Verena Föttinger (rechts) mit der Bundesvorsitzenden Gabriela Schimmer Görresz und dem Europaabgeordneten Klaus Buchner. Foto: Pablo Ziller

REGION ROTTWEIL – Vere­na Föt­tin­ger, Spit­zen­kan­di­da­tin der Öko­lo­gisch-Demo­kra­ti­schen Par­tei / Fami­lie und Umwelt (ÖDP) bei der Bun­des­tags­wahl in Baden-Würt­tem­berg und Direkt­kan­di­da­tin des Wahl­krei­ses Rott­weil-Tutt­lin­gen wur­de beim Bun­des­par­tei­tag am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Ingol­stadt als Bei­sit­ze­rin in den Bun­des­vor­stand gewählt.

Sie ist damit die fünf­te Frau im neun­köp­fi­gen Gre­mi­um. Die 60-jäh­ri­ge Diplom­theo­lo­gin und Mut­ter von zehn erwach­se­nen Kin­dern setz­te sich gegen den Atom­phy­si­ker und Euro­pa-Abge­ord­ne­ten Prof. Dr. Klaus Buch­ner aus Ber­lin durch. Vere­na Föt­tin­ger war von 1992 bis 2002 Lan­des­vor­sit­zen­de der ÖDP in Baden-Würt­tem­berg und ist zur­zeit die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de in der Bun­des­pro­gramm­kom­mis­si­on, die das Wahl­pro­gramm für die für die Bun­des­tags­wahl erstellt hat.

Die­ses wur­de vom Bun­des­par­tei­tag im März in Frank­furt ver­ab­schie­det. Die Dele­gier­ten ergänz­ten es nach einer mehr­stün­di­gen Dis­kus­si­on mit einem Beschluss zu einem „aus­rei­chen­den Grund­ein­kom­men für alle, die nicht berufs­tä­tig sein kön­nen“. Dazu zählt die ÖDP Kin­der, Rent­ne­rin­nen und Rent­ner, Erwerbs­un­fä­hi­ge, aber auch Kin­der-Erzie­hen­de und Pfle­gen­de von Fami­li­en­mit­glie­dern.

Nahe­zu ein­stim­mig über­nahm der Bun­des­par­tei­tag den Antrag vom Kreis­ver­band Rott­weil ins poli­ti­sche Pro­gramm, in dem die Anhe­bung der Ren­te durch einen drit­ten Punkt für die Müt­ter gefor­dert wur­de, deren Kin­der vor dem 1. Janu­ar 1992 gebo­ren wur­den. Jün­ge­re Müt­ter bekom­men die­sen drit­ten Punkt oder rund 28 Euro pro Monat auto­ma­tisch.

Das bringt für die Älte­ren mehr Ren­ten­ge­rech­tig­keit und eine Gleich­be­hand­lung mit den jün­ge­ren Müt­tern. Die­se waren meist nicht berufs­tä­tig, erzo­gen eine grö­ße­re Kin­der­zahl und leben heu­te häu­fig mit einer sehr nied­ri­gen Ren­te an der Armuts­gren­ze und müs­sen trotz ihrer in der Fami­lie geleis­te­ten, aber unbe­zahl­ten Arbeit ein äußerst beschei­de­nes Leben füh­ren.