Erneut volles Haus beim Jazzfest. Der Schauspieler und Musiker Axel Prahl erweist sich in der ausverkauften Stallhalle als glänzender Entertainer, der das Publikum mühelos von den Stühlen zieht.

Markenzeichen: das spitzbübische Lächeln des Axel Prahl. Foto: Peter Arnegger

Als Musiklehrer wäre Prahl vermutlich der Held der Schule gewesen. Zumindest, wenn er sein komödiantisches Talent so ausgespielt hätte, wie am Samstagabend in der Stallhalle. Doch aus seinem Berufswunsch wurde nichts, wie Prahl augenzwinkernd bekundete und jeder weiß: Der frisch Vermählte wählte die Bühne als Ort der Selbstdarstellung. Nicht den Klassenraum.

So steht denn auch die musikalische Unterhaltung in der Stallhalle nicht im Mittelpunkt des Abends. Die sprachwitzige, parodistische und ironische Verpackung seiner Songs, die Plänkeleien mit seinem Arrangeur und Komponisten Danny Dziuk sorgen fürs Gute-Laune-Feeling und machen das Ganze zur amüsanten Show.

Glänzendes Duo: Prahl mit seinem Arrangeur und Komponisten Danny Dziuk. Foto: Elke Reichenbach

 

Prahl in blauem Fleece, blauen Jeans und braunen Slippern präsentiert sich als netter Kumpel mit Klampfe auf dem Schoß und Stümple in der Hand – das Lagerfeuer der Jugend lässt grüßen.

Musikalisch schlägt der 57-Jährige den Bogen mühelos von Gershwin bis Roy Black, Rio Reiser bis Bushido – und lässt seine eigenen Kompositionen nicht missen. Ob er rockt, rappt oder Balladen singt: Axel Ferdinand Konstantin Prahl bewegt sich mühelos auf dem schwungvoll gewebten Klangteppich seines neunköpfigen Inselorchesters.

Er hat die Zuschauer im Griff. Und die ziehen nach „dem gemeinsam gesungenen Lied“ mit dem angenehmen Gefühl in die Nacht, einen beschwingten Abend unter Freunden erlebt zu haben.