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Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

200 statt 118 Millionen Euro: Neues Rottweiler Landesgefängnis wird deutlich teurer

Der Baugrund, die Hanglage und die Abgeschiedenheit des Standorts: Diese drei Faktoren sollen das geplante Landesgefängnis bei Rottweil deutlich verteuern. Das berichten einige Medien übereinstimmend, die beziehen sich offenbar alle auf eine Meldung der Südwest-Presse. Derzeit läuft der Architektenwettbewerb für den Bau.

Demnach soll das geplante Gefängnis in Rottweil wesentlich teuer werden als bisher bekannt. Der Neubau mit 500 Haftplätzen war mit 118 Millionen Euro geplant worden. Jetzt sollen die  Gesamtkosten auf bis zu 200 Millionen Euro steigen. Das berichtet die Südwest-Presse, die sich auf Informationen aus dem Finanzministerium bezieht.

Der Standort „Im Esch“, der in einem Bürgerentscheid bestätigt worden war, macht offenbar bei der Planung Probleme. Er sei „aufgrund seiner Hanglage, dem Baugrund und geringer Erschließung eine besondere Herausforderung“, zitiert die Südwest-Presse einen Ministeriumssprecher.  

Die CDU hat derweil einen Schuldigen ausgemacht: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Er hatte nach Protesten gegen den Standort „Bitzwäldle“ bei Zepfenhan im Wahlkampf seinerzeit Zugeständnisse gemacht und einen neuen Standortsuchlauf versprochen, der dann auch kam. Unklar ist, ob nicht dieselben oder ähnliche Gründe wie nun angegeben den Neubau dort ebenfalls gegenüber den Planungen verteuert hätten. Auch das „Bitzwäldle“ ist etwa nicht erschlossen.

 

1 Kommentar

  1. Und wie wäre das mit den Kosten der Erschließung beim späteren Vorschlag, näher an der B 27, wären da die Kosten nicht niedriger?

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