Dr. Anita Auer und Marion Caspers-Merk übergaben die Bronzeplakette an OB Ralf Broß. Foto: Moni Marcel

ROTTWEIL – Die Sanierung des Schwarzen Tors ist fast abgeschlossen, nur noch letzte Arbeiten am Sockel sind nötig. Nun bekommt es eine Förderplakette, und die Stadt 100.000 Euro Fördergeld von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dr. Anita Auer von der Stiftung überreichte gemeinsam mit Marion Caspers-Merk, Lotto-Geschäftsführerin, die Bronzetafel an OB Ralf Broß.

Sie sei zum zweiten Mal in Rottweil, so Caspers-Merk, doch beim letzten Mal habe sie das Tor nicht sehen können, weil es zugehängt war. Umso mehr freue sie sich, es nun in frisch gerichtetem Zustand zu sehen, auch wenn es nun nicht mehr schwarz, sondern beige sei.

Die Gelder der Stiftung sind Lottogelder, und sie betonte, auch wenn die Gewinnwahrscheinlichkeit im Lotto bei 1:140.000 liege – am Ende gewinne auf jeden Fall das Gemeinwohl. “In Baden-Württemberg fließen jährlich knapp 28 Millionen Euro in den Denkmalschutz, und der Hauptanteil von 24,9 Millionen stammt aus dem Wettmittelfonds, den das Land aus den Reinerlösen der staatlichen Lotterien bildet.” Im vergangenen Jahr habe Lotto Baden-Württemberg der Denkmalstiftung insgesamt 3,1 Millionen Euro aus Mitteln der Glücksspirale zur Verfügung gestellt.

Das Land habe sehr viele denkmalgeschützte Gebäude, die auch identitätsstiftend seien. “Nur wer Wurzeln hat, kann hoch hinaus!” Auch OB Broß betonte, wie wichtig das Schwarze Tor für die Rottweiler sei, nicht nur an der Fasnet. “Es gehört zur Identität der Stadt dazu!” Bei Sanierungskosten von etwa 1,2 Millionen Euro seien die 100.000 Euro der Stiftung wichtig. “Wir hätten es sonst in der Kürze der Zeit nicht realisieren können.”

Und setzte humorig dazu: “Ich war mir nicht sicher, ob wir es auch behalten dürfen, denn es ist ja nun nimmer schwarz!” Die Restauratoren hätten hier mit sehr viel Herzblut gearbeitet, so der OB, und dabei auch schwarze Farbreste gefunden, dennoch bleibe die Herkunft des Namens geheimnisumwittert.