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Rottweil
Samstag, 7. Dezember 2019
Start Regi­on Rott­weil Tief­grei­fen­der Wan­del ist not­wen­dig

Tiefgreifender Wandel ist notwendig

Ener­gie­wen­de­tag in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen gab wich­ti­ge Impul­se für den All­tag

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Kli­ma­schutz beginnt bei jedem Ein­zel­nen. Das wur­de beim Ener­gie­wen­de­tag im Umwelt­zen­trum auf der Mög­lings­hö­he in Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen deut­lich. „Anpa­cken für eine lebens­wer­te Zukunft“ – unter die­sem Titel stand der Nach­mit­tag mit vie­len Exper­ten und einer inter­es­san­ten Aus­stel­lung. Laut IHK-Pres­­se­­mit­­tei­­lung fand an 260 Orten in Baden-Wür­t­­te­m­berg die­ser Tag statt.

Der Tag stand ganz unter dem Ein­druck der Kli­­ma­­schutz-Demons­­­tra­­ti­o­­nen, sicher auch des­halb waren vie­le Inter­es­sier­te in das Umwelt­zen­trum gekom­men, dar­un­ter die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mar­ti­na Braun (Grü­ne) und der Königs­fel­der Bür­ger­meis­ter Fritz Link. Effi­zi­enz­mo­de­ra­tor Simon Scholl von der Kom­pe­tenz­stel­le für Ener­gie­ef­fi­zi­enz (KEFF) bei der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg eröff­ne­te mit Armin Schott (Lei­ter des Amtes für Stadt­ent­wick­lung in Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen) den Nach­mit­tag. Letz­te­rer kam direkt von der Klau­sur­ta­gung des Gemein­de­ra­tes und kün­dig­te an, dass sich in Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen in nächs­ter Zeit in Sachen Kli­ma­schutz eini­ges bewe­gen wer­de.

„Wir wol­len mit der Ver­an­stal­tung und der Aus­stel­lung zei­gen, dass jeder etwas für ein bes­se­res Kli­ma tun kann“, sagt Karl Grei­sing, Minis­te­ri­al­di­ri­gent im Umwelt­mi­nis­te­ri­um, der gleich­zei­tig die Aus­stel­lung „Effi­zi­enz­preis Bau­en und Moder­ni­sie­ren“ eröff­ne­te. Er ging auf ein­zel­ne Punk­te des vor­ge­stell­ten Kli­ma­schutz­pro­gramms 2030 der Bun­des­re­gie­rung ein. Von den 65 Maß­nah­men beträ­fen acht das The­ma Gebäu­de.

Grei­sing for­der­te unter ande­rem hohe Ener­gie­stan­dards bei Sanie­rungs­maß­nah­men. Aus Lan­des­sicht erwähn­te er die Fort­schrei­bung des Kli­ma­schutz­ge­set­zes. Dar­in sol­len die Kom­mu­nen für eine effi­zi­en­te und zukunfts­fä­hi­ge Wär­me­ver­sor­gung in den Kom­mu­nen sor­gen, bei gleich­zei­ti­ger Ver­mei­dung von CO2-Emmis­­si­o­­nen.

Wandel von unten gestalten


Marei­ke Wei­ner, die an der Uni­ver­si­tät Basel nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung stu­dier­te, mach­te anhand von Daten und Fak­ten deut­lich, war­um die Mensch­heit im Grun­de vor dem Kol­laps ste­he und ein tief­grei­fen­der kul­tu­rel­ler Wan­del benö­ti­ge. „Der Wan­del muss von unten gestal­tet wer­den. Das bedeu­te nicht Ver­zicht, son­dern mehr Lebens­qua­li­tät“, sag­te die Exper­tin. „Was wir als wir als nor­mal anse­hen, ist alles ande­re als nor­mal. Das Pro­blem ist, dass wir Men­schen unheim­lich schlecht dar­in sind, lang­fris­tig zu den­ken.“

Weil er aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den nicht recht­zei­tig in Schwen­nin­gen sein konn­te, hielt der Haupt­red­ner Hen­ning Aust­mann sei­nen Vor­trag kur­zer­hand per Sky­pe. Der Pro­fes­sor für Betriebs­wirt­schafts­leh­re und Initia­tor der Ide­en­werk­statt „Dorf­zu­kunft“ zeig­te anhand von Bei­spie­len Mög­lich­kei­ten für einen „echt-nach­­hal­­ti­gen“ Lebens­stil und was jeder Ein­zel­ne tun kann. So etwa eine regio­na­le Ernäh­rung, öko­lo­gi­sches Bau­en, Leben in Mul­ti­ge­nera­tio­nen­häu­sern, oder die Nut­zung rege­ne­ra­ti­ver Ener­gi­en. „Las­sen Sie uns muti­ger und kon­se­quen­ter die Lösungs­an­sät­ze ange­hen“, so Hen­ning Aust­mann.

 

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