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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Regi­on Rott­weil Tutt­lin­gen: Stadt und Poli­zei neh­men Auto-Poser in den Fokus

Tuttlingen: Stadt und Polizei nehmen Auto-Poser in den Fokus

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Unnö­ti­ges Schau­fah­ren, lau­tes Moto­ren­ge­heul, dröh­nen­de Bass­an­la­gen, ille­ga­le Ren­nen und das oft auch zur Nacht­zeit – immer häu­fi­ger fal­len Auto­fah­rer durch Beläs­ti­gung aber auch Gefähr­dung Unbe­tei­lig­ter auf. Das erklä­ren Stadt­ver­wal­tung und Poli­zei Tutt­lin­gen. Längst sei­en die soge­nann­te ”Poser” kein Pro­blem der Groß­städ­te mehr. Ins­be­son­de­re in den Som­mer­mo­na­ten nutz­ten rück­sichts­lo­se Fah­rer das gute Wet­ter, um zu zei­gen was die ”Kar­re” kann. Damit soll nun zumin­dest in Tutt­lin­gen Schluss sein.

Dass das oft­mals gefähr­li­che Ver­hal­ten auch tra­gi­sche Kon­se­quen­zen haben kann, zei­ge die Unfall­sta­tis­tik, so Poli­zei und Stadt­ver­wal­tung in einer Pres­se­mit­tei­lung. Nach wie vor ist dem­nach die Geschwin­dig­keit die Unfall­ur­sa­che Num­mer eins. Akti­ons­wo­chen wie die Geschwin­dig­keits­kon­troll­wo­che Ende Juli zeig­ten eben­falls deut­lich, dass Hand­lungs­be­darf besteht. Trau­ri­ger Spit­zen­rei­ter der inner­städ­ti­schen Mes­sung der Stadt­ver­wal­tung Tutt­lin­gen war ein Auto­fah­rer, der mit 116 km/h unter­wegs war. ”Wer mit einem sol­chen Tem­po durch die Stadt rast, gefähr­det Leib und Leben ande­rer”, so OB Micha­el Beck, ”hier muss man hart dage­gen vor­ge­hen.”

Auch immer mehr Bür­ger fühl­ten sich durch auf­dring­li­ches Fahr­ver­hal­ten und lär­men­de Autos beläs­tigt. Seit eini­ger Zeit häuf­ten sich die Kla­gen und Beschwer­den bei Stadt­ver­wal­tung und Poli­zei.

Unter Mit­hil­fe der Tutt­lin­ger Bür­ger möch­ten Stadt und Poli­zei nun des­halb einen Fokus auf die­se Fah­rer rich­ten. Ab sofort kann jeder­mann unter der E‑Mail-Adres­­se tuttlingen.prev.vue@polizei.bwl.delaut­star­ke Raser an die Poli­zei mel­den. Mit die­sen Mel­dun­gen soll erfasst wer­den, wer durch mas­siv stö­ren­des oder gefähr­den­des Ver­kehrs­ver­hal­ten auf­fällt. Beson­ders wich­tig sind hier­bei Anga­ben über Ort, Zeit, Kenn­zei­chen, Auto­typ sowie eine Schil­de­rung des Fehl­ver­hal­tens.

Denn: Oft­mals fal­len immer die glei­chen Fah­rer auf. Bei mehr­ma­li­ger Mel­dung eines Autos set­zen die Behör­den gezielt bei die­sen Fah­rern an. Die mög­li­chen Kon­se­quen­zen sind dabei viel­fäl­tig. Sie rei­chen von einer Erhö­hung der Buß­geld­sät­ze, Fest­le­gung von Zwangs­gel­dern, Über­prü­fung der Fahr­eig­nung und in beson­de­ren Fäl­len bis hin zur Beschlag­nah­me des Autos.

”Doch soweit muss es nicht kom­men. Wir wer­den ver­su­chen das Gespräch mit den Betei­lig­ten zu suchen und sie auf­for­dern das Posen zu unter­las­sen. Soll­te dies nicht wir­ken, müs­sen aller­dings wei­te­re Maß­nah­men fol­gen.”, erklärt Mat­thi­as Wör­ner, Revier­lei­ter des Poli­zei­re­viers Tutt­lin­gen.

Durch die gebün­del­ten Bemü­hun­gen ver­su­chen Poli­zei und Stadt die Tutt­lin­ger Stra­ßen siche­rer zu machen. ”Durch die Unter­bin­dung die­ser Gefähr­dung und Beläs­ti­gung errei­chen wir eine Stei­ge­rung der Ver­kehrs­si­cher­heit und letzt­end­lich auch mehr Wohn- und Lebens­qua­li­tät in Tutt­lin­gen. Die Ver­ur­sa­cher müs­sen wis­sen, dass ihr Ver­hal­ten Kon­se­quen­zen hat. Zudem sol­len die Bür­ger spü­ren, dass wir ihre Beschwer­den ernst neh­men.”, so Wör­ner.

 

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