KREIS ROTTWEIL, 4. Novem­ber (gg) – Zwei ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern der Geschäfts­lei­tung eines im Kreis Rott­weil ansäs­si­gen Fleisch- und Wurst­wa­ren­be­triebs wird der Pro­zess gemacht. Der Vor­wurf: Untreue. Sie hät­ten Gel­der abge­zweigt und so einen Mil­lio­nen­scha­den ange­rich­tet. Der Pro­zess vor dem Rott­wei­ler Land­ge­richt ist auf zwölf Ver­hand­lungs­ta­ge ter­mi­niert.

Mit­te 2011 kam die erschre­cken­de Nach­richt: Der Betrieb ist insol­vent. Damals hieß es, dem mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men hät­te einer­seits die Ein­kaufs­macht der gro­ßen Waren­haus­ket­ten und und ande­rer­seits die Ver­kaufs­macht weni­ger Flei­sch­an­bie­ter zuge­setzt.

Tat­säch­lich aber sol­len die Fabri­kan­ten im gro­ßen Stil Gel­der abge­zweigt haben. Die Ankla­ge wirft ihnen vor, als Täter bezie­hungs­wei­se Gehil­fe im Rah­men der Geschäfts­füh­rung des im Land­kreis Rott­weil ansäs­si­gen mit­tel­stän­di­schen Betrie­bes ab dem Jah­re 2006 unbe­fugt Gel­der ent­nom­men und für eige­ne Zwe­cke ver­wen­det zu haben, bevor es im Jah­re 2011 zur Insol­venz des dama­li­gen Betrie­bes kam. Der Scha­den soll sich auf eine unte­re sie­ben­stel­li­ge Sum­me belau­fen.

Von der Insol­venz waren etwa 120 Mit­ar­bei­ter des Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens betrof­fen. Die­ses bestand damals rund 50 Jah­re. Es besteht – unter neu­er Lei­tung – auch heu­te wie­der. Das Nach­fol­ge­un­ter­neh­men ist, dar­auf legt ein Spre­cher des Land­ge­richts gegen­über der NRWZ Wert, nicht vom nun begin­nen­den Pro­zess betrof­fen.

Die­ser ist auf zwölf Ver­hand­lungs­ta­ge ter­mi­niert. 18 Zeu­gen sind gela­den wor­den. Auf­takt ist am kom­men­den Don­ners­tag um 9 Uhr vor der Ers­ten Gro­ßen Straf­kam­mer des Rott­wei­ler Land­ge­richts.