Von wegen "Idiot Pilot": Rettungsarbeiten in St. Georgen nicht behindert

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Die Bild-Zeitung hat einen Drohnen-Piloten heute schon als "Idiot-Pilot" bezeichnet – und liegt damit falsch. Entgegen ihrer Darstellung sind die Rettungsarbeiten bei einem Großfeuer in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) nicht vom Pilot einer Drohne behindert worden.

So berichten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung von dem Fall: Am Sonntagabend ist gegen 18.50 Uhr in einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen bei St. Georgen ein Brand ausgebrochen. Nach bisherigen Ermittlungen hatte die 77-jährige Bewohnerin eine Wunderkerze angezündet. Nachdem die Seniorin das Zimmer kurz verlassen hatte und zurückkehrte, stand der Weihnachtsbaum in Flammen.

Mit schweren Brandverletzungen konnte sich die Frau ins Nachbarhaus retten. Der Nachbar verständigte sofort den Rettungsdienst.

Die 77-jährige musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Das Gebäude ist vollständig niedergebrannt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf rund 300.000 Euro geschätzt.

Während der Rettungsmaßnahmen wurde von den Einsatzkräften eine Drohne festgestellt, welche über dem Brandort kreiste. Die Beamten des Polizeireviers St. Georgen konnten im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen in unmittelbarer Nähe einen 32-jährigen Mann als Piloten der Drohne ermitteln. Entgegen der Erstmeldung ist es nicht zu einer Behinderung des Rettungshubschraubers durch den Drohnenfug gekommen.

Der Rettungshubschrauber konnte mit der verletzten Frau an Bord planmäßig starten.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern derzeit an. Ferner wird geprüft, ob der Pilot der Drohne gegen Vorschriften der Luftverkehrsordnung verstoßen hat.

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