Verena Föttinger als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt

REGION ROTTWEIL – Verena Föttinger, Spitzenkandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ÖDP) bei der Bundestagswahl in Baden-Württemberg und Direktkandidatin des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen wurde beim Bundesparteitag am vergangenen Wochenende in Ingolstadt als Beisitzerin in den Bundesvorstand gewählt.

Sie ist damit die fünfte Frau im neunköpfigen Gremium. Die 60-jährige Diplomtheologin und Mutter von zehn erwachsenen Kindern setzte sich gegen den Atomphysiker und Europa-Abgeordneten Prof. Dr. Klaus Buchner aus Berlin durch. Verena Föttinger war von 1992 bis 2002 Landesvorsitzende der ÖDP in Baden-Württemberg und ist zurzeit die stellvertretende Vorsitzende in der Bundesprogrammkommission, die das Wahlprogramm für die für die Bundestagswahl erstellt hat.

Dieses wurde vom Bundesparteitag im März in Frankfurt verabschiedet. Die Delegierten ergänzten es nach einer mehrstündigen Diskussion mit einem Beschluss zu einem „ausreichenden Grundeinkommen für alle, die nicht berufstätig sein können“. Dazu zählt die ÖDP Kinder, Rentnerinnen und Rentner, Erwerbsunfähige, aber auch Kinder-Erziehende und Pflegende von Familienmitgliedern.

Nahezu einstimmig übernahm der Bundesparteitag den Antrag vom Kreisverband Rottweil ins politische Programm, in dem die Anhebung der Rente durch einen dritten Punkt für die Mütter gefordert wurde, deren Kinder vor dem 1. Januar 1992 geboren wurden. Jüngere Mütter bekommen diesen dritten Punkt oder rund 28 Euro pro Monat automatisch.

Das bringt für die Älteren mehr Rentengerechtigkeit und eine Gleichbehandlung mit den jüngeren Müttern. Diese waren meist nicht berufstätig, erzogen eine größere Kinderzahl und leben heute häufig mit einer sehr niedrigen Rente an der Armutsgrenze und müssen trotz ihrer in der Familie geleisteten, aber unbezahlten Arbeit ein äußerst bescheidenes Leben führen.

 

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