auf­zu­bau­en, bedau­er­te Pres­se­spre­cher Cra­mer. Nun gibt’s statt­des­sen Maul­ta­schen.

Aus Stral­sund kommt ein unge­wöhn­li­ches Pro­dukt: In Hand­ar­beit aus Glas­fa­sern gefer­tig­te Gar­ten­mö­bel. Mit 32 Mit­ar­bei­tern fer­ti­ge man die Möbel, die Regen, Wind und Schnee stand­hal­ten, berich­tet der Chef. Natur­stei­ne aus dem nähe­ren Umland ver­ar­bei­tet ein Dorn­ha­ner Betrieb. Ein Grill aus Mar­mor fiel dabei ein wenig aus dem Rah­men, der Stein stammt aus Por­tu­gal.

Pel­lets statt Gas sor­gen für Wär­me  im „out-door-Bereich“. Mit den Heiz­pil­zen aus Öster­reich kön­ne man das in vie­len Städ­ten bereits bestehen­de Ver­bot von Gas­pil­zen  umge­hen.

Herm­le-Uhren aus Gos­heim ist stolz, dass noch alle Tei­le selbst gefer­tigt wer­den, ver­si­chert Micha­el Haas. die Großuh­ren lau­fen meist mecha­nisch. Mit Spann­de­cken sei­ner Fir­ma kön­nen Haus­be­sit­zer inner­halb von einem Tag eine Holz­de­cke mit einer Spann­de­cke unter­zie­hen, so Toni Hahn. Beson­de­re Alu­mi­ni­um­schie­nen hat Georg Hau­ser als Ein­bruchs­schutz für älte­re Fens­ter ent­wi­ckelt. Die Schie­nen sol­len auch die Fens­ter abdich­ten und ihnen Sta­bi­li­tät geben.

Ein ita­lie­ni­sches Elek­tro­au­to eig­ne sich beson­ders für Bau­hö­fe, Golf­plät­ze oder Cam­ping­plät­ze, so Jür­gen Haug von der Fir­ma Kno­bloch. Der Alkè hat vier Sit­ze und fährt mit einer Elek­tro­la­dung etwa 120 Kilo­me­ter. Ab 30.000 Euro ist der Wagen zu haben.

Im neu­en Fest­zelt schritt OB Kubon ein letz­tes Mal zum Fass­an­stich – unter­stützt vom neu­en Fest­wirt Hans Fet­scher und einem Ver­tre­ter der Braue­rei. Zuvor hat­te Kubon allen Betei­lig­ten gedankt und die „neu­en Akzen­te“ gelobt, die im „groß­ar­ti­gen Fest­zelt“ geplant sei­en.