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Verstärkung für die Gäubahn: Mit KISS-Doppelstockzügen in die Schweiz

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Die Deutsche Bahn plant den Einsatz von neuen Intercity-Doppelstockzügen des Herstellers Stadler auf der Fernverkehrslinie Stuttgart – Singen – Zürich. Landesverkehrsminister Winfried Hermann begrüßte diese Ankündigung. Nein, niemand muss Angst haben, die neuen Züge kriegen Gruselfratzen á la Steinalt-Hardrocker aufgepinselt. Die Züge heißen einfach so.

Die sechsteiligen Triebzüge der Bauart KISS sollen im Laufe dieses Jahres von der österreichischen Westbahn übernommen, modernisiert und mit dem für den Schweiz-Verkehr erforderlichen Zugsicherungssystem ausgestattet werden. “Sollten die Gespräche mit den Schweizer Bundesbahnen (SBB) erfolgreich abgeschlossen werden, ist der Einsatz ab dem Fahrplanwechsel ab Dezember 2022 möglich”, kündigte die Bahn am Montag an. Die komfortablen und zuverlässigen Doppelstock-Triebzüge sollen dann die bislang eingesetzten Intercity2-Züge des Herstellers Bombardier ersetzen, die erst wieder auf die Gäubahn zurückkehren sollen, nachdem sie Bombardier erfolgreich für den Einsatz in der Schweiz ausgerüstet hat.

Bereits seit März 2020 sorgen vierteilige KISS-Doppelstockzüge auf der neuen Intercity-Linie zwischen Dresden und Rostock für zufriedene Fahrgäste. Die DB möchte laut einer Sprecherin auf diese Weise die stündliche Direktverbindung von Stuttgart nach Zürich nun ab Dezember 2022 realisieren und gleichzeitig den Verkehr auf der Gäubahn wieder zuverlässiger gestalten.

Landesverkehrsminister Hermann begrüßte die Ankündigung der Deutschen Bahn, von Dezember 2022 an auf der Gäubahn moderne Doppelstockzüge einzusetzen. Er sagte am Montag in Stuttgart: „Damit werden die störanfälligen IC2-Kompositionen durch zuverlässige und technisch bessere Züge abgelöst. Damit wird die Qualität des Bahnangebots auf dieser bedeutsamen internationalen Nord-Süd-Schienenverbindung spürbar verbessert. Was noch viel wichtiger ist: Künftig wird das lästige Umsteigen in Singen zu jeder zweiten Stunde entfallen. Die Fernzüge fahren dann von Stuttgart nach Zürich und umgekehrt durch.“

Pressemitteilung (pm)
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  1. Unabhängige bahnaffine Gruppen aus Ingenieuren haben Varianten entwickelt, die die Abtrennung der Gäubahn nicht erfordern würden. Vielmehr könnten Züge bis zur endgültigen Klärung der Gäubahnführung bis ins Zentrum (Hauptbahnhof) geführt werden. Unterstützt werden diese Pläne unter anderem vom VCD und dem Deutschen Bahnkundenverband DBV. Grund für die angebliche Notwendigkeit einer Abtrennung ist lediglich die Verschwenkung von S-Bahn-Gleisen, die ohne weiteres möglich wäre, auch ohne die Streckenzuführung der Gäubahn zum Hauptbahnhof zu tangieren. Eine Verschwenkung der Gleise käme aunter anderem auf eine derzeitige Baustraße in Frage, deren Rückbau die Bahn im vergangenen Jahr beim Eisenbahnbundesamt beantragt hat, da diese nach deren Aussage nicht mehr benötigt wird. Nach unseren Erkenntnissen würde der Zwischenzustand, in dem den Fahgästen ein Umsteigen zugemutet wird, mindestens 3 bis 5 Jahre andauern, da der Planungsabschnitt Gäubahnführung Flughafen im Anhörungsverfahren krachend gescheitert ist und aus dem Planungsabschnitt herausgelöst wurde.